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Wie lange dauert SEO wirklich? Eine ehrliche Zeitachse

Die Website ist online, der Text sitzt, die Technik ist sauber. Und dann passiert erst mal: nichts. Keine Anfragen, keine Klicks, in der Search Console ein paar Impressionen, die nach Zufall aussehen. Genau an diesem Punkt entscheidet sich, ob SEO für dich funktioniert oder ob du nach acht Wochen entnervt aufgibst. Dieser Artikel zeigt dir Monat für Monat, was realistisch passiert, warum eine frische Domain langsamer startet als eine mit Historie, welche Faktoren tatsächlich beschleunigen und wann bezahlte Anzeigen die richtige Brücke sind.

Lesezeit
11 Min.
Stand
Juli 2026
Kapitel
9

Warum niemand dir eine seriöse Wochenzahl nennen kann

Und warum jeder, der es doch tut, etwas verkaufen will.

SEO ist kein Vorgang, den du startest und der nach einer definierten Laufzeit fertig ist. Es ist ein Wettbewerb um begrenzte Plätze. Wie lange du brauchst, hängt nicht nur davon ab, was du tust, sondern davon, wie gut die zehn Seiten sind, die aktuell vor dir stehen, und wie lange die schon dort stehen. Ein Schreiner in einer Kleinstadt spielt ein völlig anderes Spiel als eine Steuerkanzlei in München oder ein Onlineshop für Sportnahrung.

Dazu kommt, dass Google nicht auf einen Knopf drückt. Deine Seite muss gefunden, gecrawlt, verstanden, eingeordnet und dann testweise ausgespielt werden. Erst wenn echte Menschen darauf klicken und nicht sofort wieder zurückspringen, verfestigt sich eine Position. Dieser Prüfzyklus lässt sich nicht kaufen und nicht abkürzen, er lässt sich nur durch gute Arbeit verkürzen.

Wenn dir jemand sagt "Sie sind in vier Wochen auf Platz eins", meint er in aller Regel eines von drei Dingen: eine Suchanfrage, nach der niemand sucht (dein Firmenname), eine Suchanfrage ohne Wettbewerb (sehr lange Nischenformulierungen) oder er meint gar kein SEO, sondern Anzeigen. Alle drei sind nicht per se falsch, aber sie beantworten nicht die Frage, die du eigentlich stellst: Wann kommen Anfragen über Google rein?

Die ehrliche Antwort für den deutschen Markt, Stand 2026: Bei lokalen Dienstleistungen mit überschaubarem Wettbewerb siehst du in der Praxis nach drei bis sechs Monaten die ersten verwertbaren Anfragen. Bei überregionalen oder umkämpften Themen liegt der Zeitraum eher bei neun bis achtzehn Monaten. Das sind Erfahrungswerte aus Projekten, keine Garantie, und sie setzen voraus, dass in dieser Zeit tatsächlich gearbeitet wird.

Die Zeitachse: was in Monat 1 bis 24 tatsächlich passiert

Realistische Ergebnisse statt Wunschdenken.

Die folgende Tabelle beschreibt einen typischen Verlauf für eine neu gebaute Website eines lokalen oder regionalen Dienstleisters, die technisch sauber ist und für die regelmäßig Inhalte entstehen. Kein Sonderfall, kein Extrembeispiel. Nimm sie als Orientierung und nicht als Versprechen, denn dein Wettbewerb ist der eigentliche Taktgeber.

ZeitraumWas technisch passiertWas die Search Console zeigtWas du im Geschäft merkst
Woche 1 bis 4Google entdeckt die Domain, Indexierung startet ungleichmäßigErste Impressionen, fast nur auf den FirmennamenNichts. Wer dich kennt, findet dich. Sonst niemand.
Monat 2 bis 3Kernseiten sind im Index, Google testet Platzierungen und verwirft sie wiederImpressionen steigen, Klicks einstellig, Positionen zwischen 20 und 60Vereinzelte Klicks ohne Anfrage. Fühlt sich frustrierend an, ist normal.
Monat 4 bis 6Erste stabile Platzierungen auf langen SuchanfragenEinzelne Begriffe in den Top 10, Klicks werden zweistelligDie ersten echten Anfragen über Google, meist sehr konkret.
Monat 7 bis 12Mittelschwere Begriffe werden erreichbar, Inhaltsmenge zahlt sich ausMehrere Seiten in den Top 10, deutlich breitere AbdeckungAnfragen werden planbarer. Du kannst zum ersten Mal grob rechnen.
Monat 13 bis 24Autorität wächst, neue Seiten ranken schneller als am AnfangUmkämpfte Hauptbegriffe kommen in ReichweiteSEO trägt einen relevanten Teil der Anfragen.
Ab Monat 24Bestand pflegen, veraltete Inhalte aktualisieren, Lücken schließenStabile Kurve mit saisonalen SchwankungenDer Kanal läuft. Ohne Pflege bröckelt er nach einigen Monaten.

