Website und Google Ads: Warum die Landingpage über den Erfolg entscheidet
Du kannst die beste Anzeige im Konto haben: Wenn die Seite dahinter das Versprechen nicht einlöst, zahlst du für Besucher, die nach vier Sekunden wieder weg sind. Google berechnet den Klick sofort, alles danach ist deine Sache. Genau dort entscheidet sich, ob aus 500 Euro Monatsbudget fünf Anfragen werden oder fünfzehn. Dieser Artikel zeigt dir, was Message Match wirklich bedeutet, warum eine Ads-Landingpage anders gebaut ist als deine Startseite, welche Elemente draufgehören, wie die Seite deinen Klickpreis mitbestimmt und wann du das Geld besser gar nicht in Anzeigen steckst.
- 12 Min.
- Juli 2026
- 9
Google Ads verkauft Klicks, keine Kunden
Warum das Geld nicht in der Anzeige verbrennt, sondern in den drei Sekunden danach.
Der Denkfehler steckt schon im Wort Werbebudget. Viele planen es so, als würde man Anfragen kaufen. Gekauft wird aber nur der Klick, und der ist in dem Moment bezahlt, in dem jemand auf deine Anzeige tippt. Ob dieser Mensch dann anruft, ein Formular ausfüllt oder zurück zu den Suchergebnissen springt, hat mit Google nichts mehr zu tun. Das entscheidet die Seite, auf der er landet. Wer nur an Anzeigen schraubt und die Seite nie anfasst, dreht an der falschen Stelle.
Rechne es einmal mit realistischen Annahmen durch. Nimm 500 Euro Monatsbudget und einen Klickpreis von 2 Euro, dann kaufst du rund 250 Besucher. In der Praxis liegen die Conversion-Raten von Landingpages im Dienstleistungsbereich meist irgendwo zwischen 1 und 10 Prozent, je nach Angebot, Preisklasse und Dringlichkeit. Bei 2 Prozent bekommst du 5 Anfragen zu je 100 Euro, bei 6 Prozent sind es 15 Anfragen zu je rund 33 Euro. Gleiche Anzeige, gleiches Budget, gleicher Suchbegriff. Der einzige Unterschied ist die Seite.
Das ist keine Statistik, sondern Arithmetik. Gebote um zehn Prozent senken spart dir zehn Prozent. Die Seite von zwei auf sechs Prozent bringen verdreifacht dein Ergebnis. Trotzdem geht bei den meisten kleinen Konten das ganze Geld in Klicks, die auf einer Startseite landen, die für ganz andere Zwecke gebaut wurde.
Message Match: die Anzeige stellt eine Rechnung, die Seite muss sie bezahlen
Der Besucher hat beim Klick eine Erwartung im Kopf. Deine Aufgabe ist, sie in einer Sekunde zu bestätigen.
Message Match beschreibt etwas Einfaches: Was in der Anzeige steht, muss oben auf der Seite wiederkommen. Nicht sinngemäß, sondern erkennbar, am besten mit demselben Wort. Jemand sucht "Elektriker Notdienst Karlsruhe", klickt auf eine Anzeige mit genau diesem Text und landet auf einer Seite mit der Überschrift "Willkommen bei Mustermann Elektrotechnik". In diesem Moment muss er selbst prüfen, ob er richtig ist. Bei einem Notdienst hat er dafür keine Geduld.
Menschen scannen eine neue Seite zuerst nach Bestätigung, nicht nach Information. Findet das Auge dieses Signal nicht sofort, ist der Zurück-Button die bequemste Option, denn fünf Alternativen stehen einen Klick entfernt. Die wichtigste Zeile deiner Landingpage ist deshalb keine kreative Headline, sondern die Wiederholung dessen, was der Besucher gerade gesucht hat.
