Website erstellen lassen: Worauf du vorher achten musst
Eine Website erstellen zu lassen ist für die meisten Selbstständigen und kleinen Unternehmen ein Einmal-Projekt. Man macht es alle fünf bis acht Jahre, hat keine Routine darin und trifft trotzdem Entscheidungen, die lange nachwirken: Wem gehört die Domain, wer kann Texte ändern, was kostet der Betrieb im dritten Jahr. Die teuren Fehler passieren fast nie beim Design, sondern in den zwei Wochen vor der Beauftragung. Dieser Artikel führt dich durch den kompletten Ablauf, gibt dir einen Fragenkatalog für das Erstgespräch, eine Liste der Unterlagen, die du bereitlegen musst, und die Rechte, die schriftlich geregelt sein sollten.
- 13 Min.
- Juli 2026
- 9
Bevor du irgendwen anfragst: vier Dinge, die nur du klären kannst
Kein Dienstleister kann dir diese Antworten abnehmen.
Die häufigste Ursache für Projekte, die sich über Monate ziehen, ist nicht der Dienstleister. Es ist eine Anfrage, die im Kern lautet: „Wir brauchen mal was Neues." Damit beginnt ein Projekt ohne Ziel, und ein Projekt ohne Ziel hat auch kein Ende. Bevor du die erste Mail schreibst, solltest du vier Punkte für dich beantwortet haben. Das dauert eine Stunde mit Zettel und Stift und spart dir später Wochen.
Erstens: Was soll auf der Website passieren? Nicht „informieren", sondern konkret. Soll jemand anrufen, ein Formular ausfüllen, einen Termin buchen, eine Bewerbung schicken, ein Angebot anfordern? Diese eine Handlung ist die Achse, um die sich der ganze Aufbau dreht. Wer sie nicht benennt, bekommt eine hübsche Broschüre im Netz, die nichts auslöst.
Zweitens: Wer soll das lesen? Ein Elektrobetrieb, der Fachkräfte sucht, braucht eine andere Seite als einer, der Privatkunden für Photovoltaik gewinnen will. Drittens: Welchen Rahmen hast du? Nicht die Wunschzahl, sondern die Grenze, ab der du Nein sagst. Viertens: Wann muss die Seite live sein und warum? Ein echtes Datum (Messe, Ladeneröffnung, Auslaufen des alten Vertrags) beschleunigt ein Projekt mehr als jede Vertragsklausel.
Wer baut eigentlich Websites: die vier Anbietertypen
Der Unterschied liegt weniger im Können als in Struktur, Kosten und Erreichbarkeit.
Der Markt ist unübersichtlich, weil sich alle ähnlich nennen. Faktisch gibt es vier Modelle, und sie unterscheiden sich weniger im handwerklichen Können als in Overhead, Ansprechpartner und Ausfallrisiko. Die Preisangaben in der folgenden Tabelle sind Erfahrungswerte aus Angeboten, die im deutschsprachigen Raum für kleine und mittlere Unternehmensseiten kursieren, keine Statistik. Sie sollen dir eine Größenordnung geben, keine Garantie.
| Anbietertyp | Typische Spanne (Erfahrungswert) | Passt, wenn | Das Risiko dabei |
|---|---|---|---|
| Baukasten selbst gebaut | 0 bis 400 Euro im Jahr plus deine Zeit | Hobbyprojekt, Verein, erster Test einer Geschäftsidee | Deine Zeit ist der eigentliche Preis, Umzug später kaum möglich |
| Baukasten mit Dienstleister | 800 bis 2.500 Euro einmalig | Kleines Budget, wenige Seiten, kein Anspruch an Technik | Du bezahlst für Aufbau in einem System, das dir nicht gehört |
| Solo-Werkstatt oder Freelancer | 2.000 bis 8.000 Euro einmalig | Klarer Umfang, ein Ansprechpartner, direkte Wege gewünscht | Urlaub, Krankheit, Ausfall: kläre Vertretung und Übergabe |
| Agentur mit Team | 6.000 bis 25.000 Euro einmalig | Mehrere Standorte, Shop, komplexe Anbindungen, Marke im Aufbau | Overhead, wechselnde Ansprechpartner, längere Laufzeiten |
| Mietmodell (Website ab X Euro im Monat) | 49 bis 250 Euro monatlich, 24 bis 60 Monate Laufzeit | Keine Einmalzahlung möglich, alles aus einer Hand gewünscht | Gesamtkosten oft doppelt, Website gehört dir am Ende nicht |
Die ehrlichste Aussage dazu: Wenn du ein reines Hobbyprojekt hast, eine Seite für den Sportverein oder eine Idee, die du erst einmal testen willst, dann nimm einen Baukasten und mach es selbst. Dafür einen Dienstleister zu bezahlen, ist rausgeworfenes Geld. Individuelle Entwicklung lohnt sich ab dem Punkt, an dem die Website Aufträge bringen soll, an dem Ladezeit und Auffindbarkeit Umsatz beeinflussen und an dem du nicht willst, dass ein Anbieter über dein wichtigstes Schaufenster verfügt.
