Website für Selbstständige: Klein, klar und trotzdem professionell
Selbstständige bauen ihre Website meist zweimal: einmal zu groß, weil sie aussehen wollte wie die einer Agentur, und einmal richtig, wenn klar geworden ist, dass niemand die neun Unterseiten liest. Der Unterschied liegt nicht am Budget. Er liegt daran, ob du in einem Satz sagen kannst, für wen du arbeitest und was der Kunde davon hat. Dieser Artikel zeigt dir die kleinste Struktur, die wirklich trägt, warum die Über-mich-Seite bei Einzelunternehmern das stärkste Verkaufsargument ist, wann Preise auf die Seite gehören und wann nicht, und wo du dir Arbeit sparen kannst, ohne unprofessionell zu wirken.
- 11 Min.
- Juli 2026
- 9
Warum die Website von Selbstständigen nach anderen Regeln funktioniert
Bei einer Firma kauft man ein Angebot. Bei dir kauft man eine Person mit einem Angebot.
Wer eine Agentur beauftragt, prüft Prozesse, Teamgröße und Referenzen. Wer dich beauftragt, prüft zuerst, ob du wirkst wie jemand, der das kann und der zurückruft. Das ist kein weicher Faktor, sondern die härteste Hürde im ganzen Kaufprozess. Ein Interessent, der bei dir landet, hat meistens schon zwei andere Selbstständige im Tab offen und sucht nach einem Grund, sich zu entscheiden. Deine Website liefert diesen Grund oder eben nicht.
Daraus folgt eine unbequeme Konsequenz: Die typische Firmensprache schadet dir. Sätze wie "Wir bieten ganzheitliche Lösungen für Ihren Erfolg" sind bei einer 60-Personen-Firma nichtssagend und bei dir zusätzlich unglaubwürdig, weil jeder merkt, dass hinter dem "Wir" eine Person sitzt. Der Plural, das Stockfoto mit dem lachenden Team und die Seite "Unser Unternehmen" kosten dich Vertrauen statt es aufzubauen. Kleiner und ehrlicher wirkt in dieser Größenordnung schlicht stärker.
Der zweite Unterschied ist der Umfang. Eine Website für Einzelunternehmer braucht selten mehr als fünf bis sieben Seiten. Was sie braucht, ist Tiefe an genau drei Stellen: Positionierung, Über mich, Leistungen. Alles andere ist Beiwerk. Wer stattdessen den Umfang aufbläht, verteilt dieselbe Substanz auf mehr Fläche und macht die Entscheidung für den Besucher schwerer, nicht leichter.
Positionierung: der eine Satz, an dem alles hängt
Wenn dieser Satz sitzt, schreibt sich der Rest der Website fast von allein.
Positionierung klingt nach Beratersprech und ist in Wahrheit sehr praktisch: Es ist der Satz, den ein Besucher in den ersten fünf Sekunden über dem Falz liest und nach dem er entscheidet, ob er weiterscrollt. Ein brauchbarer Satz beantwortet drei Dinge: Was machst du, für wen, und was hat der davon. Nicht mehr. "Buchhaltung für Handwerksbetriebe in Baden-Württemberg, damit du am Monatsende nicht bis Mitternacht Belege sortierst" ist so ein Satz. "Ihr Partner für Finanzen" ist keiner.
Die Angst dahinter ist immer dieselbe: Wenn ich mich auf eine Zielgruppe festlege, verliere ich alle anderen. In der Praxis passiert das Gegenteil. Wer breit formuliert, wird von niemandem als der Richtige erkannt und landet in Preisvergleichen. Wer spitz formuliert, bekommt weniger Anfragen, aber deutlich passendere. Du darfst weiterhin andere Kunden annehmen. Die Website ist ein Magnet, kein Zaun.
