Webdesign-Pakete: Was in Basic, Pro und Custom gehört
Fast jeder Webdesigner arbeitet mit Paketen: Basic, Pro, Premium, manchmal noch ein "Individuell" ganz rechts in der Tabelle. Von außen sieht das aus wie ein Handytarif, und genau das ist das Problem. Die Namen sagen nichts, die Preise sind schwer vergleichbar, und die entscheidende Frage bleibt offen: Was passiert eigentlich, wenn dein Projekt zwischen zwei Spalten liegt? Dieser Artikel erklärt die Logik hinter Paketen, zeigt an einer echten Struktur, welche Leistungen typischerweise in welcher Stufe landen, und gibt dir eine Entscheidungshilfe, mit der du in zehn Minuten weißt, welche Stufe zu deinem Vorhaben passt. Und wann du besser gar kein Paket buchst.
- 12 Min.
- Juli 2026
- 8
Warum es Webdesign-Pakete überhaupt gibt
Pakete sind kein Verkaufstrick, sondern eine Antwort auf ein Kalkulationsproblem.
Eine Website ist ein Projekt ohne natürliche Grenzen. Man kann drei Tage daran arbeiten oder drei Monate, beides ergibt am Ende eine funktionierende Seite. Genau deshalb tun sich beide Seiten schwer: Der Kunde weiß nicht, was er beauftragt, der Dienstleister nicht, was er kalkuliert. Ein Paket schneidet diesen offenen Raum an einer definierten Stelle ab: Bis hierhin ist es drin, ab hier ist es etwas anderes. Das ist der eigentliche Zweck, nicht die Preisstaffel.
Für dich als Auftraggeber hat das drei Vorteile: Du bekommst eine Zahl, bevor jemand zu arbeiten anfängt. Du hast eine Liste, gegen die du am Ende prüfen kannst, ob geliefert wurde. Und du musst nicht jede Kleinigkeit einzeln verhandeln. Der Dienstleister wiederum spielt sich auf wiederkehrende Abläufe ein, statt jedes Projekt neu zu erfinden, und gibt diese Routine über den Preis weiter.
Der Nachteil liegt in derselben Eigenschaft. Ein Paket ist eine Standardisierung, und dein Unternehmen ist kein Standard. Wenn dein Projekt sauber in eine Stufe passt, sparst du Geld. Wenn es zu 80 Prozent in Basic passt und zu 20 Prozent in Pro, entsteht Reibung: Entweder du zahlst die höhere Stufe für Leistungen, die du nicht brauchst, oder du bekommst Nachträge, die den vermeintlichen Festpreis wieder aufweichen. Wie du erkennst, ob ein Angebot diese Grauzone sauber regelt, steht im Ratgeber zum Angebotsvergleich.
Wichtig ist noch eine Unterscheidung: Ein Paket beschreibt den Leistungsumfang, nicht die Bauweise. Es sagt nichts darüber aus, ob am Ende eine individuell gebaute Seite steht oder ein Template mit ausgetauschten Bildern. Zwei Anbieter können identische Pakettabellen haben und trotzdem völlig verschiedene Ergebnisse liefern.
Was typischerweise in Basic, Pro und Individuell steckt
Die drei Stufen im direkten Vergleich, an einer echten Struktur.
Die folgende Tabelle bildet die Struktur ab, mit der Pixylmedia arbeitet: Basic ab 2.000 Euro, Pro bei 4.500 Euro, komplexe Projekte individuell ab 5.000 Euro. Die Zuordnung der Leistungen entspricht weitgehend dem, was du bei seriösen Anbietern im deutschen Markt findest. Nutz sie deshalb weniger als Preisliste und mehr als Prüfraster: Erwähnt ein Angebot eine dieser Zeilen gar nicht, ist das deine erste Rückfrage.
