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Website für Arztpraxen: Termine, Vertrauen und Datenschutz

Eine Praxis-Website ist kein Werbeprospekt. Sie ist die Auskunft, die dein Telefon entlastet: Wann habt ihr offen, bekomme ich kurzfristig einen Termin, wie komme ich zu euch, und behandelt ihr überhaupt, was ich habe. Gleichzeitig ist sie der datenschutzrechtlich heikelste Website-Typ überhaupt, weil hinter jeder Anfrage Gesundheitsdaten stehen können. Dieser Ratgeber zeigt dir, welche Inhalte wirklich Pflicht sind, wie du Terminbuchung sauber löst, welche Datenschutz-Fallstricke in fast jeder Praxis-Seite stecken und was das Ganze realistisch kostet.

Lesezeit
12 Min.
Stand
Juli 2026
Kapitel
9

Warum eine Praxis-Website anders funktioniert

Deine Besucher wollen keine Marke erleben. Sie wollen drei Antworten und dann wieder weg.

Die meisten Websites versuchen, jemanden zu überzeugen. Eine Praxis-Website muss das selten. Wer bei dir landet, wurde meist empfohlen und sucht jetzt eine konkrete Information: Sprechzeiten, Terminweg, Anfahrt. Alles andere ist wichtig, aber nachgelagert. Sind diese drei Antworten nicht in fünf Sekunden auf dem Handy sichtbar, greift der Besucher zum Telefon, und dein Team nimmt einen Anruf entgegen, den die Website erledigt hätte.

Der zweite Unterschied ist die Stimmung beim Lesen. Ein Patient mit Rückenschmerzen, eine Mutter mit fieberndem Kind um 7:40 Uhr, ein Angehöriger auf der Suche nach einer Zweitmeinung: Das sind keine entspannten Surfsituationen. Lange Willkommenstexte, Slider mit Stockfotos und ein Cookie-Banner über dem halben Bildschirm wirken dann wie eine verschlossene Tür. Kurze Wege schlagen schöne Bilder.

Der dritte Unterschied ist rechtlich. Bei einem Handwerksbetrieb ist eine Anfrage eine gewöhnliche personenbezogene Angabe. Bei dir kann schon der Satz „Termin wegen meiner Depression" eine besondere Kategorie personenbezogener Daten sein, für die die DSGVO in Artikel 9 einen strengeren Rahmen setzt. Dazu kommen Berufsrecht und Heilmittelwerbegesetz. Das verlangt Sorgfalt an Stellen, an denen andere Branchen durchwinken.

Die Pflichtinhalte einer Praxis-Website

Was wirklich drauf muss, wo es hingehört und woran es meistens scheitert.

Pflicht heißt hier zweierlei: rechtlich verpflichtend (Impressum, Datenschutzerklärung) und praktisch unverzichtbar, weil die Seite sonst ihren Zweck verfehlt. Die folgende Liste gehe ich vor jedem Praxis-Projekt durch. Wer sie abhakt, ist besser als der Durchschnitt, ganz ohne Designdiskussion.

InhaltWarum er gebraucht wirdWo er hingehörtHäufiger Fehler
Sprechzeiten inklusive Urlaub und VertretungDie meistgesuchte Information überhauptStartseite oben, eigene Seite, FooterNur als PDF oder Bild hinterlegt
Telefonnummer als klickbarer LinkMobil ist der Hauptzugang zur PraxisHeader, auf dem Handy mitscrollendNummer steht nur in einer Grafik
Adresse mit Anfahrt, Parken, Bus und BahnPatient plant den Weg, oft unter ZeitdruckKontaktseite, als Text und als KarteNur eine eingebettete Karte, kein Text
Notfall- und VertretungshinweisEntlastet das Telefon, ordnet ErwartungenStartseite und KontaktseiteFehlt komplett oder ist versteckt
Leistungen in PatientenspracheSuchintention und Vertrauen zugleichEigene Unterseite je SchwerpunktFachbegriffe ohne jede Erklärung
Team mit Foto, Funktion, QualifikationVertrauen entsteht über PersonenTeam-Seite, Kurzfassung auf der StartseiteStockfotos statt echter Menschen
Impressum mit BerufsangabenRechtlich verpflichtend nach DDGFooter, von jeder Seite ein KlickKammer, KV und Berufsordnung fehlen
DatenschutzerklärungRechtlich verpflichtend nach DSGVOFooter, von jeder Seite ein KlickMustertext ohne Bezug zur echten Technik
Klarer TerminwegDer eigentliche Zweck der SeiteSichtbar auf jeder UnterseiteDrei Wege angeboten, keiner gepflegt
Organisatorisches (Rezepte, Kasse, Privat)Senkt Rückfragen spürbarFAQ-Bereich oder Praxis-SeiteWird als selbstverständlich vorausgesetzt

