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Laufende Kosten einer Website: Was nach dem Launch bleibt

Die meisten Angebote für eine Website rechnen den Bau. Der Bau ist aber der Teil, der irgendwann fertig ist. Alles danach läuft weiter: Domain, Hosting, Zertifikate, Updates, Backups, Lizenzen, neue Inhalte. Wer diese Posten beim Budget vergisst, landet nach zwölf Monaten bei einer Rechnung, die niemand angekündigt hat, oder bei einer Seite, die einfach nicht mehr gepflegt wird. Dieser Artikel legt jede laufende Position offen, nennt realistische Spannen für kleine und mittlere Seiten und zeigt, was passiert, wenn man nichts tut.

Lesezeit
13 Min.
Stand
Juli 2026
Kapitel
9

Warum der Launch nicht das Ende der Kosten ist

Eine Website ist kein Möbelstück, sondern ein laufender Betrieb.

Ein Schrank ist mit dem Kauf erledigt. Eine Website nicht. Sie liegt auf einem Server, der Wartung und Sicherheitsupdates braucht, sie hängt an einem Domainnamen, der jährlich neu bezahlt wird, sie zeigt Inhalte, die veralten, und sie läuft auf Software, die sich weiterentwickelt, ob du willst oder nicht. Der Launch ist der Moment, in dem der laufende Betrieb beginnt.

Das ist planbar, wenn man die Posten kennt. Unangenehm wird es nur, wenn sie überraschen: die Hoster-Rechnung, die nach dem Aktionsjahr auf das Dreifache springt, die Lizenz, die plötzlich fällig wird, der Entwickler, der pro Stunde abrechnet, weil kein Wartungsrahmen vereinbart war.

Dieser Artikel sortiert die Kosten in drei Blöcke: technische Grundversorgung (Domain, Hosting, Zertifikat), Software-Ebene (System, Lizenzen, Dienste) und menschliche Ebene (Updates, Backups, Content). Jede Zahl ist ein Erfahrungswert aus dem deutschen Markt, kein Prospektpreis.

Die Grundversorgung: Domain, Hosting, SSL

Drei Posten, ohne die nichts läuft. Zusammen oft weniger, als viele denken.

Die Domain ist die Adresse und wird jährlich verlängert. Eine .de-Domain kostet in der Praxis meist zwischen 8 und 20 Euro pro Jahr, .com häufig zwischen 12 und 25 Euro, Endungen wie .shop oder .immo deutlich mehr. Wichtiger als der Preis ist die Frage, wer als Inhaber eingetragen ist. Steht dort die Agentur statt dein Unternehmen, hast du im Streitfall ein Problem, das mehr kostet als zehn Jahre Domaingebühr.

Beim Hosting gehen die Preise weit auseinander, weil das Wort alles zwischen einem Massenpaket für 3 Euro und einem verwalteten Server für 200 Euro im Monat bedeuten kann. Für eine Firmenwebsite mit fünf bis fünfzehn Seiten reicht in aller Regel ein solides Paket zwischen 5 und 20 Euro im Monat. WordPress mit vielen Plugins oder ein Shop mit echtem Traffic landet eher bei 20 bis 60 Euro.

Das SSL-Zertifikat ist seit Jahren kein Kostenfaktor mehr: Let’s Encrypt liefert kostenlose Zertifikate, die jeder seriöse Hoster automatisch einrichtet und alle 90 Tage erneuert. Wenn dir jemand 80 Euro im Jahr für ein Standard-Zertifikat berechnet, ohne dass ein Wildcard- oder EV-Fall vorliegt, kannst du die Position streichen.

