Website-Relaunch: Kosten, Aufwand und was du behalten kannst
Ein Relaunch klingt nach einem Zwischending: nicht ganz neu, also auch nicht ganz teuer. In der Praxis stimmt das selten. Der Preis hängt weniger an der Optik als daran, wie viel von der alten Seite technisch und inhaltlich brauchbar ist und wie sauber die Rankings mit umziehen. Genau da geht bei den meisten Projekten Geld verloren, und zwar nicht im Angebot, sondern drei Monate nach dem Launch. Dieser Artikel zeigt dir, was du realistisch übernehmen kannst, welche Posten in einem ehrlichen Relaunch-Angebot stehen müssen und woran du erkennst, dass dein Traffic gerade abrutscht.
- 13 Min.
- Juli 2026
- 8
Relaunch ist nicht gleich Relaunch
Vier sehr unterschiedliche Projekte tragen denselben Namen.
Wenn drei Relaunch-Angebote um den Faktor drei auseinanderliegen, ist selten der eine gierig und der andere billig. Sie meinen unterschiedliche Projekte. "Relaunch" ist kein definierter Begriff, sondern ein Sammelwort für alles zwischen neuem Farbschema und komplettem Systemwechsel. Bevor du Preise vergleichst, musst du festlegen, welche der vier Varianten du willst.
Die vier Varianten
- Refresh: Farben, Schriften, ein paar Bilder, neue Startseite. Technik und Struktur bleiben. Günstig, aber löst kein technisches Problem.
- Redesign: neues Layout auf der bestehenden Technik. Alle Seiten bekommen ein neues Gesicht, die URLs bleiben gleich. Mittleres Risiko, mittlerer Preis.
- Relaunch im engeren Sinn: neue Technik, neue Struktur, Inhalte werden übernommen und überarbeitet. URLs ändern sich teilweise. Hier entsteht das Ranking-Risiko.
- Neubau: neue Domain oder komplett neues Geschäftsmodell, alte Seite wird abgeschaltet. Übernommen wird fast nichts außer Logo und Kundenstamm.
Der häufigste Fall in kleinen und mittleren Unternehmen ist Variante drei: Die Seite ist fünf bis acht Jahre alt, läuft auf einem System, das niemand mehr pflegt, und ist auf dem Handy zäh. Die Inhalte sind aber brauchbar, und die Seite rankt für Begriffe, die tatsächlich Anfragen bringen. Um diesen Fall geht es hier.
Ein Punkt vorweg: Ein Relaunch ist nicht automatisch günstiger als ein Neubau. Bei alten oder großen Seiten frisst das Aufräumen des Bestands schnell mehr Zeit als ein sauberer Neuaufbau mit übernommenen Texten. Wer dir ohne Blick auf die alte Seite Rabatt verspricht, weil "die Inhalte ja schon da sind", hat den Bestand nicht angeschaut.
Was du behalten kannst und was neu muss
Die ehrliche Bestandsaufnahme, bevor irgendjemand ein Angebot schreibt.
Die erste Frage lautet nicht "was soll es kosten", sondern "was von der alten Seite hat noch Wert". Wert heißt: Es spart im neuen Projekt echte Arbeitszeit oder es trägt Sichtbarkeit, die du sonst neu aufbauen müsstest. Bei den meisten Bestandsseiten sind das Texte, Domain und Rankings. Fast nie sind es Design und Code.
