Website für Coaches und Berater: Expertise sichtbar machen
Coaching und Beratung sind unsichtbare Leistungen. Der Kunde kann vorher nicht anfassen, was er kauft, und er kann die Qualität erst beurteilen, wenn er bezahlt hat. Genau deshalb entscheidet deine Website über mehr als bei einem Handwerksbetrieb, dessen Arbeit man fotografieren kann. Sie muss in wenigen Minuten drei Dinge leisten: einordnen, wofür du stehst, belegen, dass du es kannst, und einen nächsten Schritt anbieten, der niemanden überfordert. Dieser Artikel zeigt dir, welche Bausteine dabei wirklich wirken, wie du Angebot und Preis darstellst, ohne dich zu verkaufen, und wo die typischen Fehler liegen.
- 11 Min.
- Juli 2026
- 9
Warum die meisten Coaching-Websites austauschbar wirken
Nicht das Design ist das Problem, sondern die Angst vor der Festlegung.
Öffne zehn Websites von Coaches nacheinander und du siehst dasselbe Muster: ein Bergpanorama oder ein leerer Konferenzraum, darüber ein Satz wie "Dein Potenzial entfalten", darunter drei Kacheln mit den Worten Vertrauen, Klarheit, Wirkung. Nach zwanzig Sekunden weiß der Besucher immer noch nicht, was du konkret machst, für wen und was es kostet. Er geht zurück in die Suchergebnisse und öffnet die nächste Seite. Das ist kein Geschmacksurteil, das ist ein Informationsproblem.
Der Grund für diese Beliebigkeit ist selten Faulheit. Er ist Angst. Wer schreibt "Ich arbeite mit Führungskräften, die zum ersten Mal ein Team von mehr als zehn Personen führen", schließt gefühlt neunzig Prozent aller möglichen Kunden aus. Das fühlt sich riskant an, besonders wenn der Kalender gerade Lücken hat. In der Praxis passiert das Gegenteil: Eine Seite, die niemanden ausschließt, spricht auch niemanden an. Die Anfragen, die trotzdem kommen, sind oft die falschen, und du verbringst Erstgespräche mit Menschen, die du am Ende weiterempfehlen musst.
Dazu kommt eine Besonderheit im Beratungsmarkt: Der Begriff Coach ist in Deutschland keine geschützte Berufsbezeichnung. Jeder darf sich so nennen, ohne Ausbildung, ohne Prüfung, ohne Kammer. Deine potenziellen Kunden wissen das, auch wenn sie es nicht aussprechen. Sie kommen mit einer gesunden Grundskepsis auf deine Seite und suchen nach Gründen, dir zu glauben oder eben nicht. Alles, was nach Versprechen ohne Beleg klingt, arbeitet gegen dich. Alles, was nachprüfbar ist, arbeitet für dich.
- Deine Startseite würde genauso für drei andere Coaches funktionieren, wenn man den Namen austauscht.
- Auf der Seite steht nirgends ein Preis, keine Spanne, kein Anhaltspunkt.
- Die Über-mich-Seite ist eine Ausbildungsliste mit Jahreszahlen und Zertifikatslogos.
- Es gibt kein einziges Foto von dir, oder nur ein Stockfoto von Händen und einem Notizbuch.
- Der einzige Handlungsaufruf ist "Kontakt" in der Navigation.
- Du kannst selbst nicht in einem Satz sagen, für wen die Seite geschrieben ist.
Zielgruppe benennen: die unbequemste Entscheidung
Wer alle meint, erreicht niemanden. Das gilt bei Beratung härter als in jeder anderen Branche.
Eine brauchbare Zielgruppenbeschreibung besteht aus drei Teilen: Wer sind diese Menschen beruflich, in welcher Situation stecken sie gerade, und woran merken sie selbst, dass sie Hilfe brauchen. "Menschen in Veränderungsprozessen" erfüllt keinen dieser Teile. "Teamleiterinnen und Teamleiter im ersten Jahr in der Rolle, die plötzlich Konflikte moderieren müssen, für die sie nie ausgebildet wurden" erfüllt alle drei. Der zweite Satz ist unbequemer und deutlich wirksamer.
Der häufigste Einwand lautet: "Aber ich arbeite doch auch mit anderen." Natürlich tust du das. Deine Website ist nicht dein Berufsbild, sie ist dein Schaufenster für Menschen, die dich noch nicht kennen. Bestandskunden und Empfehlungen kommen ohnehin. Die Seite muss für den Fall funktionieren, in dem jemand über eine Suche oder einen LinkedIn-Beitrag auf dich stößt und in zwei Minuten entscheidet, ob du gemeint bist.