Praktischer Test: Schreib drei Versionen deines Satzes auf und schick sie zwei bestehenden Kunden mit der Frage, welcher am ehesten beschreibt, was du für sie gemacht hast. Die Antwort ist fast immer aufschlussreicher als jede Runde Selbstreflexion. Kunden beschreiben deine Leistung nämlich in ihren Worten, und genau diese Worte tippen andere später in die Suchmaschine.
| Typischer Satz | Was daran nicht funktioniert | Bessere Variante |
|---|---|---|
| Ihr Partner für digitale Lösungen | Kein Kundentyp, kein Nutzen, komplett austauschbar | Onlineshops für Hersteller mit 50 bis 500 Artikeln |
| Coaching für mehr Erfolg | Erfolg ist kein Problem, das jemand googelt | Bewerbungscoaching für Ingenieure nach der Kündigung |
| Fotografie mit Leidenschaft | Beschreibt dein Gefühl, nicht den Auftrag | Produktfotos für Manufakturen, Lieferung in 10 Tagen |
| Steuerberatung für Privat und Gewerbe | Zu breit, deckt alles und nichts ab | Steuerberatung für Ärzte und Praxisgründer |
| Handwerk in bester Qualität | Qualität behauptet jeder, niemand glaubt es ungeprüft | Bäder komplett aus einer Hand, Raum Karlsruhe, 3 Wochen |
Die Minimal-Struktur: fünf Seiten reichen fast immer
Nicht die Anzahl der Seiten macht professionell, sondern dass jede Seite eine Aufgabe hat.
Die meisten Selbstständigen brauchen eine sehr überschaubare Struktur. Startseite, Leistungen, Über mich, Referenzen, Kontakt, dazu Impressum und Datenschutz. Das sind fünf inhaltliche Seiten und zwei Pflichtseiten. Wenn du mehrere deutlich verschiedene Leistungen hast, bekommt jede eine eigene Unterseite, weil sie sonst bei Suchmaschinen unter dieselbe URL fallen und keine davon richtig rankt. Ob du eher eine lange Seite oder mehrere Unterseiten brauchst, hängt vor allem daran, woher dein Traffic kommt. Dazu gibt es im Ratgeber einen eigenen Artikel zu Onepager oder mehrseitiger Website.
Wichtig ist die Aufgabenteilung. Die Startseite verkauft nicht, sie sortiert: Sie sagt in fünf Sekunden, worum es geht, und schickt den Besucher weiter. Die Leistungsseite beantwortet "kann der mein Problem lösen". Die Über-mich-Seite beantwortet "will ich mit dem zusammenarbeiten". Referenzen beantworten "hat das schon mal funktioniert". Kontakt beantwortet "was passiert, wenn ich jetzt schreibe". Wenn eine Seite zwei dieser Aufgaben gleichzeitig erledigen soll, wird sie unscharf.
| Seite | Aufgabe | Was rein muss | Realistischer Umfang |
|---|---|---|---|
| Startseite | Einordnen und weiterleiten | Positionierungssatz, 3 Leistungen kurz, 1 Referenz, Kontaktbutton | 400 bis 700 Wörter |
| Leistungen | Passung prüfen | Ablauf, Umfang, Abgrenzung, für wen es nicht passt | 500 bis 900 Wörter je Leistung |
| Über mich | Vertrauen aufbauen | Echtes Foto, Werdegang in 5 Sätzen, Arbeitsweise, Qualifikation | 400 bis 800 Wörter |
| Referenzen | Beweise liefern | 3 bis 6 Projekte mit Ausgangslage, Vorgehen, Ergebnis | 150 bis 250 Wörter je Projekt |
| Kontakt | Hürde senken | Formular mit 4 Feldern, Mail, Telefon, Reaktionszeit | 150 bis 300 Wörter |
| Impressum | Pflicht erfüllen | Name, Anschrift, Kontakt, Umsatzsteuer-ID falls vorhanden | kurz |
| Datenschutz | Pflicht erfüllen | Angepasst an tatsächlich eingesetzte Dienste | kurz |
Was du dir sparen kannst: eine Newsseite, die seit 2023 leer ist, ein Blog, den du nicht bespielen wirst, eine Seite "Philosophie" und eine Bildergalerie ohne Kontext. Leere Bereiche sind schlimmer als fehlende Bereiche, weil sie den Eindruck erzeugen, das Geschäft laufe nicht mehr. Lieber fünf gepflegte Seiten als zwölf halbe.