| Leistung | Basic (ab 2.000 EUR) | Pro (4.500 EUR) | Individuell (ab 5.000 EUR) |
|---|---|---|---|
| Seitenumfang | Onepager oder 3 bis 5 Unterseiten | 6 bis 12 Unterseiten, klare Struktur | Offen, inklusive Bereichen mit Logik (Filter, Rechner, Portale) |
| Design | Individuell gebaut, ein Entwurf, zwei Korrekturrunden | Individuell, eigenes Designsystem für Farben, Typo, Komponenten | Designsystem plus Sonderkomponenten je Anwendungsfall |
| Texte | Du lieferst, Feinschliff und Struktur kommen dazu | Textstruktur wird mitentwickelt, Rohtext vom Kunden | Texte je Zielgruppe und Funnel, oft mit externem Texter |
| Bilder | Deine Bilder werden optimiert und zugeschnitten | Bildkonzept, Auswahl, Optimierung, ggf. Stock-Recherche | Fotoshooting oder Illustrationskonzept nach Bedarf |
| Technik | Responsiv, schnell, Lighthouse 95+, Hosting-Setup | Wie Basic plus Content-Pflegeoberfläche, Blog oder News | Wie Pro plus Schnittstellen (CRM, Buchung, Warenwirtschaft) |
| Rechtliches | Impressum und Datenschutz eingebunden, lokale Fonts, kein US-CDN | Wie Basic plus Cookie-Steuerung falls nötig, Formular-Dokumentation | Wie Pro plus Abstimmung mit deinem Datenschutzbeauftragten |
| SEO | Technische Basis: Titel, Beschreibungen, Struktur, Sitemap | Basis plus Keyword-Struktur je Seite, lokale Auffindbarkeit | Inhaltsarchitektur für viele Seiten, Themencluster |
| Zeitrahmen | Launch in 14 Tagen bei vollständigen Inhalten | Meist 3 bis 5 Wochen inklusive Abstimmung | Nach Projektplan, oft 6 bis 12 Wochen |
| Nach dem Launch | 30 Tage Launch-Support inklusive | 30 Tage Launch-Support plus Einweisung fürs Team | Support nach Vereinbarung, meist mit Wartungsvertrag |
| Passt für | Einzelunternehmen, Handwerk, Praxen, klare Leistung | KMU mit mehreren Leistungen, Standorten oder Zielgruppen | Shops, Buchungssysteme, Portale, mehrsprachige Auftritte |
Zwei Dinge fallen an dieser Tabelle auf. Erstens steigt zwischen Basic und Pro nicht die Seitenzahl, sondern die Tiefe der Vorarbeit. Ein Onepager für einen Fliesenleger braucht gute Struktur und saubere Technik. Ein Betrieb mit vier Leistungsbereichen, zwei Standorten und einer Stellenausschreibung braucht davor eine Entscheidung, wer wo landen soll und was er dort liest. Diese Denkarbeit ist der Unterschied.
Zweitens verschiebt sich die Rolle des Kunden. In Basic lieferst du Inhalte und bekommst sie gut verpackt zurück. In Pro wird gemeinsam entschieden, welche Inhalte es überhaupt geben soll. In der individuellen Stufe kommt Technik dazu, die mit anderen Systemen sprechen muss, und damit Abstimmung mit Dritten. Wer das unterschätzt, bucht Pro und wundert sich, warum der Buchungskalender nicht drin ist.
Was in fast keinem Paket enthalten ist
Die Positionen, die später auf der Rechnung stehen, wenn niemand sie vorher benennt.
Ein Paket beschreibt die Bauleistung. Eine Website besteht aber aus mehr, und einige Posten laufen dauerhaft weiter. Seriöse Anbieter nennen sie, auch wenn sie nicht in der eigenen Rechnung landen. Fehlen sie komplett, fehlt nicht die Leistung, sondern die Ehrlichkeit über die Gesamtkosten.
