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Makler-Website: Objekte, Vertrauen und Bewertungsanfragen

Fast jede Makler-Website sieht gleich aus: Hero-Bild mit Hausschlüssel, drei Objekte aus dem Portal, ein Formular ganz unten. Das Problem daran ist nicht der Geschmack, sondern die Rechnung dahinter. Käufer findest du über die Portale, dafür zahlst du ohnehin. Verkäufer findest du dort nicht, und genau die entscheiden über dein Auftragsbuch. Dieser Artikel zeigt dir, welche Inhalte Verkäufer und Käufer wirklich brauchen, wie du Objekte sauber auf die eigene Seite bekommst, was ein Bewertungs-Tool leistet und wo es dir wertlose Adressen einsammelt.

Lesezeit
11 Min.
Stand
Juli 2026
Kapitel
9

Warum so viele Makler-Websites austauschbar sind

Nicht weil sie hässlich wären, sondern weil sie den falschen Besucher bedienen.

Öffne zehn Makler-Websites aus einer mittelgroßen Stadt nebeneinander, und du siehst zehnmal dasselbe Muster. Oben ein Bild von einem Haus, das nicht in der Region steht. Darunter ein Satz über Leidenschaft für Immobilien. Dann eine Objektliste mit vier Einträgen, von denen zwei schon verkauft sind. Ganz unten ein Formular. Die Seiten sind nicht kaputt, sie sind für niemanden gebaut, der gerade eine Entscheidung treffen will.

Der Grund liegt in der Herkunft des Geschäfts. Käuferkontakte kommen bei den meisten Maklern über die großen Portale, und die machen ihre Arbeit gut. Die eigene Website wird deshalb als Pflichtübung behandelt: sie muss existieren und seriös aussehen, sonst nichts. Nur ist die Nachfrage nach Kaufobjekten in den meisten Lagen größer als das Angebot, und wer nichts im Bestand hat, hat nichts zu vermitteln. Der Engpass liegt bei den Verkäufern.

Ein Verkäufer verhält sich völlig anders als ein Käufer. Er sucht keine Objekte, er sucht eine Einschätzung und einen Menschen, dem er den häufig größten Vermögenswert seines Lebens anvertraut. Er googelt abends, oft Monate vor dem Verkauf, meist zu Anlässen wie Erbschaft, Trennung, Umzug ins Pflegeheim oder Jobwechsel. Er will erstmal niemanden anrufen. Genau diesen Menschen erreicht eine Objektliste nicht.

Die zweite Ursache ist technischer Natur. Viele Makler-Seiten stammen aus Vorlagen der Branchensoftware oder von Portalanbietern. Die sehen ordentlich aus, sind aber inhaltlich identisch mit Hunderten anderen Seiten. Wenn du dort eine Ortsseite oder ein Bewertungsformular unterbringen willst, endet das meist bei "geht leider nicht", und die Seite bleibt auf ihrem Startniveau eingefroren.

  • Die Startseite spricht in den ersten drei Sätzen nur Kaufinteressenten an.
  • Es gibt keine einzige Seite, die den Ablauf eines Verkaufs erklärt.
  • Verkaufte Objekte verschwinden spurlos, statt als Beweis stehen zu bleiben.
  • Der Ort steht nur im Impressum, nicht in Überschriften und Texten.
  • Bilder sind gekaufte Stockfotos, kein einziges Foto vom echten Team oder Büro.
  • Das einzige Angebot lautet "Kontakt aufnehmen", ohne Zwischenschritt.

Verkäufer und Käufer: zwei Zielgruppen, ein Auftritt

Beide gehören auf die Seite, aber nicht auf dieselbe Fläche.

Der häufigste Reflex bei diesem Thema ist der Kompromiss: eine Startseite, die beiden gleich viel Platz gibt. Das Ergebnis ist eine Seite, die beide gleich schlecht bedient. Sinnvoller ist eine klare Aufteilung. Die Startseite entscheidet in den ersten Sekunden, wohin jemand gehört, und schickt ihn auf eine eigene Strecke. Zwei große, deutlich beschriftete Wege ("Ich will verkaufen" und "Ich suche eine Immobilie") sind unspektakulär, funktionieren aber besser als jede Bildergalerie.