Beim Mietmodell lohnt sich immer das Nachrechnen. 99 Euro monatlich über 48 Monate sind 4.752 Euro, und danach besitzt du in der Regel nichts. Es ist selten die günstige Variante, als die es verkauft wird. Wie du solche Angebote sauber gegenüberstellst, steht im Ratgeber zum Angebotsvergleich.
Die Anfrage: was in ein Briefing gehört
Eine halbe Seite reicht, wenn das Richtige drinsteht.
Du musst kein Lastenheft schreiben. Aber je präziser deine Anfrage, desto vergleichbarer die Angebote, die zurückkommen. Wenn drei Anbieter dasselbe Dokument bekommen, bekommst du drei Angebote für dasselbe Projekt. Wenn jeder etwas anderes liest, bekommst du drei Preise für drei verschiedene Websites und kannst sie nicht vergleichen.
- Wer du bist: Branche, Einzugsgebiet, Größe, seit wann am Markt.
- Was die Website auslösen soll: Anruf, Formular, Terminbuchung, Bewerbung.
- Ungefähre Seitenliste: Start, Leistungen (wie viele?), Über uns, Referenzen, Kontakt, Impressum, Datenschutz.
- Besondere Funktionen: Formular, Terminbuchung, Shop, mehrsprachig, Stellenanzeigen, Blog.
- Was du selbst lieferst: Logo, Texte, Fotos, Bestandsdaten. Was du nicht liefern kannst.
- Budgetrahmen und Wunschtermin, beides als Spanne.
- Zwei bis drei Websites, die dir gefallen, mit einem Satz warum.
Der letzte Punkt ist der unterschätzteste. „Mir gefällt Seite X, weil sie ruhig wirkt und ich in drei Sekunden verstehe, was die Firma macht" sagt einem Gestalter mehr als drei Absätze Beschreibung. Umgekehrt hilft auch ein Gegenbeispiel: eine Seite, die du bewusst nicht willst.
Was du dagegen nicht tun solltest: dieselbe Anfrage an zehn Anbieter streuen. Drei bis vier gezielt ausgesuchte Anfragen bringen bessere Ergebnisse. Auf Massenanfragen antworten gut ausgelastete Anbieter erfahrungsgemäß gar nicht oder mit einem Pauschalpreis, der das Ratespiel einpreist.
Der Fragenkatalog für das Erstgespräch
Zwölf Fragen, eine gute Antwort, ein Warnsignal.
Das Erstgespräch ist keine Verkaufsveranstaltung, sondern deine Prüfung. Du musst nicht technisch mitreden können, du musst nur zuhören, ob die Antworten konkret oder schwammig sind. Nimm diese Tabelle mit ins Gespräch und hake ab. Wenn drei oder mehr Antworten in der rechten Spalte landen, hol dir ein weiteres Angebot ein.