| Posten | Typische Spanne (Erfahrungswert) | Wer zahlt das üblicherweise | Wann es dich wirklich trifft |
|---|---|---|---|
| Domain | ca. 10 bis 40 Euro pro Jahr | Kunde, direkt beim Registrar | Immer. Sollte auf deinen Namen laufen, nicht auf den des Dienstleisters. |
| Hosting | ca. 5 bis 30 Euro pro Monat für normale Firmenseiten | Kunde, laufend | Immer. Bei Shops und viel Traffic deutlich höher. |
| Rechtstexte | ca. 0 bis 300 Euro einmalig, Anwalt deutlich mehr | Kunde | Sobald du gewerblich auftrittst. Der Dienstleister baut sie ein, verantwortet sie aber nicht. |
| Fotos | ca. 300 bis 1.500 Euro für ein halbtägiges Shooting | Kunde | Wenn deine Bilder Handyaufnahmen aus 2019 sind. Der häufigste Qualitätsbremser überhaupt. |
| Texte vom Profi | ca. 80 bis 300 Euro je Seite | Kunde | Wenn du weißt, dass du das Schreiben ewig aufschiebst. |
| Wartung und Updates | ca. 30 bis 150 Euro pro Monat | Kunde, laufend | Ab Tag 31 nach Launch, wenn der inkludierte Support endet. |
| Spätere Erweiterungen | nach Aufwand oder als kleines Zusatzpaket | Kunde | Meist nach 6 bis 18 Monaten, wenn neue Leistungen dazukommen. |
Die Spannen sind Erfahrungswerte aus dem deutschen Markt, keine Statistik, und schwanken je nach Region und Anspruch deutlich. Als Faustregel taugen sie trotzdem: Rechne neben dem Paketpreis mit einem laufenden Betrag im niedrigen dreistelligen Bereich pro Jahr für Domain und Hosting, plus dem, was du für Pflege ausgeben willst.
Am häufigsten unterschätzt werden die Inhalte, und zwar nicht deren Kosten, sondern die Zeit. Ein Projekt, das technisch in zwei Wochen fertig sein könnte, zieht sich über drei Monate, weil die Texte für die vierte Leistungsseite nie kommen. Deshalb steht in guten Angeboten, bis wann du liefern musst. Das ist kein Misstrauen, das ist Terminschutz für beide Seiten.
Welches Paket zu welcher Situation passt
Entscheidung nach Bedarf, nicht nach Budget.
Die übliche Herangehensweise ist: Ich habe X Euro, was bekomme ich dafür? Das führt oft zur falschen Stufe, weil das Budget aus dem Bauch kommt und nicht aus dem Bedarf. Besser ist die umgekehrte Reihenfolge: Was soll die Seite leisten, welche Stufe deckt das ab, passt das Budget dazu? Wenn nicht, kürzt du den Umfang bewusst, statt an der Qualität zu sparen.
| Deine Ausgangslage | Passende Stufe | Begründung | Woran du merkst, dass du falsch liegst |
|---|---|---|---|
| Einzelunternehmer, eine klare Leistung, Kunden kommen über Empfehlung | Basic | Die Seite muss Vertrauen bestätigen, nicht verkaufen. Wenige Seiten reichen. | Du willst schon im ersten Gespräch drei Leistungsbereiche und einen Blog. |
| Handwerksbetrieb mit 5 bis 20 Mitarbeitern, sucht auch Personal | Pro | Leistungen, Referenzen und Stellenanzeigen brauchen eigene Wege durch die Seite. | Du merkst, dass alles auf eine Seite passt und Bewerber dich sowieso über Aushänge finden. |
| Praxis oder Kanzlei mit mehreren Behandlern oder Fachbereichen | Pro | Jeder Bereich braucht eigene Inhalte und eigene Einstiegspunkte aus der Suche. | Es gibt faktisch nur ein Angebot und alle Termine laufen telefonisch. |
| Onlineshop, egal wie klein | Individuell | Produkte, Zahlung, Versand, Rückgabe und Rechtstexte sind ein eigenes Projekt. | Es sind drei Produkte, die du auch per Rechnung und Formular verkaufen könntest. |
| Buchungen, Kalender, Kundenlogin, Schnittstelle zum eigenen System | Individuell | Sobald Daten in beide Richtungen fließen, ist kein Paketumfang mehr definierbar. | Ein fertiges Buchungstool per Link würde reichen und ist in Tagen eingerichtet. |
| Bestehende Seite, sieht alt aus, funktioniert aber | Basic bis Pro, je nach Substanz | Struktur und Texte sind oft brauchbar, die Technik nicht mehr. | Du willst gleichzeitig die Positionierung ändern. Dann ist es kein Relaunch, sondern ein Neubau. |
| Verein, Hobbyprojekt, private Seite ohne Umsatzabsicht | Kein Paket, Baukasten reicht | Ohne wirtschaftliches Ziel rechnet sich individuelle Arbeit nicht. | Du fängst an, damit Geld zu verdienen. Dann ändert sich die Rechnung sofort. |
Die letzte Zeile ist ernst gemeint. Für den Sportverein, das Fotohobby oder eine private Sammlung ist ein Baukasten die vernünftige Wahl: 10 bis 20 Euro im Monat, an einem Wochenende fertig. Individuelle Arbeit lohnt sich erst, wenn über die Seite Geld hereinkommen soll oder wenn Ladezeit und Auffindbarkeit einen messbaren Unterschied machen. Bei einem Hobbyprojekt tut keiner dieser Punkte weh.