Danach dürfen die beiden Strecken unterschiedlich lang sein. Die Käuferstrecke ist kurz: Objektliste, Suchfilter, Merkzettel, Suchauftrag, fertig. Die Verkäuferstrecke ist deutlich länger, weil dort mehr Fragen offen sind: Was ist meine Immobilie wert, was kostet mich das, wie lange dauert es, was passiert mit meinen Daten, wer kommt in mein Haus. Wenn du an einer Stelle Aufwand investierst, dann hier. Diese Seiten sind es auch, die dir organische Sichtbarkeit bringen, weil Verkäufer in Suchmaschinen anders formulieren als Käufer.

Vergiss die dritte Gruppe nicht: Vermieter und Eigentümer, die verwalten lassen wollen. Wenn du das anbietest, braucht es eine eigene Seite, sonst geht es zwischen Kauf und Verkauf unter. Dazu kommen je nach Ausrichtung Kapitalanleger, die ganz andere Zahlen sehen wollen (Rendite, Mietspiegel, Rücklage) als eine Familie, die ein Reihenhaus sucht.

ZielgruppeWas die Person wirklich suchtInhalte, die dafür auf die Seite gehörenWo es meistens scheitert
Verkäufer (privat, selbstgenutzt)Eine Wertspanne, ohne sofort verbindlich zu werden. Und jemanden, dem sie den Schlüssel gibt.Bewertungsstrecke, Ablauf in Schritten, Kostenübersicht mit Provisionsteilung, Gesicht und Lebenslauf des Maklers, echte Verkaufsbeispiele aus dem OrtEs gibt nur ein Kontaktformular. Der Verkäufer ist aber noch nicht so weit, mit jemandem zu sprechen.
Erben und ErbengemeinschaftenOrientierung in einer Situation, die sie nicht geplant haben, oft aus einer anderen Stadt heraus.Eigene Seite zum Verkauf im Erbfall, Unterlagenliste, Hinweise zu Grundbuch und Erbschein, Ablauf bei mehreren Eigentümern, Ansprechpartner mit TelefonzeitenDas Thema wird gar nicht angesprochen, obwohl es je nach Region ein erheblicher Teil der Aufträge ist.
Kaufinteressenten (Eigennutzer)Objekte, die es wirklich noch gibt, mit vollständigen Angaben und schneller Rückmeldung.Aktuelle Objektliste mit Status, Suchauftrag per E-Mail, Finanzierungshinweise, Anfahrt und BesichtigungsablaufObjekte sind veraltet oder verlinken direkt ins Portal. Der Besucher ist weg und kommt nicht wieder.
KapitalanlegerZahlen. Lage, Mieteinnahmen, Zustand, Nebenkosten, realistische Rendite.Objektseiten mit Zahlenblock, Off-Market-Verteiler, Marktdaten zur Region, Hinweise zu Verwaltung und SanierungsstandSie bekommen dieselbe emotionale Ansprache wie Familien und springen sofort ab.
VermieterWeniger Arbeit und einen Mieter, der zahlt und bleibt.Seite zur Vermietung, Bonitätsprüfung und Auswahlprozess, Übergabeprotokoll, Preisliste für VermietungsserviceVermietung steht nur als Stichwort in der Navigation, ohne eigene Seite und ohne Preisangabe.
Wettbewerber und EmpfehlungsgeberOb du wirklich existierst und wie du arbeitest, bevor sie dich weiterempfehlen.Team, Historie, Mitgliedschaften, Bewertungen, Presse, klare ErreichbarkeitNichts davon ist da. Der Empfehlungsgeber schickt jemanden zu dem Makler, dessen Seite Substanz hat.

Die Aufteilung hat einen Nebeneffekt: Du kannst messen, welcher Weg wie oft genutzt wird. Landen fast alle Besucher auf der Käuferstrecke, obwohl du Bestand aufbauen willst, weißt du sofort, wo du nachlegen musst. Ohne diese Trennung siehst du nur eine Gesamtzahl, aus der sich nichts ableiten lässt.

Das Bewertungs-Tool: stärkster Leadmagnet, größte Fallhöhe

Es funktioniert. Aber nur, wenn du danach lieferst.

Der Grund, warum Online-Bewertungen so gut funktionieren, ist einfach: Sie treffen genau die Frage, die jeder Eigentümer zuerst hat, und sie verlangen kein Gespräch. Jemand, der noch zwei Jahre vom Verkauf entfernt ist, ruft dich nicht an, aber er gibt Adresse, Wohnfläche und Baujahr ein. Damit hast du einen Kontakt, den du über die Portale niemals bekommen hättest, und du hast ihn früher als jeder Wettbewerber, der auf das Verkaufsschild wartet.