| Bestandteil | Übernehmbar? | Was trotzdem Arbeit macht |
|---|---|---|
| Domain | Ja, vollständig | DNS umstellen, TTL vorher senken, Mail-Einträge nicht zerschießen |
| Texte und Inhalte | Ja, als Rohmaterial | Kürzen, redigieren, für die neue Struktur neu sortieren |
| Bilder | Teilweise | Auflösung oft zu klein, Formate veraltet, Lizenzen und Personenrechte prüfen |
| Logo und Farbwelt | Ja | Saubere digitale Werte, Vektordatei, Schriftlizenz für Webnutzung |
| Rankings und URLs | Ja, mit Redirect-Konzept | Vollständige URL-Liste ziehen, 301-Karte bauen, vor Go-Live testen |
| Backlinks | Ja, indirekt über 301 | Die wichtigsten verlinkenden Seiten kennen und deren Ziel-URLs sichern |
| Google-Unternehmensprofil, Bewertungen | Ja, unabhängig von der Seite | Nur die verlinkte URL aktualisieren |
| Design und Layout | Selten sinnvoll | Erwartungen an Optik, Mobilnutzung und Tempo ändern sich schnell |
| Code, Theme, Plugins | Fast nie | Die alte Technik ist meistens der eigentliche Grund für den Relaunch |
| Rechtstexte, Consent, Formulare | Nein, nur als Vorlage | Müssen zur neuen Technik und zu den neuen Diensten passen |
| Shopdaten, Kundenkonten, Bestellungen | Ja, per Export | Migration, Feldzuordnung und echte Testbestellungen kosten Zeit |
Daraus folgt eine unbequeme Wahrheit: Der Anteil, den du eins zu eins übernimmst, ist kleiner als gedacht. Texte sind Rohmaterial, kein fertiger Inhalt. Ein Text, der 2018 für eine dreispaltige Desktop-Seite geschrieben wurde, funktioniert mobil nur selten unverändert. Rechne mit 20 bis 45 Minuten Redaktionszeit je übernommener Seite. Bei 30 Unterseiten sind das ein bis zwei Arbeitstage, die in irgendeinem Angebot stehen müssen.
Was ein Relaunch kostet: die Posten im Einzelnen
Spannen aus der Praxis, keine Preisliste.
Relaunch-Angebote im deutschen Mittelstand liegen in der Praxis meist zwischen 2.000 und 12.000 Euro. Das ist eine breite Spanne, und genau deshalb sagt die Gesamtsumme allein wenig. Interessant wird ein Angebot erst, wenn die Posten einzeln aufgeschlüsselt sind. Die folgenden Werte sind Erfahrungswerte für eine Firmenseite mit 8 bis 30 Unterseiten ohne Shop, keine Marktstatistik.
| Posten | Typische Spanne (Erfahrungswert) | Wann es deutlich teurer wird |
|---|---|---|
| Bestandsanalyse, URL-Inventar, Zieldefinition | 300 bis 900 EUR | Über Jahre gewachsene Seiten mit mehreren hundert URLs |
| Struktur, Seitenarchitektur, Wireframes | 400 bis 1.200 EUR | Viele Seitentypen, Mehrsprachigkeit, Filiallogik |
| Design und Oberfläche | 800 bis 2.500 EUR | Eigene Bildsprache, Animationen, viele Sondermodule |
| Umsetzung und Entwicklung | 1.200 bis 4.500 EUR | Individuelle Funktionen, Buchung, Shop, Schnittstellen |
| Content-Übernahme und Redaktion | 300 bis 1.800 EUR | Texte müssen neu geschrieben statt nur übernommen werden |
| Redirect-Konzept und SEO-Migration | 250 bis 900 EUR | Domainwechsel, alte Weiterleitungsketten, viele Altlasten |
| Bildmaterial | 0 bis 1.500 EUR | Fotoshooting vor Ort statt vorhandener oder lizenzierter Bilder |
| Rechtstexte, Consent, technische Compliance | 100 bis 600 EUR | Tracking, externe Tools, Shop mit Zahlungsdienstleistern |
| Test, Launch, Monitoring der ersten Wochen | 200 bis 700 EUR | Komplexe Umstellung, Mailserver, mehrere Domains |
Ein Angebot, das mit 1.200 Euro deutlich unter diesen Werten liegt, ist nicht automatisch unseriös, lässt aber fast immer etwas weg: meistens die Redaktion der Inhalte, das Redirect-Konzept oder das Monitoring nach dem Launch. Genau diese drei Posten kosten später Geld, wenn sie fehlen. Frag gezielt nach, wer die Texte in das neue System bringt und wer die Weiterleitungen baut. Wie du mehrere Angebote sauber nebeneinanderlegst, steht im Ratgeber zum Angebotsvergleich.