Wenn du nicht weißt, wer das ist, hilft eine simple Übung ohne Theorie: Schreib deine letzten fünfzehn bezahlten Aufträge auf, mit Branche, Anlass, Format und Honorar. Streiche die, die anstrengend waren oder unter deinem Preis lagen. Was übrig bleibt, ist deine Zielgruppe, nicht das, was du dir wünschst. In der Regel bilden fünf bis acht dieser Aufträge ein klares Muster. Dieses Muster gehört auf die Startseite, in den ersten Bildschirm, in normaler Sprache und ohne Fachjargon.
Vertrauen ist der eigentliche Bauteil
Vertrauen entsteht aus Nachprüfbarkeit, nicht aus Adjektiven.
Bei Beratungsleistungen kauft niemand das Produkt, sondern die Wahrscheinlichkeit, dass du hältst, was du sagst. Diese Wahrscheinlichkeit schätzt dein Besucher aus Signalen, die er in wenigen Minuten sammelt. Manche dieser Signale sind teuer in der Herstellung, andere kosten dich eine halbe Stunde. Die folgende Tabelle ordnet die Bausteine nach Wirkung und Aufwand, damit du zuerst das machst, was am meisten bringt.
| Vertrauensbaustein | Was er beim Leser bewirkt | Aufwand | Häufigster Fehler |
|---|---|---|---|
| Echtes Porträtfoto, Gesicht sichtbar | Aus einer Marke wird eine Person, mit der man reden kann | Halber Tag, 250 bis 700 Euro Fotograf | Stockfoto oder ein Bild von 2014 aus dem Urlaub |
| Klarer Satz zur Zielgruppe im ersten Bildschirm | Der Besucher weiß in 5 Sekunden, ob er gemeint ist | 2 Stunden Denkarbeit, kein Geld | Slogan statt Aussage, zum Beispiel "Wachstum beginnt bei dir" |
| Beschriebener Ablauf mit Dauer und Schritten | Die unsichtbare Leistung wird greifbar und planbar | 3 bis 4 Stunden | Vage Prozessgrafik mit Kreisen ohne Text |
| Kundenstimmen mit vollem Namen und Funktion | Beweis von außen, den man theoretisch nachprüfen kann | 2 Wochen Vorlauf, du musst fragen | Anonyme Zitate wie "M. K., Führungskraft" wirken erfunden |
| Preis oder Preisspanne sichtbar | Nimmt die größte offene Frage aus dem Erstgespräch | 1 Stunde, dafür eine Entscheidung | Preis auf Anfrage bei einem Standardformat |
| Fachlicher Text zu einer typischen Frage der Zielgruppe | Zeigt Denkweise statt Behauptung von Kompetenz | 4 bis 6 Stunden pro Text | Allgemeine Blogartikel, die überall stehen könnten |
| Ausbildung, Verbandsmitgliedschaft, Supervision | Ordnet dich in ein Feld ein, in dem Titel ungeschützt sind | 1 Stunde, Belege sammeln | Logo-Wand ohne Erklärung, was die Zertifikate bedeuten |
Die Reihenfolge auf der Seite ist dabei fast so wichtig wie der Inhalt. Oben gehört die Einordnung hin: für wen, welches Thema, welches Format. Danach kommt der Beweis, also Kundenstimmen, Beispiele, Ergebnisse. Erst danach kommt deine Person mit Werdegang und Haltung. Viele Coaching-Seiten starten stattdessen mit der eigenen Geschichte, und das funktioniert nur, wenn dich der Besucher schon kennt.
Methodik zeigen, ohne alles zu verschenken
Der Ablauf ist bei Beratung das, was bei einem Handwerker die Projektfotos sind.
Ein Kunde, der ein Coaching bucht, kauft eine Zukunft, die er nicht sehen kann. Die einzige Möglichkeit, diese Unsicherheit zu verkleinern, ist ein konkreter Ablauf: wie viele Termine, in welchem Abstand, vor Ort oder digital, was zwischen den Terminen passiert, wie die Zusammenarbeit endet. Das klingt banal, aber genau diese Fragen stellt jeder Interessent im Erstgespräch. Stehen die Antworten schon auf der Seite, sparst du in jedem Gespräch zwanzig Minuten.