Die Fallhöhe liegt im Danach. Ein automatisch erzeugter Spannenwert ist kein Gutachten und darf auch nicht so aussehen. Wenn dein Tool eine exakte Zahl auf den Euro ausspuckt und der Eigentümer später hört, dass 60.000 Euro weniger realistisch sind, hast du das Vertrauen verspielt, bevor das Gespräch beginnt. Formuliere von Anfang an als Spanne, sag deutlich, worauf sie beruht (Vergleichswerte, Lage, Größe, Zustandsannahme), und mach den nächsten Schritt zum Angebot: die kostenlose Vor-Ort-Einschätzung, bei der die Spanne konkret wird.

Der zweite Fehler ist die Datenmenge. Viele Tools fragen zwanzig Felder ab, bevor irgendein Ergebnis erscheint, und jedes zusätzliche Pflichtfeld kostet dich Abschlüsse. In der Praxis reicht Objekttyp, Adresse, Wohnfläche, Baujahr und Zustand, danach das Ergebnis, und erst dann die Frage nach Name und Kontakt. Rechne damit, dass ein Teil der Eingaben reine Neugier ist. Das ist normal und kein Grund, das Tool abzuschaffen.

LeadmagnetAufwand einmalig (Erfahrungswert)Lead-QualitätTypische Fallstricke
Online-Wertermittlung mit SpanneHoch: eigene Strecke plus Datenbasis oder Drittanbieter, meist 800 bis 3.000 Euro einmalig oder monatliche LizenzMittel bis hoch. Viele Kontakte, davon ein Teil neugierig, aber die richtigen sind sehr wertvollZu exakte Zahlen wecken falsche Erwartungen. Viele Anbieter hosten in den USA, das ist ein DSGVO-Thema
Kostenlose Vor-Ort-Einschätzung als TerminbuchungNiedrig: Seite plus Kalender, oft unter 500 Euro ZusatzaufwandSehr hoch. Wer einen Termin bucht, ist deutlich weiter im ProzessWeniger Kontakte insgesamt. Funktioniert nur, wenn du regional bekannt bist oder Beweise zeigst
Verkaufsratgeber als PDF (Unterlagen, Ablauf, Fristen)Niedrig bis mittel: Text plus Gestaltung, meist 300 bis 1.200 EuroMittel. Gut für frühe Interessenten, schwach als sofortiger AuftragWird oft heruntergeladen und nie gelesen. Ohne Nachfassen passiert nichts
Marktbericht für den eigenen Ort, quartalsweiseMittel: Aufbereitung kostet dich pro Ausgabe Zeit, technisch günstigHoch bei Eigentümern, die beobachten. Baut über Monate Vertrauen aufNur sinnvoll, wenn du wirklich eigene Daten oder eigene Einschätzungen hast
Suchauftrag per E-Mail für KäuferNiedrig: Formular plus Verteiler, technisch überschaubarNiedrig für dein Bestandsproblem, hoch für die VermarktungsgeschwindigkeitNutzt dir nichts, wenn du keine Objekte hast. Doppelte Einwilligung nicht vergessen
Checkliste "Unterlagen für den Verkauf"Sehr niedrig: eine Seite, oft in wenigen Stunden gebautMittel. Spricht Leute an, die konkret vorbereitenAustauschbar, wenn sie nur abschreibt, was überall steht. Regionale Bezüge machen den Unterschied

Wenn du dich für genau einen Leadmagneten entscheiden musst, nimm die Wertermittlung, aber baue sie ehrlich. Reicht das Budget nicht, nimm Terminbuchung plus eine richtig gute Unterlagen-Checkliste. Das kostet einen Bruchteil und bringt weniger, dafür sauberere Kontakte.

Vertrauen: was Verkäufer tatsächlich prüfen

Nicht dein Design. Sondern ob du echt bist und wie du arbeitest.