Über mich: deine stärkste Verkaufsseite, nicht dein Lebenslauf
Bei Einzelunternehmern ist diese Seite oft die meistbesuchte nach der Startseite.
Die Über-mich-Seite wird von den meisten Selbstständigen wie eine Pflichtübung behandelt und ist in Wahrheit der Ort, an dem die Entscheidung fällt. Der Interessent hat verstanden, was du anbietest. Jetzt will er wissen, ob er dir ein Projekt und Geld anvertraut. Das ist eine Vertrauensfrage, und Vertrauen entsteht durch Konkretheit: seit wann du das machst, was du vorher gemacht hast, wie du arbeitest, was du bewusst nicht machst.
Der häufigste Fehler ist der Lebenslauf im Fließtext. Niemand interessiert sich für deine Ausbildungsstationen an sich, sondern nur dafür, was sie für ihn bedeuten. "Zehn Jahre in der Industrie, deswegen verstehe ich Fertigungsprozesse ohne lange Erklärung" ist ein Nutzen. "2012 bis 2022 tätig bei XY" ist eine Angabe. Der Unterschied entscheidet, ob die Seite Wirkung hat.
Und dann das Foto. Ein echtes Foto von dir ist Pflicht, kein Stockbild, kein Logo, kein Bild von hinten in der Werkstatt. Es muss kein teures Shooting sein, aber es sollte hell sein, dich erkennbar zeigen und zu deiner Arbeit passen. Ein Handwerker in Arbeitskleidung an der Baustelle wirkt glaubwürdiger als derselbe Mensch im Anzug vor einer Glasfassade. Wer kein Foto von sich zeigt, verschenkt in dieser Größenordnung den größten Vertrauensvorsprung, den er hat.
- Ein aktuelles Foto von dir, in dem Umfeld, in dem du arbeitest.
- Wie lange du das machst, in Jahren oder in Projekten, nicht in Floskeln.
- Woher du kommst und warum dich das für diese Kunden qualifiziert.
- Wie die Zusammenarbeit abläuft: wer meldet sich, wie oft, in welchem Rhythmus.
- Was du nicht machst, damit falsche Anfragen gar nicht erst entstehen.
- Relevante Nachweise: Meisterbrief, Zertifikate, Kammermitgliedschaft, Versicherung.
Leistungen: kein Katalog, sondern eine Vorentscheidung
Gute Leistungsseiten filtern. Sie ziehen passende Anfragen an und halten unpassende fern.
Eine Leistungsseite, die nur auflistet, was du kannst, ist eine Speisekarte ohne Preise und ohne Beschreibung. Der Interessent liest "Beratung, Konzeption, Umsetzung" und weiß danach genau so viel wie vorher. Was ihn wirklich interessiert: Wie läuft das ab, wie lange dauert es, was muss ich beisteuern, was kostet es ungefähr, und woran merke ich, ob das zu meinem Fall passt. Wer diese fünf Fragen beantwortet, hat eine Seite, die verkauft.
Besonders wirksam und selten genutzt ist die Abgrenzung. Ein Absatz "Wann ich nicht der Richtige bin" spart dir Termine mit Leuten, deren Budget oder Erwartung nicht passt, und wirkt gleichzeitig souverän. Wer offen sagt, wo seine Grenze liegt, wirkt glaubwürdiger als jemand, der alles behauptet. Das gilt für jede Branche, vom Steuerberater bis zum Trockenbauer.