Bei Pixylmedia steht der Festpreis vor Projektstart fest: Basic ab 2.000 Euro, Pro bei 4.500 Euro, komplexe Projekte individuell ab 5.000 Euro. Der Grund für das Modell ist genau dieses Problem: Bei Stundensätzen wandert das Risiko einer unterschätzten Altlast zum Kunden, beim Festpreis bleibt es beim Umsetzenden. Dafür muss die Bestandsaufnahme vorher ehrlich gemacht werden.
Relaunch oder Neubau: die ehrliche Rechnung
Wann Übernehmen günstiger ist und wann es teurer wird als neu bauen.
Die Intuition sagt: Übernehmen ist billiger als neu machen. Das stimmt bei Inhalten, Domain und Rankings. Bei Technik und Struktur stimmt es fast nie. Alten Code zu verstehen und weiterzupflegen dauert regelmäßig länger, als ihn zu ersetzen, besonders wenn über Jahre wechselnde Dienstleister daran gearbeitet haben. Die Faustregel: Inhalt übernimmst du, Technik prüfst du kritisch.
Woran du erkennst, dass sich Weiterbauen nicht mehr lohnt
- Das eingesetzte System oder das Theme bekommt keine Sicherheitsupdates mehr.
- Niemand kann sagen, welche Erweiterungen warum installiert sind und ob sie noch gebraucht werden.
- Die Seite ist auf dem Handy spürbar langsam und die Ursache liegt im Aufbau, nicht in den Bildern.
- Kleine Änderungen dauern jedes Mal unerklärlich lange oder brechen an anderer Stelle etwas.
- Es gibt keinen Zugang zum Quellcode oder zur Domain, weil beides beim alten Anbieter liegt.
Der letzte Punkt ist der teuerste. Wenn Domain, Code oder Hosting nicht dir gehören, verhandelst du nicht über Design, sondern über Herausgabe. Das kostet Wochen und im schlimmsten Fall eine neue Domain samt einem Teil deiner Sichtbarkeit. Deshalb gehört in jeden neuen Vertrag der Satz, dass Website, Domain und Code dem Kunden gehören. Prüf das vor der Unterschrift, nicht beim nächsten Relaunch.
Umgekehrt gibt es Fälle, in denen ein Relaunch die falsche Antwort ist. Läuft deine Seite technisch sauber und stört dich nur die Optik, ist ein Redesign auf bestehender Technik die günstigere und klügere Entscheidung. Und wenn eine ordentliche Seite kaum Anfragen bringt, liegt das Problem selten am Design. Dann ist das Geld in Inhalten und einem klaren Angebot besser aufgehoben.
Das Ranking-Risiko: warum Traffic nach dem Relaunch einbricht
Der Posten, der nicht im Angebot steht und trotzdem am meisten kostet.
Der klassische Relaunch-Schaden sieht so aus: Die neue Seite ist schöner, schneller, alle sind zufrieden. Sechs bis zehn Wochen später fällt auf, dass deutlich weniger Anfragen kommen. Die Search Console zeigt hunderte Fehlerseiten und eingebrochene Sichtbarkeit. Der Schaden ist reparierbar, aber die Erholung dauert oft Monate, und in dieser Zeit fehlen echte Aufträge. Auf ein Jahr gerechnet ist das der teuerste Posten des Projekts, und er taucht in keinem Angebot auf.