| Deine Frage | Gute Antwort klingt so | Warnsignal |
|---|---|---|
| Womit baust du die Seite konkret? | Klare Nennung: individuell entwickelt, WordPress mit Theme X, System Y | „Das entscheiden wir später" oder gar keine Antwort |
| Was kostet das Ganze, verbindlich? | Festpreis vor Projektstart, alle Positionen benannt | Nur Stundensatz ohne Obergrenze, Position „Sonstiges" |
| Wie viele Korrekturrunden sind drin? | Zahl plus Definition, was als eine Runde zählt | „So lange, bis Sie zufrieden sind" ohne schriftliche Grenze |
| Wer schreibt die Texte? | Eindeutig geklärt inklusive Termin und Preis | „Die Texte kommen von Ihnen" im Nebensatz |
| Woher kommen die Bilder und wer haftet für Lizenzen? | Lizenzquelle benannt, Nachweis wird übergeben | Bilder „aus dem Netz", keine Lizenzangabe |
| Was kann ich nach dem Launch selbst ändern? | Konkret: Texte und Bilder ja, Layout nein, Einweisung inklusive | „Melden Sie sich einfach, wir machen das" |
| Auf wen läuft die Domain? | Auf dich als Inhaber, du bekommst die Zugangsdaten | Domain läuft auf den Dienstleister |
| Wem gehören Code und Design nach der Zahlung? | Dir, uneingeschränkt, schriftlich im Angebot | „Nutzungsrecht für die Vertragslaufzeit" |
| Wie schnell wird die Seite, und wie misst du das? | Messbares Ziel, etwa Lighthouse-Wert oder Ladezeit mobil | „Die wird schon schnell" ohne Zahl |
| Wie löst du Datenschutz konkret? | Fonts lokal, keine US-Dienste ohne Einwilligung, AV-Vertrag | „Da haben wir ein Plugin" |
| Was passiert nach dem Launch, was kostet Wartung? | Supportzeitraum genannt, Wartungspreis und Kündigungsfrist offen | Wartung ist Pflicht, Laufzeit 24 Monate oder länger |
| Wer arbeitet tatsächlich an meinem Projekt? | Namen und Rollen, Vertretungsregel bei Ausfall | Verkäufer im Gespräch, unbekanntes Team im Projekt |
Zwei Fragen entscheiden im Streitfall über Geld: die Domain und die Rechte am Code. Beides klingt formal, wird aber teuer, sobald du wechseln willst. Dazu mehr in Kapitel sieben.
Der Ablauf: von der Anfrage bis zum Go-Live
Sechs Phasen, klare Verantwortlichkeiten, realistische Dauer.
Ein Webprojekt scheitert selten an der Technik. Es scheitert an Wartezeiten, und die entstehen fast immer auf Kundenseite: Texte, Fotos, Freigaben. Deshalb ist die wichtigste Spalte der folgenden Tabelle nicht die Dauer, sondern die Verantwortung. Wenn beide Seiten vor Projektstart wissen, wer wann was liefert, halbiert sich die Laufzeit in der Praxis.
| Phase | Was passiert | Wer ist dran | Realistische Dauer |
|---|---|---|---|
| 1. Anfrage und Erstgespräch | Ziel, Umfang, Rahmen klären, Fragenkatalog durchgehen | Beide | 1 Gespräch, 30 bis 60 Minuten |
| 2. Angebot und Beauftragung | Festpreis, Leistungsbeschreibung, Zeitplan, Zahlungsplan | Anbieter erstellt, du prüfst | 2 bis 7 Tage |
| 3. Material und Struktur | Logo, Fotos, Texte, Zugänge liefern, Seitenplan abstimmen | Überwiegend du | 3 Tage bis mehrere Wochen |
| 4. Entwurf und Freigabe | Startseite und Unterseitenmuster, ein bis zwei Korrekturrunden | Anbieter baut, du gibst frei | 3 bis 10 Tage |
| 5. Umsetzung und Technik | Alle Seiten, Formulare, Ladezeit, Datenschutz, mobile Ansicht | Anbieter | 5 bis 15 Tage |
| 6. Testphase und Go-Live | Korrekturlesen, Formulartest, Domain umziehen, Livegang | Beide, Freigabe bei dir | 1 bis 3 Tage |
| 7. Nach dem Launch | Einweisung, Feinschliff, Nachbesserungen, Übergabe der Zugänge | Anbieter, auf deinen Zuruf | 2 bis 4 Wochen Support |
Zur Gesamtdauer: In der Praxis liegen Projekte dieser Größe zwischen zwei Wochen und vier Monaten. Die Spanne ist deshalb so groß, weil Phase drei komplett bei dir liegt. Wer Texte und Bilder vollständig zum Start bereitlegt, ist in zwei bis drei Wochen live. Wer erst nach dem Entwurf anfängt, Fotos zu suchen, braucht drei Monate. Pixylmedia arbeitet mit einem festen Launch-Termin nach 14 Tagen, aber auch das funktioniert nur, wenn das Material vorher steht.