Die häufigste Sorge dabei: "Wenn ich meine Methode zeige, kopiert sie jemand." In der Praxis ist das Wissen selten der Engpass, fast jede Coaching-Methode steht seit Jahrzehnten in Büchern. Was du verkaufst, ist die Anwendung auf einen konkreten Fall und die Erfahrung mit Situationen, die schiefgehen können. Wer deine Prozessbeschreibung liest und daraufhin selbst zurechtkommt, hätte dich ohnehin nicht gebucht. Wer sie liest und denkt "genau so brauche ich das", schreibt dir.
Eine gute Ablaufbeschreibung braucht keine Grafik mit Kreisen und Pfeilen. Vier bis sechs Schritte in Textform reichen, jeder Schritt mit einem Satz zum Inhalt und einer Zeitangabe. Ergänze dazu, was du vom Kunden brauchst, denn das zeigt, dass Beratung Mitarbeit voraussetzt und keine Behandlung ist. Und benenne, wann eine Zusammenarbeit nicht sinnvoll ist. Ein Absatz wie "Wenn du eine akute psychische Belastung hast, ist Coaching der falsche Rahmen, dann ist eine Therapeutin die richtige Adresse" kostet dich ein paar Anfragen und bringt dir Glaubwürdigkeit bei allen anderen.
- Anzahl und Länge der Termine, konkret in Stunden und Wochen.
- Format: vor Ort, per Video, hybrid, in Gruppen oder einzeln.
- Was zwischen den Terminen passiert (Aufgaben, Reflexion, Zwischenkontakt).
- Was der Kunde mitbringen oder vorbereiten muss.
- Wie das Ende aussieht: Abschlussgespräch, Dokumentation, Nachfassen nach drei Monaten.
- Abgrenzung: wofür dein Angebot nicht gedacht ist.
Angebot und Preis darstellen, ohne dich zu verkaufen
Die Preisfrage ist die meistgelesene und meistvermiedene Information auf Beraterseiten.
Kaum ein Thema wird auf Coaching-Websites so konsequent umgangen wie der Preis. Die Begründung lautet meist, jeder Fall sei individuell. Das stimmt oft, ändert aber nichts daran, dass dein Besucher eine Größenordnung braucht, um überhaupt weiterzulesen. Ohne Anhaltspunkt entstehen zwei Gruppen: Menschen, die dich ungefragt für zu teuer halten, und Menschen, deren Budget um den Faktor fünf danebenliegt. Eine Spanne mit einer Erklärung, wovon sie abhängt, löst das in einem Absatz.
| Darstellung | Passt, wenn | Was du gewinnst | Was du riskierst |
|---|---|---|---|
| Festpreis-Pakete mit Namen und Umfang | Deine Formate sind wiederholbar und klar abgegrenzt | Vergleichbarkeit, weniger Rückfragen, schnellere Zusagen | Sonderfälle passen nicht ins Raster und wirken als Ausnahme |
| Stundensatz oder Tagessatz sichtbar | Du arbeitest projektbezogen mit wechselndem Umfang | Volle Transparenz, sortiert Preisdiskussionen früh aus | Der Kunde rechnet Stunden statt Ergebnis, Fokus auf Aufwand |
| Ab-Preis mit erklärender Zeile | Der Umfang schwankt stark, aber es gibt eine Untergrenze | Filtert Budgets, ohne dich festzulegen | Wirkt unseriös, wenn nicht dabeisteht, was den Preis treibt |
| Preisspanne von bis, plus Beispielrechnung | Deine Projekte liegen zuverlässig in einem Korridor | Ehrlich und trotzdem flexibel, gute Vorbereitung des Gesprächs | Der Leser merkt sich die untere Zahl und ist später enttäuscht |
| Preis nur im Erstgespräch | Du arbeitest fast nur mit Konzernen und Ausschreibungen | Maximale Verhandlungsfreiheit pro Fall | Höchste Absprungrate, viele unpassende Erstgespräche |
| Paketpreis plus Zusatzmodule | Es gibt einen Kern und typische Erweiterungen | Der Kunde stellt sich sein Paket selbst zusammen | Zu viele Optionen führen zu Entscheidungslähmung |
Zur Orientierung ein Erfahrungswert ohne Anspruch auf Repräsentativität: Im deutschsprachigen Raum liegen Honorare für Business-Coaching in Angeboten meist zwischen 120 und 300 Euro netto pro Stunde, bei Coaching auf Geschäftsführungsebene deutlich darüber. Mehrmonatige Begleitprogramme mit sechs bis zehn Terminen bewegen sich in der Praxis häufig zwischen 2.000 und 8.000 Euro. Diese Spannen ersetzen keine Marktforschung, sie geben dir nur ein Gefühl dafür, ob deine Zahlen im üblichen Rahmen liegen. Wichtiger als die Höhe ist, dass die Begründung auf deiner Seite steht.