| Suchbegriff des Nutzers | Was die Anzeige verspricht | Was die Seite oben zeigen muss | Typischer Fehler in der Praxis |
|---|---|---|---|
| elektriker notdienst karlsruhe | In 60 Minuten vor Ort, 24 Stunden erreichbar | Ort, Notdienst, Telefonnummer als Button | Startseite mit Slogan, Nummer nur im Footer |
| steuerberater kleinunternehmer kosten | Festpreis ab 89 Euro im Monat | Genau dieser Preis, was enthalten ist und was nicht | Preis fehlt, stattdessen "individuelles Angebot" |
| zahnarzt implantat beratung köln | Kostenloses Beratungsgespräch, online buchbar | Buchungskalender, Ort, Ablauf der Beratung | Formular ohne Kalender, Antwort "binnen 3 Tagen" |
| website erstellen lassen festpreis | Festpreis vor Start, Launch in 14 Tagen | Preisspanne, Ablauf mit Terminen, Referenzen | Text über Design-Philosophie, Preis erst auf Anfrage |
| büroreinigung münchen angebot | Angebot in 24 Stunden, keine 12-Monats-Bindung | Kurzes Formular, Reaktionszeit, Vertragslaufzeit | Formular mit 14 Pflichtfeldern, Laufzeit unerwähnt |
Message Match hört nicht bei der Überschrift auf. Nennt die Anzeige einen Preis, muss der Preis auf der Seite stehen. Verspricht sie eine Frist, muss die Frist dort stehen. Sagt sie "kostenloses Erstgespräch", darf das Formular nicht "Angebot anfordern" heißen. Jede Abweichung erzeugt einen kleinen Zweifel, und Zweifel sind bei bezahltem Traffic teuer, weil du für jeden Zweifler bereits bezahlt hast.
Was eine Ads-Landingpage anders macht als deine Startseite
Beide sehen aus wie eine Website. Ihre Aufgabe ist grundverschieden.
Eine Startseite ist ein Verteiler. Sie bedient Leute, die deinen Firmennamen googeln oder über eine Empfehlung kommen. Diese Menschen haben unterschiedliche Absichten, also braucht die Startseite Wege in alle Richtungen.
Bei bezahltem Traffic kennst du die Absicht, denn du hast den Suchbegriff selbst ausgewählt. Jeder zusätzliche Link ist damit ein Ausgang, durch den der Besucher verschwindet, bevor er das Formular gesehen hat. Deshalb hat eine Ads-Landingpage im Normalfall keine Navigation, keinen Blog-Link und keine Social-Icons. Das sieht im ersten Entwurf nach weniger aus, ist aber kein Weglassen, sondern Fokus.
| Merkmal | Startseite | Ads-Landingpage | Warum der Unterschied |
|---|---|---|---|
| Zielgruppe | Alle, die dich suchen oder finden | Nur Klicks auf eine Anzeigengruppe | Bei Ads kennst du die Suchabsicht vorher |
| Navigation | Volles Menü mit Unterseiten | Keine oder nur Sprungmarken | Jeder Ausgang kostet einen bezahlten Besucher |
| Handlungsaufrufe | Mehrere, je nach Interesse | Genau einer, mehrfach wiederholt | Zwei Ziele halbieren die Aufmerksamkeit |
| Überschrift | Positionierung der Firma | Wortgleiche Aufnahme des Suchbegriffs | Der Besucher prüft in Sekunden, ob er richtig ist |
| Vertrauensbeweise | Über die Website verteilt | Direkt neben dem Handlungsaufruf | Der Zweifel entsteht kurz vor dem Absenden |
| Erfolgsmessung | Anfragen insgesamt, Sichtbarkeit | Conversion-Rate und Kosten pro Anfrage | Bei Ads lässt sich jeder Euro zuordnen |
Daraus folgt eine Regel, die viele überrascht: Wer drei sehr unterschiedliche Leistungen bewirbt, braucht meist drei Landingpages, nicht eine mit drei Abschnitten. Das klingt nach viel Arbeit, ist es aber nur beim ersten Mal, weil Aufbau, Formular und Tracking danach stehen.
Die Elemente einer Ads-Landingpage, sortiert nach Wichtigkeit
Was oben stehen muss, was unten reicht und was du weglassen kannst.
Eine Landingpage ist kein Baukasten aus Modulen, sondern eine Argumentationskette. Sie beantwortet der Reihe nach die Fragen im Kopf des Besuchers: Bin ich richtig hier? Was bekomme ich genau? Kann ich denen trauen? Was kostet es? Jede offene Frage wird zum Absprung.