Ein kleiner Rückgang direkt nach dem Umzug ist normal, weil Google die neue Struktur erst crawlen und bewerten muss. Auffällig wird es, wenn der Rückgang nach vier Wochen nicht abflacht oder von Anfang an sehr steil ist. Die Ursachen sind fast immer dieselben.
| Ursache | Was du in den Daten siehst | Gegenmittel |
|---|---|---|
| URLs geändert, keine Weiterleitungen | Traffic bricht binnen zwei bis vier Wochen ein, viele 404-Meldungen | Vollständige 301-Karte alt zu neu, vor dem Launch getestet |
| noindex aus der Testumgebung blieb live | Seiten verschwinden komplett aus dem Index, nicht nur einzelne | Am Launchtag prüfen, Live-Test in der Search Console |
| Inhalte radikal gekürzt | Longtail-Begriffe fallen zuerst, Markenbegriffe bleiben stabil | Inhalte zunächst übernehmen, frühestens nach 8 Wochen straffen |
| Interne Verlinkung nicht nachgebaut | Startseite hält, Unterseiten verlieren deutlich | Kontextlinks im Text nachziehen, nicht nur das Hauptmenü |
| Ladezeit schlechter als vorher | Mobile Positionen rutschen, Absprünge steigen | Bilder komprimieren, Lighthouse vor Go-Live messen, nicht danach |
| Weiterleitungsketten über mehrere Stufen | Langsame Neuindexierung, Crawling-Meldungen häufen sich | Immer direkt auf das Endziel leiten, nie über Zwischenstationen |
| Sitemap enthält noch alte URLs | Search Console meldet massenhaft nicht erreichbare Seiten | Sitemap neu erzeugen und direkt nach dem Launch einreichen |
| Domain gewechselt ohne Umzugsmeldung | Sichtbarkeit sinkt trotz korrekter Weiterleitungen langsam ab | Adressänderung in der Search Console melden, beide Domains verifizieren |
Die gute Nachricht: Alle diese Punkte sind vermeidbar und kosten in der Vorbereitung zusammen selten mehr als einen Arbeitstag. Die schlechte: Nach dem Launch ist die Reparatur deutlich teurer. Ein Angebot ohne Position für Redirects und Migration ist deshalb kein günstigeres Angebot, sondern ein unvollständiges. Frag konkret: Wer erstellt die Weiterleitungsliste, wann wird sie getestet, wer schaut in den ersten 30 Tagen in die Search Console.
Der Ablauf: was in welcher Reihenfolge passieren muss
Eine Reihenfolge, die Nacharbeit spart.
Die meisten Relaunch-Projekte scheitern nicht an einzelnen Aufgaben, sondern an der Reihenfolge. Ist das Design fertig, bevor die Seitenstruktur steht, wird die Struktur nachträglich an das Design angepasst statt umgekehrt. Werden die Redirects erst am Launchtag gebaut, fehlt die Zeit zum Testen. Ein Relaunch ist zu großen Teilen Vorbereitung, und genau deshalb ist ein Launch in 14 Tagen überhaupt möglich: Der Bau geht schnell, wenn vorher entschieden wurde.
| Schritt | Richtiger Zeitpunkt | Was passiert, wenn er fehlt |
|---|---|---|
| URL-Inventar der alten Seite ziehen | Vor dem ersten Entwurf | Später weiß niemand mehr, welche Seiten es gab |
| Top-Seiten nach Traffic und Backlinks markieren | In der ersten Projektwoche | Wichtige Seiten fallen bei der neuen Struktur unbemerkt raus |
| Seitenstruktur festlegen und freigeben | Vor dem Design | Design wird zweimal gemacht, Zeitplan rutscht |
| Inhalte sammeln und redigieren | Parallel zum Design | Das Projekt wartet wochenlang auf Texte |
| Redirect-Karte alt zu neu erstellen | Spätestens zwei Wochen vor Launch | 404-Fehler und Rankingverlust ab Tag eins |
| DNS-TTL senken | Drei Tage vor Umstellung | Die Umstellung zieht sich über Stunden statt Minuten |
| noindex und robots.txt prüfen | Am Launchtag, vor der Freigabe | Die Seite verschwindet komplett aus der Suche |
| Formulare und Mailversand live testen | Am Launchtag, nach der Umstellung | Anfragen kommen nie an und niemand merkt es |
| Sitemap einreichen, Weiterleitungen stichprobenartig prüfen | Direkt nach dem Launch | Die Neuindexierung zieht sich unnötig lange |
| Search Console und Statistik gegenprüfen | Tag 1, 7, 30 | Einbrüche fallen erst auf, wenn Aufträge fehlen |
Die Punkte mit dem größten Hebel stehen oben und unten: das URL-Inventar am Anfang, das Monitoring am Ende. Wenn ein Anbieter sagt, Monitoring sei nicht nötig, weil "die Weiterleitungen ja stimmen", ist das wie eine Elektroinstallation ohne Abnahmemessung. Meistens stimmt es. Wenn nicht, merkst du es zum schlechtesten Zeitpunkt.