Das Erstgespräch als klarer nächster Schritt
Ein guter Handlungsaufruf verlangt nicht die Kaufentscheidung, sondern nur die nächste kleine.
Niemand bucht ein sechsmonatiges Coaching über ein Formular. Der realistische nächste Schritt ist ein kurzes Gespräch, in dem beide Seiten prüfen, ob es passt. Genau das gehört als Handlungsaufruf auf die Startseite, unter jede Leistungsbeschreibung und ans Ende jedes Fachtexts. Nicht als Banner, sondern als ruhiger Abschnitt mit drei Angaben: wie lange das Gespräch dauert, was darin passiert und was danach kommt. Diese drei Angaben senken die Hemmschwelle mehr als jede Buttonfarbe.
Die Formulierung ist heikler, als sie aussieht. "Kostenloses Strategiegespräch sichern" ist in vielen Zielgruppen verbrannt, weil dahinter oft ein einstündiger Verkaufstermin steckt. Besser funktioniert eine nüchterne Beschreibung: "30 Minuten Kennenlernen per Video. Wir klären dein Anliegen und ich sage dir ehrlich, ob ich dafür die richtige Person bin. Kein Verkaufsgespräch, keine Rechnung." Wenn du das schreibst, musst du dich auch daran halten. Der schnellste Weg, Vertrauen zu zerstören, ist ein Erstgespräch, das nach fünf Minuten in eine Angebotspräsentation kippt.
Bei der Umsetzung stehen zwei Wege zur Wahl. Ein Terminbuchungstool nimmt dir die Abstimmung ab, weil der Interessent im Moment der Entscheidung buchen kann. Ein Formular mit drei bis fünf Feldern filtert stärker und gibt dir Vorwissen, kostet aber einen Tag Verzögerung. Für die meisten Solo-Beraterinnen und -Berater ist die Kombination aus beidem sinnvoll. Wichtig ist, dass beides datenschutzkonform eingebunden ist, dazu gleich mehr.
Content als Beweis statt als Content-Marketing
Bei Beratung ist der Text selbst die Arbeitsprobe.
In Branchen mit sichtbarem Ergebnis reichen Fotos. Bei Beratung gibt es keine Fotos vom Ergebnis, deshalb übernimmt der Text diese Rolle. Wenn du einen Fachtext schreibst, in dem du ein typisches Problem deiner Zielgruppe sauber auseinandernimmst, liest der Interessent nicht nur Informationen. Er sieht, wie du denkst, wie du strukturierst, wie ehrlich du mit Grenzen umgehst. Das ist die einzige Arbeitsprobe, die du vor dem Vertrag liefern kannst, und sie wirkt stärker als jedes Zertifikat.
Für die Praxis heißt das: weniger, aber besser. Acht bis zwölf substanzielle Texte, die eine echte Frage vollständig beantworten, schlagen fünfzig kurze Blogbeiträge über Motivation. Die Themen musst du nicht suchen, du hast sie schon: die Fragen aus deinen Erstgesprächen und die Situationen, in denen du regelmäßig dieselbe Erklärung wiederholst. Plane realistisch vier bis sechs Stunden pro Text, wenn er wirklich gut werden soll.
Video, Podcast und Newsletter sind zusätzliche Kanäle, keine Ersatzlösungen. Sie funktionieren nur, wenn du sie über Monate durchhältst, und sie kosten mehr Zeit, als die meisten vorher einplanen. Ehrliche Empfehlung: Bring zuerst die Website in Ordnung, schreib die acht Grundlagentexte, und entscheide erst danach über einen weiteren Kanal. Ein halbfertiger Podcast mit vier Folgen aus dem letzten Jahr schadet deinem Auftritt mehr, als er nützt.
Technik, Recht und was das Ganze kostet
Bei Beratung sind Datenschutz und Vertraulichkeit kein Nebenthema, sondern Teil des Produkts.