Beim Impressum lohnt ein genauer Blick, weil Praxen mehr angeben müssen als ein normaler Gewerbebetrieb: Berufsbezeichnung samt Staat der Verleihung, zuständige Ärztekammer, Kassenärztliche Vereinigung und ein Hinweis auf die berufsrechtlichen Regelungen mit Fundstelle. Bei Berufsausübungsgemeinschaften und MVZ kommen Gesellschaftsform und Vertretungsberechtigte hinzu. Das ist kein Formalkram, sondern der klassische Aufhänger für Abmahnschreiben.

Die Leistungsseiten sind dein SEO-Motor

Wenn Patienten nicht nach deinem Namen suchen, suchen sie nach Problem und Ort: Hautarzt Karlsruhe, Kinderarzt in der Nähe, Physiotherapie nach Knie-OP. Eine einzige Seite mit der Überschrift „Leistungen" und zwanzig Stichpunkten beantwortet keine dieser Suchen. Besser sind eigene Unterseiten für die drei bis sechs Schwerpunkte, je mit Erklärung, Ablauf, Dauer und dem, was der Patient mitbringen soll. Das ist Textarbeit, keine Technik.

Terminbuchung: Telefon, Formular oder Portal

Online-Termine sind bequem, aber nicht in jeder Praxis die richtige Antwort.

Die Terminfrage entscheidet, ob deine Website Arbeit abnimmt oder zusätzliche Arbeit erzeugt. Eine allgemeingültige Antwort gibt es nicht. Eine Hausarztpraxis mit offener Sprechstunde fährt mit Telefon plus Rückrufformular oft besser als mit einem Portal, das Termine verkauft, die es organisatorisch nicht gibt. Eine Zahnarztpraxis mit planbaren Kontrollterminen spart mit Onlinebuchung dagegen echte Telefonzeit.

Weg zum TerminPasst fürDatenschutz-AufwandKosten (Erfahrungswert)
Klickbare TelefonnummerJede Praxis, das MinimumKeinerIm Website-Preis enthalten
Rückrufformular ohne Freitext zu BeschwerdenKleine Praxen ohne BuchungssoftwareGering bei eigenem Server und VerschlüsselungIm Website-Preis enthalten
Buchungsportal eines DrittanbietersPraxen mit hohem TelefonaufkommenHoch: AV-Vertrag, Serverstandort, Laden erst nach EinwilligungMeist 30 bis 150 Euro im Monat
Terminmodul der PraxissoftwarePraxen, deren PVS das anbietetMittel, Verantwortung beim PVS-AnbieterOft 10 bis 60 Euro im Monat
VideosprechstundeErgänzend, nicht als ErsatzHoch, nur zertifizierte Anbieter zulässigMeist 0 bis 60 Euro im Monat
E-Mail an die PraxisadresseNotlösung, besser vermeidenRiskant, weil meist unverschlüsseltKeine, dafür Organisationsaufwand

Bei eingebetteten Buchungsportalen wird eine Sache oft übersehen: Das Widget lädt Daten vom Server des Anbieters, sobald die Seite geöffnet wird. Die IP-Adresse deines Besuchers fließt dorthin, bevor er etwas angeklickt hat. Sauber ist ein Link, der erst nach Klick zum Anbieter führt, oder eine Zwei-Klick-Lösung mit Platzhalter. Dazu brauchst du einen Auftragsverarbeitungsvertrag und die Information, wo die Server stehen.

Dazu eine ehrliche Einordnung: Onlinebuchung löst kein Kapazitätsproblem. Sind deine Termine seit Monaten sechs Wochen im Voraus vergeben, macht ein Buchungssystem das nur sichtbarer. Dann hilft eine klare Ansage mehr als jede Software, etwa welche Fälle akut ohne Termin kommen dürfen.