Wann kein Paket passt
Drei Situationen, in denen die Paketlogik dich mehr kostet als sie spart.
Pakete funktionieren, wenn der Umfang vor dem Start beschreibbar ist. Genau daran scheitern sie in drei Fällen, und in allen dreien ist ein individuelles Angebot ehrlicher als eine gequetschte Standardstufe.
- Der Umfang steht noch nicht fest. Du weißt, dass du eine neue Seite brauchst, aber nicht, was drauf soll. Dann ist der richtige erste Schritt kein Paket, sondern ein bezahlter Konzeptteil: Struktur, Seitenplan, grobe Inhalte. Danach lässt sich ein Festpreis sauber rechnen.
- Die Seite hat Logik statt nur Inhalt. Ein Rechner, ein Konfigurator, ein Buchungsprozess, ein Kundenbereich. Solche Funktionen haben Sonderfälle, und Sonderfälle sind der Aufwand. Wer das in ein Paket presst, deckt entweder zu wenig ab oder rechnet einen Sicherheitsaufschlag ein, den du unnötig bezahlst.
- Es hängen andere Systeme dran. Warenwirtschaft, CRM, Buchhaltung, Terminsoftware. Sobald eine Schnittstelle im Spiel ist, hängt der Aufwand von einem System ab, das dem Dienstleister nicht gehört. Die Dokumentation ist mal gut, mal nicht existent. Das kann niemand seriös pauschalieren.
Es gibt einen vierten Fall, der seltener genannt wird: sehr kleine Vorhaben. Wenn du eine einzelne Landingpage für eine Kampagne brauchst, die in acht Wochen wieder abgeschaltet wird, ist selbst die kleinste Paketstufe überdimensioniert. Ein ehrlicher Anbieter sagt dir das. Was eine einzelne Landingpage realistisch kostet, steht im entsprechenden Ratgeber.
Umgekehrt gilt: Wenn dein Projekt in eine Stufe passt, nimm sie. Individuelle Angebote sind nicht besser, nur offener. Offenheit kostet Kalkulationssicherheit, und die ist bei einem klar umrissenen Firmenauftritt mehr wert als die Freiheit, theoretisch alles ändern zu können.
Woran du ein ehrliches Paket erkennst
Sechs Prüfpunkte, die du an jeder Pakettabelle durchgehen kannst.
Pakettabellen sind Verkaufsmaterial, und das ist legitim. Interessant wird es dort, wo ein Anbieter Grenzen benennt, statt sie zu verschweigen. Die folgende Liste ist der schnellste Test, bevor du überhaupt anrufst.
| Prüfpunkt | Gutes Zeichen | Warnsignal |
|---|---|---|
| Preisangabe | Konkrete Zahl oder "ab"-Preis mit Angabe, was den Preis nach oben treibt | "Preis auf Anfrage" bei allen Stufen, oder eine Zahl ohne jeden Leistungsbezug |
| Korrekturrunden | Anzahl der Runden steht drin, plus was danach passiert | Unbegrenzte Korrekturen. Klingt großzügig, ist entweder eingepreist oder wird später zum Streitpunkt |
| Änderungen am Umfang | Klarer Prozess: Beschreibung, Preis, Freigabe, dann Umsetzung | Kein Wort dazu. Dann entscheidet später der, der lauter ist |
| Was NICHT drin ist | Eigene Zeile oder Absatz mit Ausschlüssen | Nur Häkchen, keine Kreuze. Eine Liste ohne Grenzen ist keine Liste |
| Eigentum an Ergebnis und Domain | Website, Domain und Code gehören dir, Umzug jederzeit möglich | Domain läuft auf den Anbieter, Kündigung bedeutet Verlust der Seite |
| Nach dem Launch | Konkreter Zeitraum inklusive, danach benannter Preis für Pflege | Support "nach Absprache" ohne Zahl, oder Pflichtvertrag über 24 Monate |
| Position "Sonstiges" | Gibt es nicht, jede Position ist benannt | Sammelposten wie "Sonstiges" oder "Projektmanagement pauschal" ohne Erklärung |
Der Punkt mit dem Eigentum ist der wichtigste und wird am seltensten geprüft. Es gibt Anbieter, bei denen die Website auf deren Infrastruktur liegt und die Domain auf deren Namen läuft. Solange die Zusammenarbeit gut läuft, merkst du davon nichts. Beim Wechsel merkst du es sofort: Die Seite kann nicht mit, du fängst bei null an. Frag also vorher, wem Domain, Dateien und Quellcode gehören, und lass dir die Antwort schriftlich geben.