Zu den Freigaben ein praktischer Hinweis: Lege vorher fest, wer final entscheidet. Projekte verzögern sich häufig, weil vier Personen eine Meinung zur Startseite haben und keine davon entscheiden darf. Eine entscheidungsbefugte Person, klare Feedbackrunden, nichts geht live ohne Freigabe: Das reicht.
Nach dem Launch: die ersten 90 Tage und die laufenden Kosten
Der Relaunch endet nicht mit der Umstellung.
Am Tag der Umstellung ist ein Relaunch nicht fertig, sondern fast fertig. Der Rest ist Kleinkram, der erst im echten Betrieb auffällt: ein Formular, das im Spamfilter landet, ein Bild, das auf einem Gerät falsch schneidet, eine Weiterleitung auf die falsche Unterseite. Deshalb gehört eine Support-Phase nach dem Launch in jedes ernsthafte Angebot. 30 Tage sind ein sinnvoller Rahmen, in dem solche Punkte ohne neue Rechnung korrigiert werden.
Danach beginnen die laufenden Kosten, und die solltest du vor dem Projekt kennen. Sie sind der Grund, warum eine billige Umsetzung über drei Jahre teurer sein kann als eine solide.
- Hosting und Domain: in der Praxis meist 5 bis 30 Euro im Monat für eine normale Firmenseite.
- Updates und Sicherheit: entweder Eigenleistung oder ein Pflegepaket, üblicherweise ab rund 50 bis 150 Euro monatlich.
- Inhaltliche Pflege: neue Referenzen, Stellenanzeigen, Preisänderungen. Aufwand hängt an dir, nicht am System.
- Rechtliche Nachbesserungen: neue Dienste, geänderte Consent-Anforderungen, Änderungen im Impressum.
- SEO-Nacharbeit: nach etwa acht bis zwölf Wochen lohnt ein Blick, welche Seiten schlechter laufen als vorher.
Bei Pixylmedia sind 30 Tage Launch-Support inklusive, danach beginnt ein Care-Plan ab 99 Euro im Monat. Wichtiger als die Zahl ist das Prinzip: Ein Angebot ohne jede Aussage zu Pflege und Support ist kein Vorteil, sondern eine offene Rechnung. Was laufende Kosten über die Jahre ausmachen, steht im Ratgeber zu den laufenden Kosten einer Website.
Setz dir außerdem einen Termin 90 Tage nach dem Launch in den Kalender. Dann vergleichst du drei Werte mit dem Zeitraum davor: Anzahl der Anfragen, Sichtbarkeit in der Search Console, Ladezeit auf dem Handy. Sind alle drei besser oder gleich, war der Relaunch erfolgreich. Wenn nicht, hast du noch genug Daten, um gezielt nachzubessern statt zu raten.
Fazit: worauf es bei deinem Relaunch wirklich ankommt
Kurz zusammengefasst, mit konkretem nächsten Schritt.