Worauf du beim Hosting-Preis achten musst

  • Aktionspreise: Viele Pakete kosten im ersten Jahr 1 Euro im Monat und danach das Fünf- bis Zehnfache. Rechne mit dem Preis ab Jahr zwei.
  • Vertragslaufzeit: Zwölf Monate sind Standard, 24 oder 36 Monate binden dich unnötig lang.
  • Serverstandort: Deutschland oder EU ist für die DSGVO-Dokumentation deutlich einfacher als ein US-Anbieter.
  • Backups: Mal täglich inklusive, mal Extra für 3 bis 10 Euro im Monat.
  • Postfächer: oft dabei, aber mit kleinem Speicher. Für Firmenmail meist ein separater Dienst sinnvoller.

Die Software-Ebene: Lizenzen, Plugins, Dienste

Hier verstecken sich die Posten, die im ersten Angebot fast nie auftauchen.

Sobald eine Seite mehr kann als Text anzeigen, hängen Lizenzen daran: bei WordPress typischerweise Theme, Pagebuilder, Formular-Plugin, Backup-Plugin, SEO-Tool und Cookie-Banner. Jede Lizenz kostet meist zwischen 30 und 100 Euro im Jahr, in Summe schnell 150 bis 400 Euro, ohne dass das je als Posten ausgewiesen wurde. Läuft eine Lizenz aus, gibt es keine Updates mehr, und ein Plugin ohne Updates wird zum Sicherheitsloch.

Dazu kommen Dienste, die nichts mit dem CMS zu tun haben. Ein Consent-Tool mit Nachweisfunktion liegt oft zwischen 0 und 15 Euro im Monat, ein Newsletter-Dienst startet häufig kostenlos und wird ab ein paar hundert Empfängern kostenpflichtig. Terminbuchung, Bewertungs-Widget, Chat: einzeln günstig, in Summe spürbar.

Bilder und Schriften sind der dritte stille Posten. Manche Stocklizenzen sind zeitlich oder auf eine Nutzungsart begrenzt. Schriften, die über einen fremden Server geladen werden, sind rechtlich heikel. Wer sie lokal einbindet, spart die Abmahnrisiko-Diskussion und Ladezeit. Mehr dazu steht im Ratgeber zu DSGVO auf der Website.

Ein Sonderfall sind Abo-Systeme. Baukästen kosten je nach Plan meist zwischen 12 und 60 Euro im Monat, dafür sind Hosting, Zertifikat und Updates enthalten. Für ein Hobbyprojekt oder einen Verein, der einmal im Quartal etwas ändert, ist das oft die vernünftigste Entscheidung. Rechne nur ehrlich: 39 Euro im Monat sind 468 Euro im Jahr und nach fünf Jahren 2.340 Euro, ohne dass dir am Ende etwas gehört.

PositionTypische Spanne pro JahrPflicht oder optionalWas passiert ohne
Domain (.de)8 bis 20 EURPflichtSeite ist unter der Adresse nicht mehr erreichbar
Hosting (kleine Firmenseite)60 bis 240 EURPflichtSeite ist offline
Hosting (WordPress mit Plugins, mehr Traffic)240 bis 720 EURPflichtSeite wird langsam oder fällt unter Last aus
SSL-Zertifikat0 EUR (Let’s Encrypt)PflichtBrowser-Warnung, Vertrauensverlust, SEO-Nachteil
Plugin- und Theme-Lizenzen0 bis 400 EURJe nach SystemKeine Updates, wachsendes Sicherheitsrisiko
Consent-Tool0 bis 180 EURMeist PflichtRechtliches Risiko bei Tracking ohne Einwilligung
Backup-Dienst (falls nicht inklusive)36 bis 120 EURDringend empfohlenIm Schadensfall kein Wiederherstellungspunkt

Wartung, Updates, Backups: was dahinter wirklich steckt

Der Posten, den am wenigsten Menschen verstehen, und der am meisten rettet.

"Wartung" kann ein Wort sein, das jemand erfunden hat, um monatlich Geld einzuziehen. Es kann aber auch die Position sein, die dir eine Woche Ausfall und einen mittleren vierstelligen Betrag spart. Der Unterschied liegt darin, ob konkret benannt ist, was passiert, wie oft es passiert und wer haftet, wenn es nicht passiert.