Nach dem Launch: der Teil, den Pakete meist offen lassen
Eine Website ist ein Zustand, kein Ergebnis.
Der Tag des Livegangs fühlt sich wie das Ende an, ist aber der Anfang des längeren Teils. Formulare hören ohne Vorwarnung auf zu funktionieren, weil ein Mailserver seine Regeln ändert. Jemand lädt Bilder in falscher Größe hoch und die Seite wird langsam. Nichts davon ist dramatisch, alles davon passiert.
Deshalb gehört zu jedem Paket eine Antwort auf die Frage, was danach kommt. Bei Pixylmedia sind 30 Tage Launch-Support inklusive, danach gibt es einen Care-Plan ab 99 Euro im Monat. Im Markt liegen Wartungspakete meist zwischen etwa 30 und 150 Euro monatlich, je nach Umfang. Was du brauchst, hängt an einer nüchternen Frage: Wer in deinem Betrieb kümmert sich sonst darum?
| Betreuungsmodell | Typische Spanne (Erfahrungswert) | Was üblicherweise enthalten ist | Sinnvoll wenn |
|---|---|---|---|
| Gar nichts, du meldest dich bei Bedarf | 0 Euro monatlich, Abrechnung nach Aufwand | Nichts. Reaktion nach Verfügbarkeit | Die Seite ist statisch, du kannst technische Probleme selbst erkennen |
| Kleines Wartungspaket | ca. 30 bis 60 Euro monatlich | Updates, Backups, Erreichbarkeitsprüfung | Firmenseite ohne häufige Änderungen, aber mit Anspruch an Verfügbarkeit |
| Care-Plan mit Änderungskontingent | ca. 90 bis 150 Euro monatlich | Updates, Backups, Monitoring plus kleine inhaltliche Änderungen | Du willst Texte, Preise oder Öffnungszeiten ändern lassen, ohne jedes Mal ein Angebot zu holen |
| Laufende Weiterentwicklung | ab ca. 300 Euro monatlich | Wartung plus feste Stunden für Ausbau und Optimierung | Die Website ist ein Vertriebskanal und soll messbar besser werden |
| Eigene Pflege im Team | Personalkosten statt Rechnung | Was ihr selbst könnt | Es gibt intern jemanden mit Zeit und Interesse, nicht nur mit gutem Willen |
Ehrlich gesagt: Für viele kleine Firmenseiten reicht das kleine Wartungspaket völlig. Ein Care-Plan mit Änderungskontingent lohnt sich erst, wenn regelmäßig etwas geändert wird. Wer in zwei Jahren dreimal eine Telefonnummer korrigieren lässt, fährt mit Abrechnung nach Aufwand günstiger. Rechne das aus, bevor du unterschreibst, und frag nach der Mindestlaufzeit.
Fazit: erst der Bedarf, dann die Spalte
Was du konkret tun solltest, bevor du irgendwo anfragst.
Pakete sind ein nützliches Werkzeug, solange du sie als das liest, was sie sind: eine Vorstrukturierung typischer Fälle, keine Beschreibung deines Falls. Der Preisunterschied zwischen den Stufen bildet nicht ab, wie viele Seiten du bekommst, sondern wie viel Denkarbeit und Technik davor liegt. Wer das versteht, verhandelt über den Umfang statt über die Zahl.