Ein Eigentümer, der überlegt, dir einen Auftrag zu geben, macht immer dieselbe Prüfung, meist unbewusst und in wenigen Minuten. Er sucht nach einem Gesicht, nach einem Ort, nach Beweisen und nach Zahlen. Alles, was er nicht findet, ersetzt er durch Misstrauen. Deshalb ist die Über-uns-Seite bei Maklern nicht die langweiligste Seite, sondern nach der Bewertungsstrecke die zweitwichtigste.

Ein Gesicht heißt: ein echtes Foto, in ordentlicher Qualität, am besten in einer Umgebung, die man wiedererkennt. Kein Stockfoto, keine leere Silhouette. Dazu ein Lebenslauf in drei Sätzen: seit wann im Beruf, welche Ausbildung, welcher Schwerpunkt, warum diese Region. Wenn du eine Erlaubnis nach der Gewerbeordnung hast (die brauchst du als Makler), kannst du das ruhig erwähnen, ebenso Mitgliedschaften in Verbänden und deine regelmäßige Weiterbildung. Das sind sachliche Angaben, keine Werbung.

Beweise heißen: echte Abschlüsse, echte Bewertungen, echte Zahlen. Bewertungen aus dem Google-Unternehmensprofil sind für Makler besonders relevant, weil sie öffentlich nachprüfbar sind. Zitiere sie mit Vornamen und Anlass, nicht als anonymes "Alles super, Familie M.". Ein Satz wie "Im letzten Jahr 11 Objekte in Karlsruhe und Umgebung vermittelt, durchschnittlich 9 Wochen bis zur Beurkundung" ist mehr wert als drei gekaufte Siegel.

Zahlen heißen vor allem: was kostet das. Seit der Neuregelung zur Verteilung der Maklerkosten beim Verkauf von Wohnungen und Einfamilienhäusern an Verbraucher (in Kraft seit Ende Dezember 2020) ist die Aufteilung der Provision zwischen Käufer und Verkäufer gesetzlich beschränkt. Die Rechenbeispiele dazu gehören auf deine Seite, offen und mit Beispielrechnung. Makler, die das transparent machen, bekommen weniger Preisdiskussionen im Erstgespräch, nicht mehr. Wer den Preis versteckt, wird gefragt, bevor über Leistung gesprochen wird.

  • Foto vom Team und vom Büro, kein Stockmaterial, keine leeren Bürolandschaften.
  • Telefonnummer, unter der wirklich jemand abhebt, mit Angabe der Zeiten.
  • Ablauf des Verkaufs in Schritten, mit realistischen Zeitangaben statt Versprechen.
  • Provision und Nebenkosten offen erklärt, inklusive der gesetzlichen Aufteilung.
  • Mindestens drei echte, nachprüfbare Bewertungen mit Anlass und Vornamen.
  • Eine ehrliche Aussage, welche Objekte du NICHT machst (etwa Gewerbe oder Objekte außerhalb deines Gebiets).

Regionale Sichtbarkeit: die Arbeit, die niemand abkürzen kann

Ortsseiten funktionieren, aber nur mit echtem Inhalt.

Immobiliengeschäft ist Ortsgeschäft. Niemand sucht "Immobilienmakler" ohne Ortsbezug, gesucht wird "Haus verkaufen Ettlingen" oder "Immobilienmakler Karlsruhe Südstadt". Genau deshalb sind eigene Seiten pro Ort oder Stadtteil sinnvoll. Der Fehler dabei ist berüchtigt: Man baut dieselbe Seite fünfzigmal und tauscht nur den Ortsnamen aus. Suchmaschinen erkennen das seit Jahren, und Menschen erkennen es sofort, weil ihnen nichts über ihren Ort erzählt wird.

Eine Ortsseite, die trägt, enthält Dinge, die nur du wissen kannst. Welche Baujahre dominieren, wie sich die Nachfrage in den letzten Jahren verändert hat, welche Straßenzüge welche Preisniveaus haben, wie lange Objekte dort im Schnitt am Markt sind, welche Besonderheiten es gibt (Erbbaurecht, Sanierungsgebiet, Milieuschutz, Denkmalschutz). Dazu deine eigenen Abschlüsse in diesem Ort. Das dauert pro Seite ein bis zwei Stunden Arbeit, und deshalb solltest du lieber fünf gute Ortsseiten haben als vierzig leere.

Der zweite Hebel ist dein Google-Unternehmensprofil. Für lokale Suchanfragen ist es häufig sichtbarer als die Website selbst: vollständige Kategorien, korrekte Öffnungszeiten, echte Fotos und vor allem beantwortete Bewertungen. Website und Profil müssen dieselben Angaben führen, identisch geschrieben. Kleinigkeit, oft schlampig gemacht.