Halte die Zahl der Leistungen klein. Drei klar unterschiedene Angebote schlagen sieben Varianten desselben Themas. Wenn du merkst, dass du für jede Leistung fast denselben Text schreibst, sind es keine drei Leistungen, sondern eine mit drei Namen. Fasse zusammen und beschreibe stattdessen sauber die Stufen: kleiner Umfang, normaler Umfang, großer Umfang.
Preise zeigen oder nicht: die ehrliche Abwägung
Es gibt keine allgemein richtige Antwort, aber es gibt eine richtige Antwort für dein Geschäft.
Die Frage spaltet Selbstständige zuverlässig. Die eine Seite sagt, Preise auf der Website verschrecken und machen dich vergleichbar. Die andere sagt, ohne Preise kommen nur Anfragen von Leuten, die dein Honorar nicht zahlen können. Beide haben recht, nur für unterschiedliche Geschäftsmodelle. Entscheidend ist, wie stark deine Leistung standardisiert ist und wie viel Zeit dich eine unpassende Anfrage kostet.
| Aspekt | Preise zeigen | Preise nicht zeigen |
|---|---|---|
| Qualität der Anfragen | Deutlich passender, weniger Budgetüberraschungen | Mehr Anfragen, davon viele ohne Budget |
| Zeitaufwand vor Auftrag | Weniger Erstgespräche ohne Ergebnis | Jede Anfrage kostet dich ein Gespräch |
| Vergleichbarkeit | Höher, Wettbewerber können unterbieten | Geringer, dafür wirkt es intransparent |
| Vertrauen | Hoch, gilt als Zeichen von Selbstbewusstsein | Neutral bis negativ, "auf Anfrage" wirkt teuer |
| Passt zu | Standardisierten Paketen, klarem Umfang | Projekten, deren Umfang stark schwankt |
| Risiko | Du bindest dich an eine Zahl | Du sortierst zu spät aus |
Wenn du dich nicht entscheiden kannst, gibt es einen Mittelweg, der in der Praxis am besten funktioniert: Zeige keine Endpreise, aber eine Untergrenze und eine Größenordnung. Formulierungen wie "Projekte starten bei 1.500 Euro, typische Aufträge liegen zwischen 2.500 und 5.000 Euro" filtern zuverlässig, ohne dich festzunageln. Wichtig ist, dass die Zahl echt ist. Wer 1.500 schreibt und dann nie unter 4.000 anbietet, produziert enttäuschte Interessenten und verbrennt Zeit auf beiden Seiten.
| Darstellungsform | Wann sie passt | Wirkung auf Anfragen |
|---|---|---|
| Fixe Paketpreise | Klar abgegrenzte, wiederholbare Leistungen | Wenige, aber sehr kaufbereite Anfragen |
| Ab-Preis plus Spanne | Projekte mit schwankendem Umfang | Guter Kompromiss, filtert ohne abzuschrecken |
| Stundensatz offen nennen | Beratung, laufende Betreuung | Ehrlich, aber lädt zum Rechnen ein |
| Beispielprojekte mit Preis | Erklärungsbedürftige Leistungen | Sehr stark, weil greifbar und nachvollziehbar |
| Nur "auf Anfrage" | Große Individualprojekte, wenige Kunden im Jahr | Viele unpassende Anfragen, hoher Zeitverlust |
Egal wie du dich entscheidest: Schreib dazu, was den Preis beeinflusst. Umfang, Termindruck, Anfahrt, Materialkosten. Wer die Faktoren nennt, wirkt kalkulierbar, auch ohne konkrete Zahl. Und wenn du selbst gerade Angebote von Dienstleistern vergleichst, hilft der Ratgeber zum Angebotsvergleich beim Sortieren von Positionen, die auf den ersten Blick gleich aussehen.