Zwei Dinge fallen an dieser Tabelle auf. Der unangenehmste Abschnitt liegt zwischen Monat 2 und 4: Die Anfangseuphorie ist weg, aber noch nichts ist messbar zurück. Genau in diesem Fenster brechen die meisten Projekte ab, und zwar nicht, weil die Arbeit schlecht war, sondern weil niemand vorher gesagt hat, dass dieses Loch kommt. Und zweitens läuft lokale Sichtbarkeit auf einer eigenen, deutlich schnelleren Uhr. Ein vollständig ausgefülltes Google-Unternehmensprofil mit Fotos, korrekten Öffnungszeiten, Leistungen und echten Bewertungen kann innerhalb von Wochen Anrufe bringen, lange bevor deine Website irgendwo rankt. Wenn du lokal arbeitest, ist das der erste Hebel, nicht der letzte.

Warum eine neue Domain langsamer startet

Kein Mythos, aber auch keine geheime Strafe.

In SEO-Foren geistert seit Jahren der Begriff "Sandbox" herum: eine angebliche Wartezeit, die Google neuen Domains auferlegt. Google hat ein solches Instrument nie als Feature bestätigt, und du solltest niemandem glauben, der dir eine exakte Dauer dafür nennt. Der beobachtbare Effekt ist trotzdem real, er hat nur banalere Gründe als eine Strafe.

Eine neue Domain hat schlicht keine Historie. Google weiß nicht, ob dahinter ein seriöser Betrieb steht oder eine von tausend Wegwerfseiten. Es gibt keine Verweise von anderen Seiten, keine Klickdaten, keine Erfahrung damit, ob Besucher zufrieden sind. Also wird deine Seite seltener gecrawlt, vorsichtiger eingestuft und häufiger nur testweise ausgespielt. Dazu kommt ein sehr praktischer Effekt: Eine etablierte Seite wird teilweise täglich besucht, eine frische alle paar Tage bis Wochen, und damit dauert jeder einzelne Optimierungszyklus am Anfang länger.

Der Umkehrschluss ist wichtiger als die Ursache: Wenn du eine bestehende Domain hast, die seit Jahren läuft, wirf sie beim Relaunch nicht weg. Der häufigste vermeidbare Rückschlag im deutschen Mittelstand ist ein Relaunch, bei dem alle URLs neu vergeben und keine Weiterleitungen eingerichtet wurden. Dann fällt die Sichtbarkeit auf null, und du bist technisch wieder bei Woche eins, obwohl du zehn Jahre Vorsprung hattest. Wie ein Relaunch ohne diesen Absturz abläuft, steht im Ratgeber zum Website-Relaunch.

Die Faktoren, die wirklich beschleunigen

Sortiert nach Wirkung, nicht nach Beliebtheit.

Nicht jede Maßnahme wirkt gleich schnell. Manche verkürzen den Weg um Monate, andere sind Fleißarbeit mit später Wirkung. Die folgende Übersicht ordnet die üblichen Hebel danach, wie schnell sie in der Praxis etwas verändern und was sie an Zeit kosten.

HebelWirkt nachAufwandEhrliche Einschätzung
Google-Unternehmensprofil vollständig pflegenTagen bis WochenGering, einmalig 2 bis 4 StundenDer schnellste Hebel, wenn du lokal arbeitest. Wird trotzdem ständig halbherzig gemacht.
Echte Google-Bewertungen sammelnWochenGering, aber dauerhaftWirkt lokal auf das Ranking und noch stärker auf die Entscheidung des Lesers. Niemals kaufen.
Technik: Ladezeit, Mobilansicht, saubere StrukturWochen bis MonateEinmalig hoch, danach niedrigBringt kein Ranking allein, aber ohne das bremst jede andere Maßnahme.
Eine eigene Seite pro Leistung statt Sammelseite2 bis 4 MonateMittel, je Seite 3 bis 6 StundenDer unterschätzteste Hebel. Google kann nur ranken, was eine eigene Adresse hat.
Regelmäßige, wirklich hilfreiche Inhalte3 bis 9 MonateHoch und dauerhaftLangsam, dafür kumulativ. Zwei gute Texte im Monat schlagen zwanzig schlechte.
Erwähnungen von Verbänden, Partnern, lokaler Presse3 bis 12 MonateMittel, aber unbequemWirkt stark, lässt sich schlecht planen. Gekaufte Links sind ein Risiko, kein Hebel.
Interne Verlinkung und Aufräumen alter Seiten1 bis 3 MonateGeringDer günstigste Hebel bei Seiten, die schon Jahre laufen.