Datenschutz: Gesundheitsdaten sind eine eigene Liga

Die typischen Fallstricke stecken nicht im Text, sondern in eingebundenen Diensten.

Gesundheitsdaten zählen nach der DSGVO zu den besonderen Kategorien personenbezogener Daten: höhere Anforderungen an Rechtsgrundlage, Sicherheit und Dokumentation, bei Verstößen weniger Nachsicht. Dazu kommt die ärztliche Schweigepflicht, die strafbewehrt ist und sich nicht per Cookie-Banner aushebeln lässt. Der wichtigste Satz lautet deshalb: Was nicht zwingend über die Website laufen muss, läuft besser nicht darüber. Die Probleme entstehen dabei fast immer an denselben knapp zehn Stellen.

FallstrickWarum das heikel istWas stattdessen funktioniert
Google Fonts vom Google-ServerBei jedem Aufruf geht die IP-Adresse an einen US-Dienst, ohne EinwilligungSchriften lokal auf dem eigenen Server einbinden
Karte direkt eingebettetLädt Drittanbieter-Daten, bevor der Besucher zustimmtStatisches Kartenbild mit Link, Nachladen erst per Klick
Freitextfeld für BeschwerdenErzeugt Gesundheitsdaten auf dem WebserverFeld streichen oder begrenzen, Daten zügig löschen
Weiterleitung an private MailadresseUnverschlüsselt und oft bei US-AnbieternPraxis-Postfach beim deutschen Hoster, Transportverschlüsselung erzwingen
Analyse- und Werbeskripte ohne EinwilligungSpeichern oder lesen Informationen im EndgerätCookiefreie Statistik oder Auswertung der Server-Logs
Chat-Widgets, Bewertungs-Widgets, VideosZiehen unbemerkt Verbindungen zu Dritten aufZwei-Klick-Lösung oder schlicht verlinken statt einbetten
Fotos mit erkennbaren PatientenBraucht dokumentierte, widerrufbare EinwilligungEigene Fotos von Räumen und Team ohne Patienten
Kein AV-Vertrag mit Hoster oder TerminanbieterAuftragsverarbeitung ohne vertragliche GrundlageVerträge vor dem Launch einsammeln und ablegen
Kopierte DatenschutzerklärungBeschreibt Tools, die es nicht gibt, verschweigt die echtenErklärung an der tatsächlich eingesetzten Technik ausrichten

Der Zehn-Minuten-Check für deine Seite

Du brauchst keinen Prüfbericht, um die gröbsten Sachen zu finden. Öffne deine Seite in einem frischen Browserfenster, klicke nichts an und schau in den Entwicklerwerkzeugen unter Netzwerk, welche fremden Domains geladen werden. Alles, was dort auftaucht, bevor du einem Banner zugestimmt hast, ist erklärungsbedürftig: externe Schriftdateien, Kartendienste, Videoportale, Analyseskripte.

Verantwortlich bleibt die Praxis, nicht der Dienstleister. Zu einem sauberen Projekt gehört deshalb eine Übergabeliste: welche externen Dienste eingebunden sind, wofür und mit welchem Auftragsverarbeitungsvertrag. Habt ihr einen Datenschutzbeauftragten, lasst ihn vor dem Launch draufschauen, nicht danach.

Berufsrecht und Werbung: was du nicht schreiben darfst

Sachliche Information ist erlaubt, marktschreierische Anpreisung nicht.

Ärztliche Werbung ist erlaubt, aber enger gefasst als in anderen Branchen. Grundlage sind die Berufsordnungen der Landesärztekammern und das Heilmittelwerbegesetz. Die Linie: sachangemessene Information ja, anpreisende, irreführende oder vergleichende Werbung nein. Was das im Detail bedeutet, unterscheidet sich zwischen den Kammern, weshalb ein Anruf bei deiner Kammer im Zweifel schneller Klarheit schafft als jede Recherche.

Für die Website heißt das vor allem: Vorsicht bei Superlativen und bei allem, was einen Behandlungserfolg verspricht. Formulierungen wie „die beste Praxis der Region" oder „schmerzfrei garantiert" sind heikel, ebenso Vorher-Nachher-Darstellungen bei operativen plastisch-chirurgischen Eingriffen, für die das Heilmittelwerbegesetz eine ausdrückliche Beschränkung enthält. Auch bei Titeln lohnt Genauigkeit: Was du führst, musst du führen dürfen, und ein Schwerpunkt darf nicht wie eine Facharztbezeichnung aussehen.