Deine Besucher vertrauen dir persönliche Themen an. Wenn deine Seite dabei Daten in die USA schickt, ohne dass jemand zugestimmt hat, passt das nicht zusammen. Impressum und Datenschutzerklärung sind Pflicht, das ist bekannt. Weniger bekannt ist, wie viele Standardwerkzeuge im Coaching-Alltag stillschweigend Daten weitergeben: das eingebettete Buchungstool, die Schriftart vom Google-Server, das Bewertungs-Widget, der Newsletter-Anbieter.
| Baustein | Bequeme Standardlösung | Das Problem daran | Praktikable Alternative |
|---|---|---|---|
| Terminbuchung | Calendly und ähnliche US-Dienste | Daten gehen in die USA, Einwilligung nötig, Einbindung oft als iframe | Cal.com selbst gehostet oder mit EU-Hosting, alternativ Formular plus Rückruf |
| Video-Termine | Zoom, Google Meet | US-Anbieter, Auftragsverarbeitungsvertrag und Hinweis in der Datenschutzerklärung nötig | Anbieter mit EU-Servern, Jitsi oder BigBlueButton bei eigenem Hosting |
| Newsletter | Mailchimp | US-Transfer plus fehlendes Double-Opt-in in vielen Setups | CleverReach, rapidmail oder Brevo, immer mit dokumentiertem Double-Opt-in |
| Schriften | Google Fonts direkt eingebunden | IP-Adresse wird ohne Einwilligung übertragen, das hat in Deutschland zu Abmahnwellen geführt | Schriften lokal auf dem eigenen Server einbinden, kostet nichts und ist schneller |
| Statistik | Google Analytics | Einwilligungsbanner zwingend, viele Besucher lehnen ab, Daten werden lückenhaft | Matomo selbst gehostet oder ein Analysedienst mit EU-Hosting ohne Cookies |
| Bewertungen | Google-Widget als eingebettetes Skript | Lädt Google-Code auf jeder Seite, auch wenn niemand die Bewertungen anschaut | Bewertungen als normalen Text übernehmen und auf das Profil verlinken |
Zwei rechtliche Punkte betreffen speziell Coaches. Erstens die Abgrenzung zur Heilkunde: Sobald deine Texte nach Behandlung klingen, also Heilung, Therapie oder das Beheben psychischer Erkrankungen versprechen, bewegst du dich in einem erlaubnispflichtigen Bereich. Formuliere deine Angebote als Begleitung und Entwicklung, und lass im Zweifel eine Anwältin über die Texte schauen. Zweitens die Barrierefreiheit: Das Barrierefreiheitsstärkungsgesetz gilt seit Mitte 2025 für bestimmte digitale Dienstleistungen an Verbraucher, wobei sehr kleine Unternehmen bei Dienstleistungen weitgehend ausgenommen sind. Ob du betroffen bist, ist eine juristische Frage und keine Webdesign-Frage.
Zu den Kosten: Für eine Website mit fünf bis zehn Seiten, individuellem Aufbau, Terminbuchung und sauberer Datenschutzumsetzung liegen die Angebote am deutschen Markt in der Praxis meist zwischen 2.000 und 8.000 Euro, je nach Umfang, Textarbeit und Fotoproduktion. Bei Pixylmedia steht der Festpreis vor Projektstart fest, Basic beginnt bei 2.000 Euro, Pro liegt bei 4.500 Euro, und der Launch ist in der Regel nach 14 Tagen erreicht. Dazu kommen laufende Kosten für Domain, Hosting und Werkzeuge, die je nach Setup zwischen 15 und 80 Euro im Monat liegen. Wie du unterschiedliche Angebote sauber gegeneinanderstellst, steht ausführlich im Ratgeber zum Angebotsvergleich.
Fazit: was du diese Woche konkret tun kannst
Nicht neu bauen, sondern erst klären. Die Reihenfolge entscheidet über das Ergebnis.
Die meisten Coaching-Websites scheitern nicht am Design, sondern an drei fehlenden Entscheidungen: für wen die Seite geschrieben ist, was die Zusammenarbeit konkret bedeutet und was sie ungefähr kostet. Wer diese drei Punkte klärt, bekommt aus fast jedem soliden Webdesign ein funktionierendes Ergebnis. Wer sie offenlässt, bekommt auch für 8.000 Euro eine schöne Seite, die keine Anfragen bringt. Deshalb ist die erste Investition Denkarbeit, nicht Geld.