Der dritte Hebel sind Inhalte, die nichts mit deinen Objekten zu tun haben. Ein Artikel darüber, welche Unterlagen man für einen Verkauf im Erbfall braucht, wird von Menschen gelesen, die noch keinen Makler haben. Solche Texte bringen keine Anfragen am selben Tag. Sie bringen dir Kontakte in dem Moment, in dem jemand sich entscheidet, und das ist der Moment, der zählt.

  • Erst der Hauptort, dann höchstens fünf weitere Orte oder Stadtteile im ersten Jahr.
  • Jede Ortsseite mit eigenen Zahlen, eigenen Beispielen, eigenen Fotos.
  • Google-Unternehmensprofil vollständig ausfüllen und Bewertungen innerhalb einer Woche beantworten.
  • Firmenname, Adresse und Telefonnummer überall identisch schreiben.
  • Zwei bis vier Ratgebertexte pro Jahr, die eine echte Verkäuferfrage beantworten, reichen völlig aus.

Technik, Datenschutz und Pflichtangaben

Der unspektakuläre Teil, der dir Ärger erspart.

Makler-Websites verarbeiten sensible Daten: Objektadressen, Namen von Eigentümern, Finanzierungsangaben von Interessenten, manchmal Bonitätsunterlagen. Das macht die Datenschutzfrage konkreter als bei einer normalen Firmenseite. Bewertungsrechner, Kartendienste, Terminbuchungen und Schriftarten liegen häufig auf Servern außerhalb der EU. Jedes davon muss entweder ohne Datenweitergabe eingebunden werden oder erst nach einer echten Einwilligung laden.

Praktisch heißt das: Schriftarten lokal ausliefern statt von einem fremden Server nachladen, Karten erst nach Klick einbinden, Bewertungstools nach Serverstandort und Auftragsverarbeitungsvertrag auswählen. Das ist keine Kür, sondern schlicht das, was Aufsichtsbehörden erwarten. Bei Pixylmedia gehört das zum Standard, unabhängig von der Branche, weil es später niemand mehr nachrüsten will.

Dazu kommen die branchenspezifischen Pflichtangaben. Das Gebäudeenergiegesetz verlangt in kommerziellen Immobilienanzeigen bestimmte Angaben aus dem Energieausweis, wenn er vorliegt (Art des Ausweises, Energiebedarf oder Energieverbrauch, wesentlicher Energieträger, Baujahr, Energieeffizienzklasse). Diese Angaben gehören auf jede Objektseite, nicht nur ins Portal. Außerdem gilt: Der Maklervertrag für den Verkauf von Wohnungen und Einfamilienhäusern an Verbraucher bedarf der Textform. Wenn deine Website Formulare enthält, die einer Beauftragung nahekommen, lass die Formulierungen einmal anwaltlich prüfen. Dieser Artikel ersetzt keine Rechtsberatung, und bei Maklerrecht lohnt sich der Blick eines Fachanwalts.

Was das kostet und in welcher Reihenfolge du baust

Nicht alles auf einmal. Die Reihenfolge entscheidet über die Wirkung.

Die Preisspannen für Makler-Websites gehen weit auseinander, weil die Bandbreite an Funktionen groß ist. Als Erfahrungswert aus dem deutschsprachigen Markt: Eine solide Seite ohne Objektanbindung und ohne Bewertungsrechner liegt bei individuell arbeitenden Anbietern meist zwischen 2.000 und 5.000 Euro. Kommt eine Schnittstelle zur Maklersoftware dazu, liegen die Angebote in der Praxis meist zwischen 4.000 und 9.000 Euro. Mit eigener Bewertungsstrecke, mehreren Ortsseiten und Anbindung an ein CRM landest du regelmäßig im fünfstelligen Bereich. Fertige Branchenpakete gibt es deutlich günstiger, oft als Monatsmiete, dafür mit Vorlagen und meist ohne Eigentum am Ergebnis.

Wichtiger als die absolute Zahl ist die Reihenfolge. Wer alles gleichzeitig baut, zahlt viel und misst nichts. Für die meisten Makler mit ein bis fünf Mitarbeitern ist Stufe 1 in zwei bis drei Wochen machbar, Stufe 2 gehört ins erste halbe Jahr, Stufe 3 lohnt nur, wenn Stufe 2 messbar Kontakte bringt.