Genauso wichtig sind die Bremsen, und die sind meistens hausgemacht. Eine Seite, die versehentlich per noindex ausgeschlossen ist, kann jahrelang nicht ranken, egal wie gut sie ist. Ein Baukastensystem, das auf dem Handy vier Sekunden lädt, kostet dich Positionen, die du dir mühsam erarbeitet hast. Und wer alle sechs Wochen die Seitenstruktur umbaut, setzt den Lernprozess von Google jedes Mal ein Stück zurück. Was in dieser Tabelle bewusst fehlt, sind Keyword-Dichte, Zeichenvorgaben und alles, was nach Rezept klingt: Diese Denkweise erzeugt heute vor allem Texte, die niemand liest.

Dein Wettbewerb bestimmt die Uhr, nicht dein Budget

Warum dieselbe Arbeit in einer Branche vier Monate und in einer anderen zwei Jahre braucht.

Die häufigste Fehlannahme lautet: mehr Geld, schnelleres Ranking. Das stimmt nur begrenzt. Mit Budget kannst du mehr Inhalte gleichzeitig produzieren und Technikprobleme schneller lösen. Was du nicht kaufen kannst, ist der Vorsprung eines Wettbewerbers, der seit acht Jahren jede Woche etwas veröffentlicht und dessen Domain hundertfach verlinkt ist.

Ein realistischer Blick auf dein Umfeld dauert eine Stunde und spart dir Monate falscher Erwartung. Gib deine wichtigsten Suchbegriffe bei Google ein und schau, wer auf den Plätzen eins bis fünf steht. Sind das Betriebe wie deiner, ist der Platz erreichbar. Stehen dort Vergleichsportale, Branchenverzeichnisse und drei bundesweite Anbieter, dann ist dieser Begriff für die nächsten zwei Jahre nicht dein Ziel, sondern höchstens dein Fernziel.

Die praktische Konsequenz: Suche dir am Anfang bewusst die Suchanfragen, die weniger Volumen haben, dafür konkreter sind. "Altbaufenster abdichten Karlsruhe" bringt weniger Besucher als "Fenster", aber wer so sucht, weiß bereits, was er will. Solche Anfragen sind in Monat vier erreichbar, während der Einwortbegriff auch in Monat vierundzwanzig nicht sicher ist.

AusgangslageErste sichtbare ErgebnisseErste verwertbare AnfragenWas den Unterschied macht
Lokaler Handwerksbetrieb, wenig Konkurrenz vor Ort4 bis 8 Wochen3 bis 5 MonateUnternehmensprofil, Bewertungen, je Leistung und Ort eine Seite
Praxis, Kanzlei oder Beratung in einer Mittelstadt2 bis 3 Monate5 bis 8 MonateVertrauensinhalte, Team- und Ablaufseiten, klare Struktur
Regionaler B2B-Dienstleister mit überregionalem Anspruch3 bis 5 Monate8 bis 14 MonateFachtiefe, Referenzen, Erwähnungen aus der Branche
Onlineshop in einem besetzten Sortiment4 bis 6 Monate12 bis 24 MonateKategorietexte, Produktdaten, Sortimentsschärfe statt Bauchladen
Bundesweite Dienstleistung mit starken Portalen im Feld6 Monate und mehr18 Monate und mehrOhne eigenes Thema und echte Reichweite kaum realistisch

Diese Zahlen sind Erfahrungswerte aus Projekten im deutschsprachigen Raum, keine Studienergebnisse. Sie setzen voraus, dass durchgehend gearbeitet wird. Eine Website, die zwei Jahre unverändert steht, rutscht in fast jeder Branche langsam nach hinten, weil andere sich bewegen.