Bewertungen sind zweischneidig. Fremde Portale kannst du nicht steuern, eigene Patientenstimmen sind rechtlich empfindlich, weil Werbung mit Äußerungen Dritter im Heilmittelwerbebereich nur eingeschränkt zulässig ist. Dazu kommt: Eine Patientenstimme mit Namen und Behandlungsbezug ist auch ein Gesundheitsdatum dieser Person und braucht eine dokumentierte, widerrufbare Einwilligung. Beschreibe lieber, was ihr tut und wie der Ablauf aussieht, statt wie viel besser ihr das könnt als andere.

Barrierefreiheit: kein Nice-to-have bei Patienten

Deine Zielgruppe ist im Schnitt älter und häufiger eingeschränkt als in fast jeder anderen Branche.

Bei einer Praxis ist Barrierefreiheit kein abstraktes Ideal. Ein relevanter Teil deiner Besucher ist über 70, hat eine Sehschwäche, zitternde Finger oder liest auf einem alten Handy bei halber Helligkeit. Stehen deine Sprechzeiten in hellgrauer 14-Pixel-Schrift auf Weiß, hast du diese Menschen verloren, unabhängig von jeder Rechtslage.

Zur Rechtslage eine ehrliche Einordnung: Das Barrierefreiheitsstärkungsgesetz gilt seit Ende Juni 2025 für bestimmte Produkte und Dienstleistungen für Verbraucher, unter anderem im elektronischen Geschäftsverkehr. Ob eine reine Informationsseite einer Praxis darunterfällt, ist umstritten, und Kleinstunternehmen (grob: unter zehn Beschäftigte, unter zwei Millionen Euro Umsatz) sind bei Dienstleistungen ausgenommen. Sobald echte Onlinebuchung dazukommt, wird die Frage konkreter. Das gehört zur Rechtsberatung, nicht in eine Faustregel.

MaßnahmeWem sie hilftAufwandNebenwirkung für alle
Kontrast mindestens 4,5:1 im FließtextÄltere Menschen, SehschwächeGering, reine FarbentscheidungLesbar bei Sonne auf dem Handy
Grundschrift ab 18 Pixel, Zoom bis 200 ProzentÄltere PatientenGeringWeniger Gezoome und Gescrolle
Volle Bedienbarkeit per TastaturMotorische EinschränkungenMittel, betrifft Menü und FormulareRobustere Formulare für alle
Sprechzeiten als Text, Alternativtexte für BilderScreenreader-NutzerGeringSuchmaschinen lesen es ebenfalls
Kurze Sätze, Fachbegriffe erklärtAlle, besonders Nicht-MuttersprachlerMittel, das ist TextarbeitDeutlich weniger Rückfragen am Telefon
Untertitel bei Praxis-VideosHörbeeinträchtigteGering bis mittelVideos laufen oft ohne Ton
Hinweis zur baulichen BarrierefreiheitRollstuhl, Gehhilfe, Kinderwagen15 Minuten TextarbeitSpart jede Woche Telefonate

Der letzte Punkt wird am häufigsten vergessen und ist der wertvollste: Schreib konkret auf, wie es bei euch aussieht. Stufen oder ebenerdig, Aufzug und wie breit, Türbreiten, Behinderten-WC, Stellplatz, Klingel in erreichbarer Höhe. Drei Sätze ehrliche Beschreibung nützen einem Rollstuhlfahrer mehr als jedes Symbol, weil er selbst entscheiden kann. Ist eure Praxis nicht barrierefrei, schreibt das hin und nennt eine Lösung.

Technik, Tempo und Auffindbarkeit

Praxis-Seiten werden überwiegend mobil aufgerufen, oft unterwegs und mit schlechter Verbindung.

Ladezeit ist hier kein Feinschliff, sondern Kern der Funktion. Wer im Bus mit zwei Balken Empfang nachschaut, ob heute Nachmittagssprechstunde ist, wartet keine sechs Sekunden auf ein Slider-Bild. Als Zielmarke funktioniert: sichtbarer Inhalt in unter zwei Sekunden, Startseite unter etwa einem Megabyte, Bilder in modernen Formaten, Schriften vom eigenen Server. Wer bei Lighthouse dauerhaft über 90 liegt, hat das erledigt.