StufeWas darin enthalten istPreisspanne (Erfahrungswert)Für wen das reicht
Stufe 1: FundamentStartseite mit Trennung Verkäufer/Käufer, Verkaufsseite mit Ablauf und Provision, Über-uns mit echten Fotos, Referenzliste verkaufter Objekte, Kontakt, Rechtstexteetwa 2.000 bis 4.500 Euro einmaligEinzelmakler, Neugründer, jeder der bisher nur eine Visitenkartenseite hat
Stufe 2: LeadgewinnungBewertungsstrecke oder Terminbuchung, Unterlagen-Checkliste, zwei bis drei Ortsseiten, Anbindung an ein CRM oder die Maklersoftwareetwa 2.000 bis 5.000 Euro zusätzlichMakler, die aktiv Bestand aufbauen wollen und einen Prozess für Nachfassen haben
Stufe 3: Objekte automatischSchnittstelle zur Maklersoftware (OpenImmo), Objektseiten mit eigener Adresse, Suchfilter, Suchauftrag per E-Mailetwa 2.500 bis 6.000 Euro zusätzlich, je nach SystemAb etwa 5 bis 10 gleichzeitigen Objekten oder mehreren Mitarbeitern
Stufe 4: Inhalt und ReichweiteWeitere Ortsseiten, Marktberichte, Ratgeberbereich, Newsletter, laufende Messungmeist 300 bis 900 Euro pro Monat oder EigenleistungNur sinnvoll, wenn jemand die Inhalte dauerhaft pflegt
Laufend: Betrieb und PflegeHosting, Domain, Updates, Sicherheit, kleine Änderungenetwa 20 bis 60 Euro pro Monat Technik, plus Betreuung ab rund 99 Euro pro MonatJeden, der nicht selbst Hand anlegen will

Ein Hinweis zum Vertrag, der in dieser Branche besonders wichtig ist: Objektdaten, Kontaktlisten und die Website selbst müssen dir gehören. Bei Branchenpaketen von Portal- oder Softwareanbietern ist die Website oft Teil eines Abos, und wenn du wechselst, ist sie weg, inklusive Ortsseiten und Ratgebertexten, an denen du zwei Jahre gearbeitet hast. Wie du diese Frage vor Vertragsschluss klärst, steht im Ratgeber dazu, wem die Website gehört. Bei Pixylmedia ist das Teil der Zusage: Website, Domain und Code gehören dem Kunden, ohne Bindung an einen Anbieter.

Fazit: was du diese Woche tun solltest

Der erste Schritt kostet nichts und braucht zwei Stunden.

Die ehrliche Zusammenfassung: Deine Website wird dir kaum Käufer bringen, die kommen weiterhin über die Portale. Sie kann dir aber Verkäufer bringen, früher als jeder Wettbewerber sie sieht. Dafür braucht sie drei Dinge: eine Verkäuferstrecke, die die richtigen Fragen beantwortet, einen Einstieg ohne Telefonpflicht und Beweise, dass du in diesem Ort abschließt. Alles andere ist nachgeordnet.

Genauso ehrlich: Wenn du zwei Objekte im Jahr vermittelst, nebenberuflich arbeitest oder ausschließlich über ein persönliches Netzwerk, brauchst du das alles nicht. Dann reicht eine saubere, schnelle Seite mit Gesicht, Ablauf und Kontakt, gern auch aus einem Baukasten. Eine Bewertungsstrecke ohne Prozess dahinter ist rausgeworfenes Geld, weil eingesammelte Kontakte, die niemand anruft, wertlos sind. Investiere erst dann, wenn du dir sicher bist, dass du jeden eingehenden Kontakt innerhalb eines Tages bearbeitest.

Wenn du in der Gruppe bist, für die sich der Aufbau lohnt, dann geh in dieser Reihenfolge vor. Der erste Punkt kostet dich nichts und zeigt dir schon, wie groß die Lücke ist.