Wann Google Ads die Lücke füllen

Die Brücke über die ersten sechs Monate, mit ehrlicher Rechnung.

SEO braucht Zeit, dein Betrieb braucht jetzt Anfragen. Genau dafür sind bezahlte Anzeigen da: nicht als Ersatz, sondern als Überbrückung. Der Unterschied zwischen beiden Kanälen ist grundsätzlich. Ads sind ein Mietverhältnis: Du zahlst pro Klick, und in dem Moment, in dem du das Budget abschaltest, hört der Zufluss auf. SEO ist Eigentumsbildung: langsam, mühsam, aber der Bestand bleibt eine Weile bestehen, auch wenn du pausierst. Wer nur mietet, hat nach drei Jahren nichts aufgebaut. Wer nur baut, hat im ersten halben Jahr nichts zu essen.

KriteriumSEOGoogle AdsWas das für dich heißt
Zeit bis zur ersten Sichtbarkeit4 Wochen bis 6 MonateWenige Stunden bis TageAds für den Start, SEO für die Zeit danach
Kosten pro Anfrage über die ZeitSinkt mit jedem MonatKonstant oder steigendSEO wird günstiger, Ads nicht
Was beim Abschalten passiertWirkt Monate nach, dann langsamer RückgangZufluss stoppt am selben TagAds sind kein Fundament
PlanbarkeitGering in den ersten MonatenHoch, Budget und Ausspielung steuerbarFür saisonale Spitzen sind Ads überlegen
Einstiegsbudget (Erfahrungswert)Aufwand statt Mediabudget, meist mehrere Stunden im MonatRegional meist 300 bis 1.000 EUR im MonatUnter 300 EUR sammelst du kaum verwertbare Daten
Größtes RisikoZu früh aufhörenGeld verbrennen ohne passende ZielseiteBeide scheitern an Ungeduld, nur unterschiedlich teuer

Zu den Klickpreisen eine ehrliche Einordnung: Sie schwanken in Deutschland extrem nach Branche und Region. Für lokale Dienstleistungen liegen die Preise pro Klick in der Praxis meist im niedrigen einstelligen Eurobereich, in stark umkämpften Feldern wie Rechtsberatung, Versicherung oder Notdiensten sind auch deutlich zweistellige Beträge pro Klick normal. Verlass dich nicht auf Durchschnittswerte aus Blogartikeln, sondern lass dir für deine konkreten Suchbegriffe eine Schätzung ziehen, bevor du ein Budget festlegst.

Ein Punkt, an dem sehr viel Geld verloren geht: Anzeigen, die auf die Startseite führen. Wer nach einer konkreten Leistung sucht und auf einer allgemeinen Startseite landet, springt ab, und du hast trotzdem bezahlt. Ads brauchen eine Zielseite, die exakt die Frage beantwortet, nach der gesucht wurde. Was so eine Seite ausmacht und was sie kostet, steht im Ratgeber zur Landingpage.

Woran du unterwegs erkennst, dass es funktioniert

Frühindikatoren, bevor die erste Anfrage kommt.

Zwischen Start und erster Anfrage liegen Monate, in denen du nicht im Blindflug sein musst. Es gibt Signale, die deutlich früher zeigen, ob die Richtung stimmt. Du brauchst dafür zwei kostenlose Werkzeuge: die Google Search Console und ein datenschutzkonformes Statistiktool. Wichtig ist die Reihenfolge der Signale. Zuerst steigen Impressionen, dann verbessern sich die Positionen, dann steigen Klicks, und erst danach kommen Anfragen. Wer in Monat zwei auf Anfragen schaut, misst die falsche Größe zur falschen Zeit.

ZeitpunktWas du prüfstGutes ZeichenWarnsignal
Woche 2 bis 4Indexierung in der Search ConsoleAlle wichtigen Seiten sind als indexiert gemeldetSeiten stehen auf "gefunden, zurzeit nicht indexiert" oder sind per noindex gesperrt
Monat 2Anzahl der Suchanfragen mit ImpressionenDie Liste wird länger, auch wenn Klicks fehlenNur der Firmenname taucht auf, sonst nichts
Monat 3 bis 4Durchschnittsposition je SeiteBewegung von Position 60 in Richtung 20 bis 30Positionen stehen seit Wochen unverändert über 50
Monat 4 bis 6Klicks und KlickrateErste Seiten mit spürbarer KlickrateViele Impressionen, kaum Klicks: Titel und Beschreibung überzeugen nicht
Monat 6 bis 9Verhalten auf der SeiteBesucher lesen weiter, rufen Kontakt- und Leistungsseiten aufFast alle springen auf der Einstiegsseite wieder ab
Ab Monat 9Anfragen mit QuelleKunden nehmen im Gespräch Bezug auf Website-InhalteTraffic steigt, Anfragen nicht: dann fehlt der Handlungsimpuls