Achte im Angebot auf eine Regelung für den Fall, dass du nicht lieferst. Fair ist: Fehlt dein Material nach einer vereinbarten Frist, ruht das Projekt und wird später neu eingetaktet. Unfair ist, wenn Wartezeit berechnet wird, ohne dass das vorher vereinbart war.
Die Unterlagen: was du bereitlegen musst
Diese Liste ist der eigentliche Zeitplan deines Projekts.
Fast jede Verzögerung in einem Webprojekt hat denselben Auslöser: eine Datei, die niemand findet, oder ein Zugang, den nur der ehemalige Praktikant hatte. Geh die folgende Liste durch, bevor du beauftragst. Was fehlt, besorgst du in der Angebotsphase, nicht mitten im Projekt.
| Unterlage oder Zugang | Wofür gebraucht | Wann fällig | Wenn es fehlt |
|---|---|---|---|
| Logo als Vektordatei (SVG, AI, EPS) | Scharfe Darstellung in allen Größen | Vor Entwurfsbeginn | Logo wirkt unscharf, Nachbau kostet 150 bis 500 Euro |
| Domain-Zugang beim Registrar | Umzug, DNS, E-Mail-Einstellungen | Vor dem Go-Live | Livegang verschiebt sich um Tage bis Wochen |
| Zugang zum alten Hoster oder CMS | Inhalte sichern, Weiterleitungen setzen | Zu Projektbeginn | Alte Inhalte und Rankings gehen verloren |
| Texte oder Textrohfassungen | Aufbau und Gestaltung der Seiten | Spätestens zur Umsetzung | Häufigster Grund für Projektstillstand |
| Fotos in Originalauflösung | Startseite, Team, Referenzen | Vor Entwurfsbeginn | Stockfotos statt echter Bilder, weniger Vertrauen |
| Impressumsdaten und Rechtsform | Impressum, Datenschutzerklärung | Vor dem Go-Live | Abmahnrisiko, Seite darf so nicht live gehen |
| Bestehende Google-Konten (Business, Analytics) | Verknüpfung, Karten, Auswertung | Zur Umsetzung | Standortdaten und Statistiken starten bei null |
| Liste bestehender Seiten-URLs | Weiterleitungen beim Relaunch | Vor dem Go-Live | Fehlerseiten, Verlust bestehender Sichtbarkeit |
Zwei Punkte davon sind kritisch. Der Domain-Zugang: Bei alten Websites läuft die Domain oft auf eine Agentur, die es nicht mehr gibt, oder auf eine private Mailadresse, die niemand mehr abruft. Die Rückholung dauert im Zweifel Wochen. Und die Liste bestehender URLs: Wenn du eine Website ersetzt, entscheidet die Weiterleitung darüber, ob deine bisherige Sichtbarkeit bei Google erhalten bleibt.
Rechte und Eigentum: was dir nach der Zahlung gehören muss
Das Kapitel, das die meisten überspringen und Jahre später bereuen.
Es ist völlig legal, eine Website so zu verkaufen, dass sie dem Kunden nicht gehört. Es steht dann irgendwo im Angebot, meist in einem unauffälligen Satz mit den Wörtern Nutzungsrecht, Lizenz oder Laufzeit. Auffallen tut es erst, wenn du wechseln willst und feststellst: Du kannst nichts mitnehmen. Nicht das Design, nicht den Code, manchmal nicht einmal die Domain. Der Wechsel kostet dann ein komplettes neues Projekt.
- Domain: Läuft auf dich als Inhaber (Registrant), nicht auf den Dienstleister. Du hast die Zugangsdaten zum Registrar.
- Quellcode und Design: Gehen nach vollständiger Zahlung uneingeschränkt an dich über, zeitlich und räumlich unbegrenzt, auch für die Weiterbearbeitung durch Dritte.
- Zugänge: Hosting, CMS, Formular-Dienste, Analytics. Alles auf deinen Namen oder mit Admin-Zugang für dich.