Bei der Auffindbarkeit ist der lokale Teil wichtiger als klassisches SEO. Ein gepflegtes Google-Unternehmensprofil mit korrekten Öffnungszeiten, Feiertagsregelung und Fotos bringt bei Praxen erfahrungsgemäß mehr Sichtbarkeit als jede Optimierung an der Website selbst. Entscheidend ist, dass Name, Adresse und Telefonnummer überall exakt gleich geschrieben sind: Website, Google-Profil, Branchenverzeichnisse, Arztportale. Abweichende Schreibweisen (Straße gegen Str., Praxis Dr. Müller gegen Gemeinschaftspraxis Müller und Kollegen) verwässern das Signal.

Pflege: hier sterben die meisten Praxis-Seiten

Eine Praxis-Website veraltet schneller als fast jede andere. Urlaub, Vertretung, neue Kollegin, geänderte Sprechstunde, Feiertage: pro Jahr locker zehn bis zwanzig kleine Änderungen. Bedeutet jede davon eine E-Mail an den Dienstleister und eine Rechnung über 40 Euro, wird sie irgendwann nicht mehr gemacht, und die Seite verliert genau das, weswegen Patienten sie öffnen. Klärt vor dem Projekt, wer die Änderungen macht und was sie kosten. Was laufend anfällt, ist im Ratgeber zu den laufenden Kosten einer Website aufgeschlüsselt.

Was eine Praxis-Website kostet

Ehrliche Spannen aus dem Markt, und wofür der Unterschied steht.

Preise streuen stark, weil unter demselben Wort Verschiedenes verkauft wird. Die folgenden Spannen sind Erfahrungswerte aus dem deutschen Markt, keine Statistik, und meinen einmalige Erstellungskosten ohne laufende Gebühren.

VarianteWas typischerweise drin istPreisspanne (Erfahrungswert)Passt, wenn
Baukasten in EigenregieVorlage, eigene Texte und Bilder, eigene Zeit0 bis 400 Euro plus 15 bis 40 Euro im MonatSehr kleine Praxis, jemand macht es gern
Branchenanbieter mit Praxis-VorlageStandardlayout, Rechtstexte, Terminmodul, Vertragsbindung0 bis 1.500 Euro plus 50 bis 200 Euro im MonatIhr wollt euch um nichts kümmern
Individuelle Umsetzung, kompaktEigenes Design, 5 bis 8 Seiten, saubere Technik, Schulung2.000 bis 5.000 EuroEinzelpraxis mit klaren Schwerpunkten
Individuelle Umsetzung, umfangreichMehrere Standorte oder Fachbereiche, Buchung, Karriereseite5.000 bis 12.000 EuroGemeinschaftspraxis, MVZ, Praxisverbund
Agentur mit PraxismarketingZusätzlich Fotoshooting, Markenauftritt, laufende BetreuungAb 10.000 Euro aufwärtsGrößere Einheit mit Marketingbudget

Bei Branchenanbietern lohnt der Blick aufs Kleingedruckte statt auf den Startpreis. Typisch sind Mindestlaufzeiten von 24 bis 60 Monaten, eine Domain auf den Anbieter, Änderungen nur über dessen Redaktion, und beim Wechsel bleibt nichts außer deinen eigenen Texten. Rechne die Monatsgebühr über die Laufzeit hoch, dann wird aus „ab 0 Euro" schnell ein vierstelliger Betrag für etwas, das dir nicht gehört. Wie du Angebote vergleichbar machst, steht im Ratgeber zum Angebotsvergleich, die Eigentumsfrage klärt der Ratgeber dazu, wem die Website gehört.

Bei Pixylmedia liegt eine kompakte Praxis-Website meist im Bereich Basic oder Pro (ab 2.000 beziehungsweise 4.500 Euro), mit Festpreis vor Projektstart, lokal eingebundenen Schriften ohne US-Dienste und Domain, Code und Website im Eigentum der Praxis. Das ist kein Argument gegen andere Wege, sondern nur die Einordnung im Feld.

Fazit: erst Auskunft, dann Auftritt

Was du in dieser Reihenfolge angehst, wenn du morgen anfängst.