Ehrlich gesagt: Nicht jeder braucht dafür eine individuell gebaute Website. Wenn du nebenberuflich coachst, deine Zielgruppe noch suchst und im Jahr fünf Kunden über Empfehlungen bekommst, reicht eine gut gepflegte Baukastenseite für 15 Euro im Monat vollkommen aus. Steck die Zeit lieber in die ersten Kunden. Eine individuelle Seite lohnt sich, wenn Beratung dein Haupteinkommen ist und Texte, Buchungsstrecke und Datenschutz zusammenpassen müssen.
Ein realistischer Fahrplan für die nächsten zwei Wochen: Schreib deine letzten fünfzehn Aufträge auf und finde das Muster. Formuliere daraus einen Satz zur Zielgruppe, den ein Außenstehender versteht. Beschreibe deinen Ablauf in vier bis sechs Schritten mit Zeitangaben. Leg eine Preisspanne fest und schreib dazu, wovon sie abhängt. Frag drei zufriedene Kunden, ob du ihre Stimme mit Namen und Funktion nutzen darfst. Erst wenn diese fünf Punkte stehen, hol Angebote für die Umsetzung ein.
Für die Umsetzung gilt dann dieselbe Regel wie für dein eigenes Geschäft: Frag nach Festpreis statt nach Schätzung, lass dir schriftlich geben, wem Domain, Code und Inhalte am Ende gehören, und klär vorher, was nach dem Launch passiert, wenn du selbst einen Text ändern willst. Diese drei Fragen kosten dich fünf Minuten im Erstgespräch und ersparen dir im schlechten Fall ein Jahr Ärger. Genau die Klarheit, die du deinen eigenen Kunden verkaufst, darfst du auch von deinem Dienstleister erwarten.
Häufige Fragen
- Was kostet eine Website für Coaches und Berater?
- Eine individuell gebaute Website mit fünf bis zehn Seiten, Terminbuchung und sauberer Datenschutzumsetzung kostet am deutschen Markt erfahrungsgemäß zwischen 2.000 und 8.000 Euro. Bei Pixylmedia startet der Festpreis bei 2.000 Euro, das Pro-Paket liegt bei 4.500 Euro. Dazu kommen laufende Kosten für Domain, Hosting und Werkzeuge von etwa 15 bis 80 Euro im Monat.
- Muss ich meine Preise auf der Coaching-Website angeben?
- Du musst keine festen Preise nennen, aber eine Größenordnung solltest du zeigen. Ohne Anhaltspunkt springen Besucher ab oder melden sich mit einem Budget, das um ein Vielfaches danebenliegt. Ein Satz wie "Eine Begleitung über drei Monate liegt je nach Umfang zwischen 2.400 und 4.200 Euro" reicht aus und bindet dich zu nichts.
- Wie lange dauert es, eine Coaching-Website zu erstellen?
- Rechne mit zwei bis vier Wochen, wenn Texte, Fotos und Ablaufbeschreibung schon vorbereitet sind. Der größere Teil der Zeit geht erfahrungsgemäß nicht in die Technik, sondern in die Klärung von Zielgruppe, Angebot und Preis. Bei Pixylmedia steht die Seite in der Regel nach 14 Tagen live, danach gibt es 30 Tage Support.
- Brauche ich als Coach überhaupt eine eigene Website, wenn ich über Empfehlungen komme?
- Wenn du nebenberuflich coachst und im Jahr wenige Kunden über Empfehlungen bekommst, reicht eine gepflegte Baukastenseite für rund 15 Euro im Monat. Eine individuell gebaute Website lohnt sich, sobald Beratung dein Haupteinkommen ist und Texte, Terminbuchung und Datenschutz zusammenpassen müssen. Auch Empfohlene schauen vorher nach, ob dein Auftritt zu dem passt, was man ihnen erzählt hat.
- Was muss ich als Coach beim Datenschutz auf meiner Website beachten?
- Kritisch sind vor allem eingebettete Dienste aus den USA: Terminbuchung, Newsletter, Bewertungs-Widgets und direkt geladene Google Fonts. Schriften bindest du lokal auf deinem Server ein, das kostet nichts und ist schneller. Für Buchung, Newsletter und Statistik gibt es Anbieter mit EU-Hosting. Impressum, Datenschutzerklärung und ein dokumentiertes Double-Opt-in beim Newsletter gehören ohnehin dazu.
Genug gesehen?
Festpreis. Zwei Wochen. Direkt mit dem Macher. Kein Vorgespräch-Marathon, keine Newsletter-Falle.