Konkret: Setz dich vor der ersten Anfrage eine halbe Stunde hin und schreib vier Dinge auf. Erstens, was ein Besucher auf deiner Seite tun soll (anrufen, Formular schicken, Termin buchen, sich bewerben). Zweitens, welche Inhaltsbereiche es dafür mindestens braucht. Drittens, was du selbst liefern kannst und bis wann. Viertens, ob irgendwo eine Funktion dabei ist, die mehr tut als Text anzeigen. Mit diesen vier Punkten erkennst du selbst, in welche Spalte du gehörst, und jedes Angebot, das du danach bekommst, ist vergleichbar.
Wenn dein Vorhaben klein und klar ist, nimm die kleine Stufe und gib den Rest des Budgets für gute Fotos aus. Das bringt bei einer Firmenseite meist mehr als jede zusätzliche Unterseite. Wenn dein Vorhaben Logik enthält oder mit anderen Systemen sprechen muss, hol dir ein individuelles Angebot und wehr dich gegen jeden Versuch, das in eine Standardstufe zu drücken. Und wenn es ein Hobbyprojekt ohne Umsatzabsicht ist, nimm einen Baukasten und behalte dein Geld.
Und der unbequemste Rat zum Schluss: Vergleich Angebote nie über den Preis allein, sondern über die Zeile "was ist nicht enthalten". Wer diese Zeile hat, hat über dein Projekt nachgedacht. Wer nur Häkchen zeigt, verkauft dir eine Tabelle. Der Unterschied zeigt sich nicht im Angebot, sondern in Woche vier.
Häufige Fragen
- Was kostet ein Webdesign-Paket?
- Ein Webdesign-Paket für kleine Firmenseiten startet bei Pixylmedia ab 2.000 Euro, das Pro-Paket liegt bei 4.500 Euro, komplexe Projekte mit Shop oder Schnittstellen beginnen ab 5.000 Euro. Der Preisunterschied bildet nicht die Seitenzahl ab, sondern die Vorarbeit: Struktur, Textkonzept und Technik. Domain, Hosting und Rechtstexte kommen als laufende Posten dazu.
- Wie viele Unterseiten stecken in einem Basic-Paket?
- Ein Basic-Paket umfasst üblicherweise einen Onepager oder drei bis fünf Unterseiten, ein Pro-Paket sechs bis zwölf. Entscheidend ist aber nicht die Anzahl, sondern die Zahl unterschiedlicher Seitentypen. Zehn Referenzseiten nach demselben Muster sind weniger Aufwand als drei völlig verschiedene Seiten. Frag deshalb nach Seitentypen, nicht nach Seiten.
- Was ist in Webdesign-Paketen meistens nicht enthalten?
- Nicht enthalten sind fast immer Domain (Erfahrungswert 10 bis 40 Euro pro Jahr), Hosting (5 bis 30 Euro monatlich), Rechtstexte, Fotoshootings und die laufende Wartung nach dem Launch. Diese Posten zahlst du direkt oder separat. Ein gutes Angebot benennt sie trotzdem, weil sie zu deinen Gesamtkosten gehören, auch wenn sie nicht auf der Rechnung des Dienstleisters stehen.
- Wie lange dauert es, bis meine Website online ist?
- Eine kleine Firmenseite geht bei Pixylmedia in 14 Tagen live, wenn deine Inhalte vollständig vorliegen. Ein Pro-Projekt braucht meist drei bis fünf Wochen inklusive Abstimmung, individuelle Projekte mit Shop oder Schnittstellen sechs bis zwölf Wochen. Der häufigste Verzögerungsgrund ist nicht die Technik, sondern fehlende Texte und Bilder auf Kundenseite.
- Brauche ich nach dem Launch einen Wartungsvertrag?
- Nötig ist er nicht, sinnvoll oft schon. Bei Pixylmedia sind 30 Tage Launch-Support inklusive, danach gibt es einen Care-Plan ab 99 Euro im Monat. Im Markt liegen Wartungspakete erfahrungsgemäß zwischen 30 und 150 Euro monatlich. Wer seine Seite selten ändert, fährt mit Abrechnung nach Aufwand günstiger. Frag vor Abschluss nach der Mindestlaufzeit.
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