Kontakt: die Seite, an der die meisten Anfragen sterben
Der Besucher ist überzeugt. Jetzt darf ihn nichts mehr aufhalten.
Es ist erstaunlich, wie viel Mühe in Design und Text fließt und wie wenig in die letzte Sekunde vor der Anfrage. Formulare mit elf Pflichtfeldern, keine Telefonnummer, keine Angabe zur Reaktionszeit, und nach dem Absenden eine leere Seite mit dem Wort "Danke". Jeder dieser Punkte kostet Anfragen, und zwar genau die von Leuten, die es eilig haben, also oft die besten.
Vier Felder genügen fast immer: Name, E-Mail, worum es geht, und ein Freitextfeld. Alles Weitere klärst du im Gespräch. Telefonnummer sichtbar, nicht nur im Impressum. Eine Zeile dazu, wann du antwortest, zum Beispiel "Antwort in der Regel am selben Werktag". Und nach dem Absenden eine echte Bestätigungsseite, die sagt, was als Nächstes passiert. Das ist keine Raketenwissenschaft, wird aber in vielleicht der Hälfte aller Websites von Selbstständigen falsch gemacht.
- Maximal 4 Pflichtfelder, alles andere ist optional.
- Telefonnummer und E-Mail als klickbare Links, auch auf dem Handy.
- Konkrete Reaktionszeit statt "wir melden uns zeitnah".
- Bestätigungsseite mit den nächsten Schritten, nicht nur ein Danke.
- Datenschutzhinweis am Formular, kurz und verständlich, mit Checkbox.
- Ein Kontaktweg pro Seite sichtbar, nicht nur auf der Kontaktseite.
Was das kostet und wann du das Geld nicht ausgeben solltest
Der ehrliche Teil: Nicht jeder Selbstständige braucht eine gebaute Website.
Wenn du selbst baust, kostet ein Baukasten in der Regel zwischen 10 und 30 Euro im Monat, dazu kommen zwei bis fünf Arbeitstage von dir. Bei Vorlagen mit WordPress liegen die Angebote in der Praxis meist zwischen 800 und 2.500 Euro. Eine individuell gebaute, kleine Website für Selbstständige bewegt sich nach meiner Erfahrung meist zwischen 2.000 und 5.000 Euro, je nach Textaufwand, Fotos und Anzahl der Seiten. Das sind Erfahrungswerte aus dem deutschen Markt, keine Statistik, und sie schwanken je nach Region und Branche deutlich.
Dazu kommen laufende Kosten, die viele beim Vergleich vergessen: Domain und Hosting liegen für kleine Seiten meist zwischen 5 und 25 Euro im Monat, ein Wartungs- oder Pflegepaket zwischen 30 und 150 Euro im Monat. Bei Pixylmedia sind 30 Tage Launch-Support inklusive, danach beginnt der Care-Plan bei 99 Euro im Monat. Wer keine Betreuung will, muss Updates, Backups und Erreichbarkeit selbst im Blick behalten. Das ist machbar, aber es ist Arbeit, nicht null.
Wenn du beauftragst, achte auf drei Punkte, die später über Ärger oder Ruhe entscheiden: Steht ein Festpreis vor Projektstart im Angebot oder nur ein Stundensatz mit Schätzung. Gehören dir am Ende Domain, Website und Zugänge oder hängst du an einem Anbieter fest. Und ist geregelt, was passiert, wenn du in zwei Jahren selbst Texte ändern willst. Diese drei Fragen kosten dich fünf Minuten im Erstgespräch und ersparen dir im Zweifel vierstellige Beträge.
Fazit: klein bauen, klar schreiben, ehrlich bleiben
Eine gute Website für Selbstständige ist kein Schrumpfformat einer Firmenwebsite.