Eine gute Praxis-Website ist unspektakulär. Sie beantwortet schnell, was Patienten wissen wollen, sie nimmt dem Telefon Arbeit ab, sie hält sich beim Datenschutz an klare Regeln, und eine geänderte Sprechzeit ist in fünf Minuten drin. Das ist kein niedriger Anspruch, sondern ein präziser. Wer mit Design anfängt, hat am Ende eine hübsche Seite, deren Sprechzeiten von vorgestern stammen.

Konkret in dieser Reihenfolge vorgehen. Erstens die drei Kernangaben (Sprechzeiten, Telefon, Adresse mit Anfahrt) auf der bestehenden Seite prüfen und sofort korrigieren, das kostet nichts und wirkt am schnellsten. Zweitens den Zehn-Minuten-Check machen und alles abstellen, was ohne Einwilligung lädt, allen voran Schriften und Karten. Drittens ehrlich entscheiden, ob Onlinebuchung zu eurem Terminmodell passt, bevor Geld fließt. Viertens die drei bis sechs Leistungsschwerpunkte in Patientensprache aufschreiben. Fünftens erst dann Angebote einholen, mit dieser Liste als Grundlage.

Wenn du nur eine Sache mitnimmst, dann diese: Klär vor dem Projekt, wer die Website nach dem Launch pflegt und was eine Änderung kostet. Daran entscheidet sich, ob deine Seite in drei Jahren noch stimmt. Alles andere lässt sich reparieren, falsche Sprechzeiten schaden jeden Tag ein bisschen.

Häufige Fragen

Was kostet eine Website für eine Arztpraxis?
Eine individuell umgesetzte Praxis-Website liegt als Erfahrungswert bei 2.000 bis 5.000 Euro für eine kompakte Einzelpraxis und bei 5.000 bis 12.000 Euro für Gemeinschaftspraxen oder MVZ mit mehreren Standorten oder Fachbereichen. Ein Baukasten in Eigenregie kostet 0 bis 400 Euro plus 15 bis 40 Euro im Monat. Bei Pixylmedia startet eine Praxis-Website zum Festpreis ab 2.000 Euro.
Brauche ich eine Online-Terminbuchung für meine Praxis?
Nicht zwingend. Onlinebuchung lohnt sich, wenn deine Termine planbar sind und das Telefon dauerhaft überlastet ist, etwa bei Kontroll- und Nachsorgeterminen. Bei offener Sprechstunde oder Wartezeiten von Wochen erzeugt ein Portal eher Frust, weil es Termine sichtbar macht, die es organisatorisch nicht gibt. Eine klickbare Telefonnummer plus schlankes Rückrufformular reicht vielen Praxen. Portale kosten erfahrungsgemäß 30 bis 150 Euro im Monat.
Darf ich ein Freitextfeld für Beschwerden ins Kontaktformular einbauen?
Besser nicht. Sobald Patienten Symptome, Diagnosen oder Medikamente in ein Webformular tippen, entstehen Gesundheitsdaten auf deinem Webserver und in jedem beteiligten Postfach. Das sind besondere Kategorien personenbezogener Daten nach Artikel 9 DSGVO, für die strengere Regeln gelten. Frag im Formular nur Name, Telefonnummer, Wunsch-Zeitfenster und Kassenstatus ab und klär alles Medizinische am Telefon.
Welche Datenschutz-Fehler machen Praxis-Websites am häufigsten?
Am häufigsten laden Schriften direkt von Google-Servern, Karten sind ohne Einwilligung eingebettet, und Terminanfragen landen unverschlüsselt in einer privaten Mailadresse. Dazu kommt die kopierte Datenschutzerklärung, die Dienste beschreibt, die es auf der Seite gar nicht gibt. Öffne deine Seite in einem frischen Browserfenster und prüf in den Entwicklerwerkzeugen unter Netzwerk, welche fremden Domains laden, bevor du irgendetwas angeklickt hast.
Wie lange dauert es, bis eine neue Praxis-Website online ist?
Rechne mit zwei bis acht Wochen, abhängig davon, wie schnell Texte, Fotos und Rechtstexte aus der Praxis kommen. Die Umsetzung selbst ist selten der Engpass, die Zulieferung fast immer. Bei Pixylmedia geht eine Website in 14 Tagen live, wenn Inhalte und Freigaben bereitstehen, danach sind 30 Tage Support inklusive.

Genug gesehen?

Festpreis. Zwei Wochen. Direkt mit dem Macher. Kein Vorgespräch-Marathon, keine Newsletter-Falle.