- Bildlizenzen: Nachweise werden dir übergeben, damit du im Streitfall belegen kannst, dass die Nutzung erlaubt ist.
- Datenschutz: AV-Vertrag mit dem Hoster, Schriftarten lokal eingebunden, keine US-Dienste ohne vorherige Einwilligung.
- Backups: Du weißt, wo sie liegen, wie oft sie laufen und wie du im Notfall drankommst.
Zum Datenschutz eine Einordnung ohne Panikmache: Der Klassiker ist die Einbindung von Google Fonts direkt vom Google-Server, wodurch beim Seitenaufruf die IP-Adresse des Besuchers übertragen wird. Das lässt sich vermeiden, indem die Schriften lokal auf dem eigenen Server liegen. Dasselbe Prinzip gilt für Karten, Videos und Analyse-Werkzeuge: datensparsam einbinden oder erst nach aktiver Einwilligung laden.
Frag im Erstgespräch gezielt danach. Dass Website, Domain und Code nach Abschluss dem Kunden gehören, ist kein Alleinstellungsmerkmal, sondern sollte Standard sein. Entscheidend ist nur, dass es schriftlich im Angebot steht und nicht mündlich zugesagt wird.
Nach dem Launch: was noch kommt
Der Livegang ist ein Zwischenschritt, kein Abschluss.
Am Tag des Go-Live ist eine Website nicht fertig, sie ist zum ersten Mal öffentlich. Erfahrungsgemäß fallen in den ersten vier Wochen noch Kleinigkeiten auf: ein Formular, das im Spam landet, ein Tippfehler auf Seite sieben, ein Bild, das auf dem Handy anders wirkt als am Bildschirm. Deshalb ist die entscheidende Frage im Angebot: Was ist nach dem Launch noch enthalten und ab wann kostet es?
Übliche Modelle sind ein Supportzeitraum von zwei bis vier Wochen nach Livegang, in dem Fehler und kleine Anpassungen ohne Zusatzkosten behoben werden, danach ein Wartungspaket oder Abrechnung nach Aufwand. Pixylmedia gibt hier 30 Tage Launch-Support und danach einen Care-Plan ab 99 Euro monatlich, kündbar. In der Praxis liegen Wartungspakete im Markt meist zwischen 30 und 250 Euro monatlich, abhängig davon, ob nur Updates und Backups enthalten sind oder auch Änderungsstunden.
Dazu kommen laufende Grundkosten, die unabhängig vom Dienstleister anfallen: Hosting liegt für kleine Unternehmensseiten erfahrungsgemäß zwischen 5 und 30 Euro monatlich, eine .de-Domain zwischen 5 und 20 Euro im Jahr, ein Mailpostfach je nach Anbieter zwischen 0 und 6 Euro monatlich. Wenn ein Angebot deutlich darüber liegt, frag nach, was zusätzlich enthalten ist. Manchmal ist es Wartung, manchmal ist es Marge.
Was du selbst tun solltest: Lass dir bei der Übergabe zeigen, wie du Texte und Bilder änderst, und mach das einmal live mit, nicht per Video. Fünfzehn Minuten Einweisung ersparen dir jahrelang kleine Rechnungen. Und trag dir einen Termin in sechs Monaten ein, um die Seite selbst durchzuklicken: Preise aktuell, Öffnungszeiten korrekt, Formular funktioniert? Was ein Neuaufbau später kostet, steht im Ratgeber zu den Relaunch-Kosten.
Fazit: die Reihenfolge entscheidet
Erst Ziel, dann Umfang, dann Preis. Nie umgekehrt.
Die meisten Menschen starten ein Webprojekt mit der Frage nach dem Preis und landen deshalb bei Angeboten, die sie nicht vergleichen können. Dreh die Reihenfolge um. Kläre zuerst, was die Website auslösen soll und für wen. Dann leg fest, was gebaut werden muss, damit das passiert. Erst danach ist der Preis eine sinnvolle Frage, weil du jetzt weißt, wofür er gilt.