  1. Öffne deine Startseite auf dem Handy und lies nur den sichtbaren Bereich. Notiere, was ein Verkäufer daraus erfährt. Meistens: nichts.
  2. Schreib auf, wie viele Verkaufsaufträge du im letzten Jahr hattest und über welchen Kanal sie kamen. Ohne diese Zahl kannst du kein Budget begründen.
  3. Bau als Erstes die Verkaufsseite: Ablauf in Schritten, Provision mit Beispielrechnung, drei echte Abschlüsse aus deinem Ort, dein Foto und deine Telefonzeiten.
  4. Erst wenn diese Seite steht und du einen Prozess für eingehende Kontakte hast, investiere in eine Bewertungsstrecke.
  5. Setz dir vor dem Start ein Ziel mit Zahl und Datum, zum Beispiel: in sechs Monaten drei Verkäufer-Erstgespräche pro Monat über die Website. Ohne das kannst du hinterher nicht sagen, ob sich die Investition gelohnt hat.

Und wenn du Angebote einholst, frag drei Dinge: Bekommen Objekte eigene, dauerhafte Adressen. Wem gehört die Seite nach dem Projekt. Was kostet eine zusätzliche Ortsseite später. An den Antworten erkennst du schneller, mit wem du es zu tun hast, als an jedem Portfolio.

Häufige Fragen

Was kostet eine Website für Immobilienmakler?
Eine solide Makler-Website ohne Objektanbindung und ohne Bewertungsrechner kostet bei individuell arbeitenden Anbietern meist 2.000 bis 5.000 Euro, mit Schnittstelle zur Maklersoftware eher 4.000 bis 9.000 Euro. Das sind Erfahrungswerte aus dem deutschsprachigen Markt. Bei Pixylmedia startet eine Website zum Festpreis ab 2.000 Euro, die Pro-Variante liegt bei 4.500 Euro. Dazu kommen Technikkosten von etwa 20 bis 60 Euro pro Monat.
Brauche ich eine Schnittstelle zu meiner Maklersoftware?
Eine Schnittstelle lohnt sich nach Erfahrungswerten ab etwa fünf bis zehn gleichzeitigen Objekten oder sobald mehrere Mitarbeiter pflegen. Darunter reicht manuelle Pflege, die pro Objekt rund 20 bis 40 Minuten kostet. Gängige Systeme wie onOffice, FlowFact oder Propstack liefern die Daten im XML-Format OpenImmo. Wichtig ist nur, dass jedes Objekt danach eine eigene, dauerhafte Adresse auf deiner Website bekommt.
Lohnt sich ein Bewertungstool auf der Makler-Website?
Ein Bewertungstool lohnt sich, wenn du jeden eingehenden Kontakt innerhalb eines Tages bearbeitest. Es erreicht Eigentümer Monate vor dem Verkauf, weil es kein Gespräch verlangt. Als Erfahrungswert liegen die einmaligen Kosten bei etwa 800 bis 3.000 Euro oder einer monatlichen Lizenz. Ohne Prozess für Nachfassen ist das Geld verloren, denn eingesammelte Kontakte, die niemand anruft, bringen dir keinen Auftrag.
Wie lange dauert es, bis eine neue Makler-Website Anfragen bringt?
Erste Anfragen über Direktzugriffe und Empfehlungen kommen oft schon in den ersten Wochen. Organische Sichtbarkeit über Ortsseiten und Ratgebertexte braucht als Erfahrungswert eher drei bis neun Monate, weil solche Inhalte erst gefunden werden müssen. Setz dir deshalb ein Ziel mit Zahl und Datum, etwa drei Verkäufer-Erstgespräche pro Monat nach sechs Monaten. Der Bau selbst dauert bei Pixylmedia 14 Tage.
Muss ich die Energieausweis-Angaben auf meiner eigenen Website nennen?
Ja, das Gebäudeenergiegesetz verlangt in kommerziellen Immobilienanzeigen bestimmte Angaben aus dem Energieausweis, wenn er vorliegt: Art des Ausweises, Energiebedarf oder Energieverbrauch, wesentlicher Energieträger, Baujahr und Energieeffizienzklasse. Das gilt für deine eigenen Objektseiten genauso wie für Portalanzeigen. Prüf außerdem, ob Formulare auf deiner Seite einer Beauftragung nahekommen, denn Maklerverträge mit Verbrauchern brauchen Textform. Rechtsberatung ersetzt das nicht.

Genug gesehen?

Festpreis. Zwei Wochen. Direkt mit dem Macher. Kein Vorgespräch-Marathon, keine Newsletter-Falle.