Eine Sache lohnt sich ab dem ersten Tag: Frag jeden neuen Kunden, wie er auf dich gekommen ist, und schreib die Antwort auf. Kein Analysetool bildet ab, dass jemand deine Seite über Google gefunden, sich drei Wochen Bedenkzeit genommen und dann angerufen hat. Diese handschriftliche Liste ist am Ende oft aussagekräftiger als jedes Dashboard, und sie kostet dich zehn Sekunden pro Gespräch.

Wenn Traffic steigt, aber Anfragen ausbleiben, liegt das Problem in aller Regel nicht bei Google, sondern auf der Seite selbst. Fehlende Telefonnummer im sichtbaren Bereich, ein Kontaktformular mit elf Pflichtfeldern, keine Preisorientierung, keine erkennbaren Ansprechpartner: Das sind Konversionsprobleme, keine Sichtbarkeitsprobleme. Der Unterschied ist wichtig, denn sie lassen sich in Tagen lösen statt in Monaten.

Wann sich SEO für dich nicht lohnt

Der Teil, den Agenturen ungern schreiben.

SEO ist nicht für jeden Betrieb der richtige Kanal, und das ehrlich zu sagen, spart beiden Seiten Geld. Es gibt Konstellationen, in denen die Rechnung schlicht nicht aufgeht, egal wie gut die Umsetzung ist.

  • Du bist ausgelastet und suchst keine neuen Kunden. Dann reicht eine saubere, schnelle Visitenkarten-Website, und laufende SEO-Arbeit ist verschwendetes Geld.
  • Dein Angebot hat keine Nachfrage in der Suche. Wenn niemand danach sucht, weil es zu neu oder zu erklärungsbedürftig ist, sind Empfehlungen und Netzwerke die besseren Wege.
  • Du brauchst innerhalb von acht Wochen Umsatz, sonst wird es eng. Dann sind Anzeigen, direkte Ansprache und Bestandskunden der Hebel, nicht SEO.
  • Du kannst weder Zeit noch Budget dauerhaft einplanen. SEO, das nach drei Monaten endet, ist in fast allen Fällen verlorenes Geld. Lieber gar nicht anfangen als halb.
  • Es ist ein Hobbyprojekt oder eine reine Info-Seite ohne kommerzielles Ziel. Dafür reicht ein Baukasten mit einem sauberen Text.

Und noch eine Grenze, die im Alltag oft übersehen wird: Eine sehr gute Website kann eine schwache Positionierung nicht ausgleichen. Wenn dein Angebot sich in nichts von zwölf Wettbewerbern unterscheidet und der Preis nicht der günstigste ist, wird auch Platz eins nur mäßig konvertieren. Sichtbarkeit verstärkt, was da ist, sie erschafft es nicht. Bei Pixylmedia führt genau das regelmäßig zu einer Absage vor dem Angebot: Wenn im Erstgespräch klar wird, dass jemand kurzfristigen Umsatz braucht und dafür kein Budget für Anzeigen einplanen kann, ist eine neue Website nicht die Lösung, sondern nur eine teure Verschiebung.

Fazit: Plane in Quartalen, nicht in Wochen

Was du konkret als Nächstes tun kannst.

Die kurze Antwort auf die Ausgangsfrage: Rechne bei lokalem Fokus mit drei bis sechs Monaten bis zu den ersten verwertbaren Anfragen und mit zwölf bis achtzehn Monaten, bis SEO ein tragender Kanal ist. Bei überregionalem oder stark umkämpftem Wettbewerb verdoppelt sich dieser Zeitraum eher, als dass er sich verkürzt. Alles darunter ist entweder Glück, eine sehr ruhige Nische oder ein Versprechen, das jemand nicht halten kann.