| Element | Aufgabe | Woran du merkst, dass es fehlt | Priorität |
|---|---|---|---|
| Überschrift mit Suchbegriff | Bestätigt in einer Sekunde, dass der Besucher richtig ist | Absprünge schon nach wenigen Sekunden | Unverzichtbar |
| Konkreter Nutzensatz darunter | Sagt ohne Floskeln, was der Besucher davon hat | Besucher scrollen weit, fragen aber nie an | Unverzichtbar |
| Handlungsaufruf im ersten Bildschirm | Anruf, Termin oder Formular ohne Scrollen erreichbar | Anfragen nur von Leuten, die alles gelesen haben | Unverzichtbar |
| Kurzes Formular oder Klick-to-Call | Macht den nächsten Schritt so leicht wie möglich | Formular wird begonnen und abgebrochen | Unverzichtbar |
| Preis oder Preisspanne | Filtert unpassende Anfragen, schafft Vertrauen | Viele Anfragen, kaum Aufträge, viel Beratung umsonst | Sehr hoch |
| Ablauf in drei bis vier Schritten | Nimmt die Angst vor dem Unbekannten | Rückfragen wie "und wie geht es dann weiter?" | Hoch |
| Bewertungen und Referenzen | Belegt, dass andere das schon gemacht haben | Besucher vergleichen lange und kaufen woanders | Hoch |
| Antwort auf die häufigsten Einwände | Räumt Zweifel aus, bevor sie zum Abbruch führen | Immer dieselben Fragen im ersten Telefonat | Hoch |
| Datenschutzhinweis am Formular | Rechtlich nötig und senkt die Hemmschwelle | Abbruch genau beim Absende-Button | Pflicht |
| Impressum und Datenschutz verlinkt | Pflichtangaben müssen erreichbar sein | Abmahnrisiko, und Google kann Anzeigen ablehnen | Pflicht |
Über zwei Zeilen lohnt es sich, länger nachzudenken. Die erste ist der Preis. Viele lassen ihn weg, aus Angst, Anfragen zu verlieren. Du verlierst tatsächlich welche, aber vor allem die, die dein Angebot ohnehin nicht bezahlen wollen und dich später Stunden am Telefon kosten.
Die zweite ist das Formular. Jedes Pflichtfeld kostet dich Abschlüsse. Frag nur, was du zum ersten Antworten brauchst: Name, Kontaktweg, ein Satz zum Anliegen. Alles andere klärst du im Gespräch. Schreib daneben, was nach dem Absenden passiert und wann eine Antwort kommt. Wie Formulare aussehen, die tatsächlich abgeschickt werden, steht im Ratgeber zum Kontaktformular.
Die Seite bestimmt mit, was der Klick kostet
Qualitätsfaktor und Ladezeit: der technische Teil, der direkt aufs Budget durchschlägt.
Google bewertet jedes Keyword mit einem Qualitätsfaktor von 1 bis 10. Er setzt sich aus der erwarteten Klickrate, der Anzeigenrelevanz und der Nutzererfahrung auf der Zielseite zusammen. Der dritte Punkt liegt komplett in deiner Hand und wird trotzdem am häufigsten ignoriert. Google schaut dabei, ob die Seite liefert, was die Anzeige verspricht, ob sie sich schnell bedienen lässt und ob transparent ist, wer dahintersteckt.
Praktisch heißt das: Zwei Werbetreibende können auf dasselbe Keyword bieten und unterschiedlich viel zahlen. Wer die relevantere Zielseite hat, kommt meist mit einem niedrigeren Gebot auf dieselbe Position. Eine schwache Landingpage kostet dich also doppelt.
Dazu kommt die Ladezeit, und die ist bei Anzeigen härter als bei organischem Traffic. Wer ein Suchergebnis anklickt, wartet eher, weil er sich bewusst entschieden hat. Wer eine Anzeige antippt, ist im Scan-Modus und hat vier Alternativen direkt darunter. In der Praxis sollte eine Landingpage auf dem Handy im Mobilfunknetz in unter zwei Sekunden nutzbar sein. Das schafft kein überladenes Template, das vor dem ersten Inhalt ein Video, drei Schriftarten und ein Slider-Skript lädt.
- Bilder komprimiert und in modernen Formaten, nicht das 4-MB-Foto direkt aus der Kamera.
- Schriften lokal eingebunden statt über ein externes Netzwerk. Das spart einen Verbindungsaufbau und löst gleichzeitig ein Datenschutzproblem.
- Keine Skripte, die vor dem ersten sichtbaren Inhalt laufen müssen. Tracking wird nachgeladen.
- Der Handlungsaufruf ist auf dem Handy mit dem Daumen erreichbar, nicht erst nach dreimal Scrollen.
- Telefonnummer als klickbarer Link, damit ein Tippen den Anruf startet.
- Formularfelder mit den richtigen Eingabetypen, damit die passende Tastatur erscheint.