Ein Relaunch kostet in der Praxis meist zwischen 2.000 und 12.000 Euro, und diese Zahl allein sagt wenig. Entscheidend ist, was in der Summe steckt: ob Inhalte redigiert oder nur kopiert werden, ob es ein Redirect-Konzept gibt, ob nach dem Launch jemand hinschaut. Übernehmen kannst du Domain, Inhalte als Rohmaterial, Logo, Bewertungen und, mit sauberer Vorbereitung, auch die Rankings. Neu bauen musst du Design, Technik, Rechtstexte und die interne Struktur. Der größte Schaden entsteht nicht durch ein zu teures Angebot, sondern durch verlorene Sichtbarkeit nach einem schlecht vorbereiteten Umzug.
Wenn du am Anfang stehst, mach vor allen Anbietergesprächen zwei Dinge selbst. Erstens: Zieh eine vollständige Liste deiner bestehenden URLs und markiere die zwanzig wichtigsten Seiten nach Traffic. Zweitens: Klär, wo Domain, Hosting und Quellcode liegen und wer Zugriff hat. Das kostet dich zusammen etwa zwei Stunden und verändert jedes folgende Angebot, weil du damit über Substanz verhandelst statt über Optik.
Und wenn nach dieser Bestandsaufnahme herauskommt, dass deine Seite technisch in Ordnung ist und dich nur die Optik stört: Dann brauchst du keinen Relaunch, sondern ein Redesign. Ein Relaunch lohnt sich, wenn die Technik dich bremst, nicht wenn dir eine Farbe nicht mehr gefällt.
Häufige Fragen
- Was kostet ein Website-Relaunch?
- Ein Relaunch liegt im deutschen Mittelstand erfahrungsgemäß zwischen 2.000 und 12.000 Euro, je nach Umfang der alten Seite und Anteil neuer Inhalte. Entscheidend ist die Aufschlüsselung: Bestandsanalyse, Struktur, Design, Umsetzung, Redaktion, Redirect-Konzept und Monitoring. Bei Pixylmedia steht der Festpreis vor Projektstart fest, Basic ab 2.000 Euro, Pro bei 4.500 Euro.
- Wie lange dauert ein Website-Relaunch?
- Der Bau selbst dauert bei guter Vorbereitung rund zwei Wochen, bei Pixylmedia sind 14 Tage bis zum Launch der Regelfall. Die meiste Zeit geht davor drauf: URL-Inventar, Seitenstruktur und vor allem die Inhalte. Projekte verzögern sich fast immer, weil Texte fehlen, nicht weil die Technik langsam ist. Sammle Inhalte vor dem Start.
- Verliere ich bei einem Relaunch meine Google-Rankings?
- Nur wenn die Vorbereitung fehlt. Rankings ziehen mit um, sobald jede alte URL per 301 direkt auf ihr neues Ziel zeigt und die Weiterleitungen vor dem Go-Live getestet werden. Ein leichter Rückgang in den ersten Wochen ist normal, weil Google die neue Struktur neu bewerten muss. Flacht er nach vier Wochen nicht ab, fehlen meist Weiterleitungen.
- Was kann ich von meiner alten Website übernehmen?
- Domain, Logo, Google-Bewertungen und deine Rankings nimmst du vollständig mit. Texte und Bilder sind Rohmaterial: brauchbar, aber sie müssen gekürzt und für die neue Struktur neu sortiert werden, rechne mit 20 bis 45 Minuten je Seite. Design, Code, Theme und Plugins lohnen sich fast nie, weil genau die alte Technik meist der Grund für den Relaunch ist.
- Lohnt sich ein Relaunch oder reicht ein Redesign?
- Ein Redesign reicht, wenn deine Seite technisch sauber läuft, schnell ist und Updates bekommt und dich nur die Optik stört. Dann bleibt die Technik stehen, die URLs ändern sich nicht und das Ranking-Risiko entfällt. Für einen echten Relaunch sprechen fehlende Sicherheitsupdates, ein zähes Verhalten auf dem Handy und Änderungen, die jedes Mal etwas anderes kaputt machen.
Genug gesehen?
Festpreis. Zwei Wochen. Direkt mit dem Macher. Kein Vorgespräch-Marathon, keine Newsletter-Falle.