Der wichtigste Rat ist deshalb kein technischer, sondern ein planerischer: Setze dir Meilensteine in Quartalen und prüfe die Frühindikatoren, nicht die Anfragen. Wenn Impressionen und Positionen sich in Quartal eins bewegen, ist die Richtung richtig, auch wenn das Telefon noch still ist. Wenn sich nach sechs Monaten nichts bewegt hat, liegt ein konkretes Problem vor: Indexierung, Struktur, Wettbewerb oder Inhaltsqualität. Dann wird nachgesehen, nicht einfach weitergemacht.

Ein konkreter Ablauf für die nächsten vier Wochen, wenn du gerade anfängst: Zuerst die Search Console einrichten und prüfen, ob wirklich alle wichtigen Seiten indexiert sind. Dann das Google-Unternehmensprofil vollständig ausfüllen, mit echten Fotos und korrekten Leistungen. Danach fünf Kunden fragen, mit welchen Worten sie gesucht hätten, und diese Formulierungen aufschreiben. Zum Schluss für die zwei wichtigsten Leistungen je eine eigene Seite anlegen, die genau eine Frage beantwortet. Das ist unspektakulär, kostet vielleicht zwei Arbeitstage und wirkt mehr als jedes gekaufte Paket im ersten Halbjahr.

Und wenn du parallel Anfragen brauchst: Setz ein klar begrenztes Anzeigenbudget für genau die Leistung ein, an der du am meisten verdienst, mit einer Zielseite, die exakt dazu passt. Nicht als Dauerlösung, sondern als Brücke über die Monate, in denen SEO noch nicht liefert. Steigt die organische Kurve, kannst du das Budget schrittweise zurückfahren. Diese Reihenfolge ist unromantisch, aber sie hält deinen Betrieb in der Zwischenzeit am Laufen.

Häufige Fragen

Wie lange dauert es, bis eine neue Website bei Google gefunden wird?
Die Indexierung startet meist innerhalb von ein bis vier Wochen, danach zeigt die Search Console erste Impressionen, fast nur auf deinen Firmennamen. Verwertbare Anfragen über die Suche kommen bei lokalen Dienstleistungen nach Erfahrungswerten erst nach drei bis sechs Monaten. Bei überregionalen oder stark umkämpften Themen liegt der Zeitraum eher bei neun bis achtzehn Monaten.
Warum bringt meine neue Website nach drei Monaten noch keine Anfragen?
In Monat zwei bis vier stehen deine Seiten meist auf Position 20 bis 60, also Seite drei oder vier. Google hat dich einsortiert, testet aber noch. Impressionen steigen dann oft von wenigen Dutzend auf mehrere Hundert pro Monat, bei einstelligen Klicks. Das ist ein normaler Zwischenstand und kein Zeichen dafür, dass die Arbeit falsch war.
Lohnt es sich, parallel zu SEO Google Ads zu schalten?
Ja, als Brücke über die ersten Monate, in denen SEO noch nicht liefert. Anzeigen bringen innerhalb von Stunden bis Tagen Besucher, hören aber am selben Tag auf, an dem du das Budget abschaltest. Für regionale Dienstleistungen brauchst du nach Erfahrungswerten 300 bis 1.000 Euro im Monat, darunter sammelst du kaum verwertbare Daten. Wichtig ist eine Zielseite, die genau zur beworbenen Leistung passt.
Brauche ich für schnellere Ergebnisse eine alte Domain mit Historie?
Nein, in den meisten Fällen ist eine saubere neue Domain die bessere Wahl. Gekaufte Domains mit Vergangenheit kosten in der Praxis meist einen vierstelligen Betrag und bringen oft einen Themenbruch, tote Verweise oder Altlasten aus früheren Spam-Phasen mit. Wenn du dagegen schon eine laufende Domain besitzt, behalte sie beim Relaunch und richte Weiterleitungen für alle alten URLs ein.
Was kostet eine Website, die von Anfang an für Google gebaut ist?
Bei Pixylmedia startet eine Website zum Festpreis ab 2.000 Euro, die Pro-Variante liegt bei 4.500 Euro und der Launch erfolgt in 14 Tagen. Danach sind 30 Tage Support enthalten, laufende Pflege gibt es im Care-Plan ab 99 Euro im Monat. Technik und Struktur sind damit gesetzt, die Sichtbarkeit selbst entsteht trotzdem erst über die folgenden Monate.

Genug gesehen?

Festpreis. Zwei Wochen. Direkt mit dem Macher. Kein Vorgespräch-Marathon, keine Newsletter-Falle.