Konkret für die nächsten zwei Wochen: Schreib dein Ziel in einem Satz auf. Erstell die grobe Seitenliste. Sammle Logo, Fotos, Domain-Zugang und Rechtsform in einem Ordner. Frag drei Anbieter gezielt an, mit demselben kurzen Briefing. Nimm den Fragenkatalog aus Kapitel vier mit ins Gespräch. Prüf im Angebot vor allem drei Dinge: Festpreis mit klarem Umfang, Domain und Code gehören dir, Wartung ist kündbar. Wenn diese drei Punkte stimmen, sind die meisten teuren Fehler ausgeschlossen.
Und der ehrliche Teil: Nicht jedes Vorhaben braucht einen Dienstleister. Wenn du eine Seite für ein Hobby, einen Verein oder eine Idee brauchst, die du erst testen willst, dann bau sie mit einem Baukasten selbst und investier das gesparte Geld in gute Fotos oder in Werbung. Individuelle Entwicklung lohnt sich, wenn die Website Anfragen bringen soll und wenn Ladezeit, Auffindbarkeit und Eigentum an deiner eigenen Seite eine Rolle spielen. Wer dir das Gegenteil erzählt, verkauft dir etwas, das du nicht brauchst.
Das größte Risiko in einem Webprojekt ist nicht der Preis, sondern die ungeklärte Zuständigkeit. Wenn beide Seiten wissen, wer bis wann was liefert und wer welche Freigabe gibt, läuft der Rest fast von allein.
Häufige Fragen
- Was kostet es, eine Website erstellen zu lassen?
- Eine professionelle Unternehmensseite liegt erfahrungsgemäß zwischen 2.000 und 8.000 Euro bei einer Solo-Werkstatt oder einem Freelancer, bei Agenturen mit Team eher zwischen 6.000 und 25.000 Euro. Baukasten-Lösungen mit Dienstleister starten bei rund 800 Euro. Pixylmedia arbeitet mit einem Festpreis ab 2.000 Euro, das Pro-Paket kostet 4.500 Euro. Entscheidend ist, dass der Umfang vor der Zahl feststeht.
- Wie lange dauert es, bis die Website online ist?
- Projekte dieser Größe dauern in der Praxis zwischen zwei Wochen und vier Monaten. Der Unterschied liegt fast nie an der Technik, sondern an deinem Material: Wer Texte, Fotos, Logo und Zugänge vollständig zum Start bereitlegt, ist meist in zwei bis drei Wochen live. Pixylmedia arbeitet mit einem festen Launch-Termin nach 14 Tagen, was ebenfalls voraussetzt, dass die Inhalte vorher stehen.
- Welche Unterlagen brauche ich, bevor ich beauftrage?
- Vor der Beauftragung solltest du dein Logo als Vektordatei, Fotos in Originalauflösung, Texte oder Rohfassungen, den Domain-Zugang beim Registrar, Zugänge zum alten Hoster, Impressumsdaten und bei einem Relaunch eine Liste der bestehenden URLs bereitlegen. Fehlendes Material ist der häufigste Grund für Verzögerungen, vor allem die Texte. Was fehlt, besorgst du in der Angebotsphase, nicht mitten im Projekt.
- Wem gehören Website, Code und Domain nach der Bezahlung?
- Dir, wenn es so im Angebot steht. Die Domain läuft auf dich als Inhaber, Quellcode und Design gehen nach vollständiger Zahlung uneingeschränkt an dich über, Zugänge zu Hosting und CMS laufen auf deinen Namen. Achte auf Formulierungen wie Nutzungsrecht für die Vertragslaufzeit oder Hosting ausschließlich über uns, das sind Anzeichen für Vendor-Lock-in. Mündliche Zusagen helfen im Streitfall nicht.
- Was kostet eine Website monatlich im laufenden Betrieb?
- Laufend fallen erfahrungsgemäß 5 bis 30 Euro monatlich für Hosting an, 5 bis 20 Euro im Jahr für eine .de-Domain und 0 bis 6 Euro monatlich fürs Mailpostfach. Wartungspakete liegen im Markt meist zwischen 30 und 250 Euro monatlich, je nach Umfang. Pixylmedia gibt 30 Tage Launch-Support und danach einen Care-Plan ab 99 Euro monatlich, kündbar.
Genug gesehen?
Festpreis. Zwei Wochen. Direkt mit dem Macher. Kein Vorgespräch-Marathon, keine Newsletter-Falle.