Der Unterschied zwischen einer Website, die Anfragen bringt, und einer, die nur existiert, liegt fast nie am Design und fast immer an drei Dingen: Du sagst in einem Satz, für wen du arbeitest. Du zeigst dich als Person statt dich hinter einem "Wir" zu verstecken. Und du machst den Kontakt so einfach, dass niemand zweimal überlegen muss. Alles andere ist Ausbau und kann warten.
Konkret: Nimm dir zwei Stunden und schreib deinen Positionierungssatz in drei Varianten. Schick sie an zwei bestehende Kunden und frag, welche am besten beschreibt, was du für sie gemacht hast. Danach entscheidest du, ob Preise auf die Seite gehören, indem du ehrlich zählst, wie viele Erstgespräche im letzten Halbjahr am Budget gescheitert sind. Ab drei solchen Gesprächen gehören mindestens Ab-Preise auf die Seite. Erst danach beschäftigst du dich mit Struktur, Fotos und Design.
Und wenn du dann baust oder bauen lässt: Fang mit fünf Seiten an, die wirklich fertig sind. Eine kleine, saubere, schnelle Website mit klarer Aussage schlägt jede große Seite mit halbfertigen Bereichen. Ausbauen kannst du immer, solange das Fundament technisch sauber gebaut ist. Umgekehrt wird es teuer.
Häufige Fragen
- Was kostet eine Website für Selbstständige?
- Eine kleine, individuell gebaute Website für Selbstständige liegt nach unseren Erfahrungswerten meist zwischen 2.000 und 5.000 Euro, je nach Textaufwand, Fotos und Seitenzahl. Vorlagenlösungen mit WordPress bewegen sich oft zwischen 800 und 2.500 Euro, ein Baukasten kostet 10 bis 30 Euro im Monat plus zwei bis fünf Arbeitstage von dir. Bei Pixylmedia startet der Festpreis bei 2.000 Euro.
- Wie viele Seiten braucht eine Website als Einzelunternehmer?
- Fünf inhaltliche Seiten reichen fast immer: Startseite, Leistungen, Über mich, Referenzen und Kontakt, dazu Impressum und Datenschutz als Pflichtseiten. Jede Seite bekommt genau eine Aufgabe. Nur wenn du deutlich verschiedene Leistungen anbietest, bekommt jede eine eigene Unterseite, damit sie in der Suche getrennt ranken kann. Mehr Seiten machen die Entscheidung für den Besucher schwerer, nicht leichter.
- Soll ich meine Preise auf der Website zeigen?
- Zeig zumindest eine Untergrenze, wenn deine Leistung halbwegs standardisiert ist. Formulierungen wie "Projekte starten bei 1.500 Euro, typische Aufträge liegen zwischen 2.500 und 5.000 Euro" filtern unpassende Anfragen zuverlässig, ohne dich festzulegen. Ganz ohne Preisangabe bekommst du mehr Anfragen, davon viele ohne Budget. Wichtig ist, dass die genannte Zahl echt ist und du auch danach anbietest.
- Brauche ich ein Foto von mir auf der Website?
- Ja, ein echtes Foto von dir gehört auf die Über-mich-Seite. Bei Einzelunternehmern kauft der Kunde eine Person mit einem Angebot, und ein Gesicht schafft dafür mehr Vertrauen als jede Beschreibung. Ein teures Shooting ist nicht nötig, aber das Bild sollte hell sein, dich erkennbar zeigen und zu deiner Arbeit passen. Stockfotos und Logos wirken an dieser Stelle austauschbar.
- Wie lange dauert es, bis meine Website online ist?
- Rechne nach Erfahrungswerten mit zwei bis fünf Arbeitstagen, wenn du selbst mit einem Baukasten baust, und mit vier bis acht Wochen, wenn du einen Dienstleister beauftragst. Der Engpass ist fast nie Technik oder Design, sondern Texte, Fotos und Freigaben von deiner Seite. Bei Pixylmedia liegt der Launch bei 14 Tagen, sofern Inhalte und Rückmeldungen rechtzeitig da sind.
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