Der Mobilanteil ist bei Suchanzeigen besonders bei allem Dringenden hoch: Notdienste, Handwerk, Gastronomie, Termine. Zeigt deine Seite auf dem Handy erst nach drei Sekunden etwas Sinnvolles, ist ein Teil des Budgets weg, bevor jemand dein Angebot gesehen hat. Bei Pixylmedia ist ein Lighthouse-Wert von 95 und mehr Standard, weil Geschwindigkeit bei bezahltem Traffic direkt in Geld umrechenbar ist.
Ohne Messung ist alles Bauchgefühl
Conversion-Tracking, Einwilligung und die Frage, welche Zahl du wirklich brauchst.
Die wichtigste Zahl im Ads-Konto ist nicht die Klickrate und nicht der Klickpreis, sondern die Kosten pro Anfrage und, wenn möglich, pro tatsächlichem Auftrag. Ohne Conversion-Tracking siehst du nur, dass Geld abfließt und Besucher kommen. Du kannst dann nicht entscheiden, welches Keyword du hochfährst und welches du abschaltest. Genau deshalb sind viele Konten nach Monaten immer noch im Blindflug.
Technisch ist das überschaubar: ein Conversion-Tag auf der Danke-Seite, ein Klick-Ereignis auf der Telefonnummer, bei Bedarf eines für einen gebuchten Termin. Wichtig ist, dass die Danke-Seite eine echte eigene URL hat und nicht nur eine eingeblendete Meldung.
In Deutschland kommt der rechtliche Teil dazu, und der ist nicht optional. Werbe- und Analyse-Cookies dürfen erst nach aktiver Einwilligung gesetzt werden, das regelt das TDDDG zusammen mit der DSGVO. Du brauchst also ein Banner mit echter Wahlfreiheit, und dein Tracking startet erst danach. Google verlangt von Werbetreibenden im Europäischen Wirtschaftsraum seit 2024 zusätzlich den Consent Mode v2, damit Messfunktionen weiter funktionieren. Wie ein Banner aussieht, das sauber und trotzdem nicht nervig ist, steht im Ratgeber zum Cookie-Banner.
Noch eine Warnung zu automatischen Gebotsstrategien: Sie lernen aus deinen Conversion-Daten. Sind die Daten falsch, optimiert Google zuverlässig auf das falsche Ziel. Automatisierung verstärkt, was du ihr fütterst. Sauberes Tracking ist deshalb keine Fleißaufgabe, sondern die Voraussetzung dafür, dass die Automatik in deine Richtung arbeitet.
Wie viel darf die Seite kosten?
Eine ehrliche Aufteilung zwischen Seite und Klickbudget.
Die Frage kommt in fast jedem Gespräch: eigene Seite oder lieber alles in Klicks? Das hängt davon ab, wie lange du wirbst und was ein Auftrag bei dir wert ist. Die Seite ist eine einmalige Investition, das Klickbudget läuft jeden Monat weiter. Die folgende Tabelle ist ein Erfahrungswert aus Projekten, keine Marktstatistik.
| Monatliches Klickbudget | Sinnvolle Investition in die Seite | Was dafür realistisch drin ist | Ab wann es sich ungefähr rechnet |
|---|---|---|---|
| unter 300 Euro | 0 bis 500 Euro | Bestehende Seite aufräumen, Formular kürzen, Tracking einrichten | Sofort, weil es fast nur Zeit kostet |
| 300 bis 800 Euro | 1.000 bis 2.500 Euro | Eine echte Landingpage mit Text, Formular und Tracking | Nach etwa 3 bis 6 Monaten Laufzeit |
| 800 bis 2.000 Euro | 2.500 bis 4.500 Euro | Zwei bis drei Seiten für verschiedene Angebote oder Städte | Nach etwa 2 bis 4 Monaten |
| 2.000 bis 5.000 Euro | 4.500 bis 8.000 Euro | Seitenfamilie mit Varianten, sauberes Tracking, laufende Pflege | Meist im ersten Quartal |
| über 5.000 Euro | individuell | Eigene Seiten je Kampagne, strukturierte Tests, monatliche Auswertung | Hier ist die Seite der günstigste Posten |
Die erste Zeile ist die ehrlichste. Wer 200 Euro im Monat in Anzeigen steckt, kann eine neu gebaute Landingpage für 3.000 Euro schwer begründen. Dann räum die vorhandene Seite auf: Überschrift auf den Suchbegriff anpassen, Formular auf drei Felder kürzen, Telefonnummer nach oben, Preisrahmen ergänzen, Tracking einrichten. Das sind oft ein bis zwei Arbeitstage und bringt bei kleinem Budget mehr als jede Neuentwicklung.
Umgekehrt wird die Seite ab einem gewissen Budget zum billigsten Teil der Rechnung. Wer 3.000 Euro im Monat für Klicks ausgibt, zahlt im Jahr 36.000 Euro. Eine Seite für 4.500 Euro, die die Anfragequote hebt, ist dann keine Ausgabe, sondern die günstigste Maßnahme im Kanal. Wichtig ist nur, dass der Preis vorher feststeht. Wie du Angebote sauber nebeneinanderlegst, steht im Ratgeber zum Angebotsvergleich.
Zur Einordnung: Klickpreise liegen im deutschsprachigen Raum je nach Branche erfahrungsgemäß meist zwischen 0,50 und 8 Euro, in umkämpften Feldern wie Rechtsberatung oder Sanierung auch deutlich darüber. Das ist eine grobe Orientierung, keine Prognose für dein Konto. Verlässliche Zahlen liefert erst ein Testlauf mit sauberer Messung, und dafür brauchst du die Seite vorher.
Wann Google Ads für dich die falsche Antwort ist
Es gibt Fälle, in denen bezahlter Traffic nichts löst, sondern nur teurer wird.
Google Ads ist kein Wachstumsknopf, sondern ein Verstärker. Ein klares Angebot mit einer klaren Seite wird durch Anzeigen schneller sichtbar. Ein unklares Angebot wird durch Anzeigen nur schneller teuer. Diese Unterscheidung fehlt in fast jedem Verkaufsgespräch über Ads.
- Dein Angebot ist noch nicht klar. Wenn du selbst nicht in zwei Sätzen sagen kannst, für wen du was zu welchem Preis machst, rettet das keine Anzeige.
- Dein Deckungsbeitrag ist zu klein. Bringt ein Auftrag 80 Euro und kostet eine Anfrage 60 Euro, muss die Abschlussquote nahezu perfekt sein.
- Es gibt kaum Suchvolumen. Bei sehr erklärungsbedürftigen oder brandneuen Angeboten sucht schlicht niemand danach.
- Du kannst zusätzliche Anfragen gerade nicht bedienen. Volle Auftragsbücher und Anzeigen erzeugen nur unbeantwortete Nachrichten.
- Du willst werben, ohne zu messen. Ohne Tracking ist das kein Marketingkanal, sondern eine monatliche Spende.
- Dein Budget reicht nicht für einen echten Testlauf. Unter etwa 200 bis 300 Euro im Monat kommen in vielen Branchen zu wenige Klicks zusammen, um etwas zu erkennen.
Und etwas, das ich als jemand, der Websites baut, ungern sage: Nicht jedes Projekt braucht eine individuell gebaute Seite. Für ein Hobbyprojekt, eine einmalige Veranstaltung oder einen ersten Test, ob überhaupt jemand nach deinem Angebot sucht, reicht eine sauber ausgefüllte Baukasten-Seite völlig. Achte nur darauf, dass Ladezeit und Tracking stimmen und dass du sie später mitnehmen kannst. Wenn daraus etwas wird und du regelmäßig vierstellig für Klicks zahlst, rechnet sich handwerkliche Arbeit an der Seite.
Und Anzeigen ersetzen keine organische Sichtbarkeit. Sie sind sofort da und sofort weg, wenn das Budget stoppt. Eine gut aufgebaute Website arbeitet langsamer, dafür dauerhaft. Am besten funktioniert die Kombination: Ads für dringende Suchanfragen mit klarer Kaufabsicht, die Website für alles, was Zeit braucht.
Fazit: erst die Seite, dann das Budget
Was du konkret tun solltest, in der Reihenfolge, die sich bewährt hat.
Der Kern lässt sich in einem Satz sagen: Die Anzeige stellt eine Rechnung, und die Seite muss sie einlösen. Alles andere folgt daraus. Message Match, wenige Ausgänge, ein einziger Handlungsaufruf, ein kurzes Formular, ein sichtbarer Preisrahmen, schnelle Ladezeit und sauberes Tracking sind keine Details für Fortgeschrittene, sondern die Grundausstattung. Ohne sie kaufst du Besucher, die du nicht bedienen kannst.
Wenn du starten oder ein bestehendes Konto reparieren willst, ist das die Reihenfolge, die sich in der Praxis bewährt hat.
- Schreib auf, welchen Auftrag du gewinnen willst und was er dir wert ist. Ohne diese Zahl kannst du später nichts beurteilen.
- Formulier drei bis fünf Suchbegriffe, die jemand mit genau diesem Bedarf eingeben würde. Kein Branchenjargon, sondern das, was Kunden wirklich tippen.
- Prüf deine bestehende Seite gegen die Element-Tabelle in diesem Artikel. Meist fehlen Preisrahmen, Handlungsaufruf oben und ein kurzes Formular.
- Richte Conversion-Tracking und die Einwilligungslösung ein, bevor der erste Euro fließt. Rückwirkend gibt es keine Daten.
- Bau die Zielseite so, dass die Überschrift den Suchbegriff aufnimmt und der Handlungsaufruf ohne Scrollen sichtbar ist.
- Starte klein und eindeutig: eine Anzeigengruppe, eine Seite, ein Ziel. Vier bis sechs Wochen laufen lassen, dann bewerten.
- Erst danach skalieren. Mehr Budget auf eine Seite, die nicht konvertiert, macht das Problem nur teurer.
Wenn du nur eine Sache aus diesem Artikel umsetzt, dann diese: Öffne deine Anzeige auf dem Handy, klick drauf und stopp die Zeit, bis du auf der Seite den Satz aus der Anzeige wiederfindest. Dauert das länger als zwei Sekunden oder findest du ihn gar nicht, hast du deinen größten Hebel gefunden. Der liegt nicht im Ads-Konto, sondern auf deiner Website.
Häufige Fragen
- Brauche ich für Google Ads eine eigene Landingpage oder reicht meine Startseite?
- Eine eigene Landingpage bringt bei bezahltem Traffic fast immer mehr Anfragen als die Startseite. Die Startseite ist ein Verteiler mit Menü, Blog und vielen Ausgängen, die Landingpage hat ein Ziel und nimmt den Suchbegriff aus der Anzeige wortgleich auf. Bei kleinem Budget unter 300 Euro im Monat reicht es oft, die bestehende Seite aufzuräumen.
- Was kostet eine Landingpage für Google Ads?
- Eine Landingpage für Google Ads kostet erfahrungsgemäß zwischen 1.000 und 8.000 Euro, je nach Umfang, Textarbeit und Anzahl der Varianten. Als Faustregel aus Projekten gilt: Je höher dein monatliches Klickbudget, desto mehr darf die Seite kosten. Bei Pixylmedia startet eine Website zum Festpreis ab 2.000 Euro, die Pro-Variante bei 4.500 Euro, der Preis steht vor Projektstart fest.
- Wie viel Budget brauche ich mindestens für Google Ads?
- Unter etwa 200 bis 300 Euro im Monat kommen in vielen Branchen zu wenige Klicks zusammen, um überhaupt etwas zu erkennen. Bei einem Klickpreis von 2 Euro sind 500 Euro Budget rund 250 Besucher, aus denen erfahrungsgemäß 1 bis 10 Prozent eine Anfrage werden. Plane mindestens vier bis sechs Wochen Laufzeit ein, bevor du bewertest.
- Warum bekomme ich Klicks über Google Ads, aber keine Anfragen?
- Meistens liegt es an der Seite hinter der Anzeige, nicht an der Anzeige selbst. Typische Ursachen: Die Überschrift wiederholt den Suchbegriff nicht, der Handlungsaufruf ist erst nach mehrmaligem Scrollen sichtbar, das Formular hat zu viele Pflichtfelder oder der Preis fehlt komplett. Prüf zuerst auf dem Handy, ob du den Satz aus der Anzeige in zwei Sekunden wiederfindest.
- Brauche ich für Google Ads ein Cookie-Banner und Conversion-Tracking?
- Ja, beides. Werbe- und Analyse-Cookies dürfen in Deutschland erst nach aktiver Einwilligung gesetzt werden, das regeln TDDDG und DSGVO. Google verlangt im Europäischen Wirtschaftsraum zusätzlich den Consent Mode v2. Ohne Conversion-Tracking siehst du nur Klicks und Kosten, aber nicht, welcher Suchbegriff eine Anfrage gebracht hat. Richte beides ein, bevor der erste Euro fließt.
Genug gesehen?
Festpreis. Zwei Wochen. Direkt mit dem Macher. Kein Vorgespräch-Marathon, keine Newsletter-Falle.