Technisch besteht Wartung aus vier Dingen: Updates für Systemkern, Erweiterungen und Server-Software. Backups, die außerhalb des Servers liegen und schon einmal zurückgespielt wurden. Monitoring, damit jemand den Ausfall vor dem Kunden bemerkt. Und kleine Korrekturen: ein toter Link, ein Formular, das nach einem PHP-Update Fehler wirft.

Der Aufwand hängt massiv vom System ab. Eine WordPress-Seite mit zwölf Plugins braucht in der Praxis 1 bis 3 Stunden Pflege im Monat, wenn man sie ernst nimmt. Eine individuell gebaute, statisch ausgelieferte Seite ohne Datenbank oft weniger als eine Stunde im Quartal, weil es weniger bewegliche Teile gibt. Die Systemwahl beim Bau bestimmt die laufenden Kosten über Jahre, nicht nur den Angebotspreis.

Was in einem Wartungsvertrag stehen sollte

  1. Welche Updates in welchem Rhythmus (monatlich, bei Sicherheitslücken sofort).
  2. Wie oft gesichert wird, wo die Sicherung liegt, wie lange sie aufbewahrt wird.
  3. Ob ein Wiederherstellungstest stattfindet. Ein nie zurückgespieltes Backup ist eine Vermutung.
  4. Wie viel Änderungszeit pro Monat enthalten ist und was darüber hinaus kostet.
  5. Reaktionszeit bei Ausfall, mit Uhrzeiten und Werktagen, nicht als "zeitnah".
  6. Was bei Kündigung passiert: Datenexport, Zugangsdaten, Übergabe.

Content-Pflege: der Posten, der am häufigsten unterschätzt wird

Technik hält eine Seite am Leben. Inhalte halten sie relevant.

Eine technisch perfekt gewartete Seite, auf der seit vier Jahren dieselben Texte stehen, verliert leise an Boden. Preise stimmen nicht mehr, die Referenz ist von 2021, und die Leistung, mit der du inzwischen den halben Umsatz machst, kommt gar nicht vor. Das kostet keine Rechnung, sondern Anfragen.

Content-Pflege ist entweder Zeit oder Geld. Selbst gemacht: ein bis zwei Stunden im Quartal für Aktualisierungen und zwei bis vier Stunden pro längerem Text. Abgegeben: Die Stundensätze für Text und Umsetzung liegen im deutschen Markt erfahrungsgemäß meist zwischen 60 und 120 Euro, freie Texter für reine Textarbeit oft zwischen 50 und 100 Euro.

Faustregel: vier bewusste Termine im Jahr, 60 Minuten, Liste abarbeiten. Das kostet dich vier Stunden und verhindert die meisten Fälle, in denen nach fünf Jahren ein kompletter Relaunch nötig wird, weil nichts mehr stimmt. Was ein Relaunch kostet, steht im Ratgeber zum Website-Relaunch.

Content-AufgabeRhythmusSelbst: ZeitaufwandExtern: Erfahrungswert
Preise, Öffnungszeiten, Kontaktdaten prüfenQuartalsweise15 bis 30 Minuten0 bis 40 EUR pro Durchgang
Neue Referenz oder Projekt einpflegenNach Bedarf30 bis 60 Minuten60 bis 150 EUR pro Referenz
Neuer Ratgeber- oder Leistungstext2 bis 6 mal pro Jahr2 bis 4 Stunden250 bis 600 EUR pro Text
Bilder austauschen, neue Fotos einbauen1 bis 2 mal pro Jahr1 bis 2 Stunden80 bis 250 EUR (ohne Fotograf)
Rechtstexte prüfen (Impressum, Datenschutz)JährlichNicht empfohlen0 bis 300 EUR je nach Lösung
Tote Links aufräumenHalbjährlich30 bis 60 Minuten60 bis 150 EUR pro Durchgang

Was passiert, wenn du nichts pflegst

Nicht sofort etwas. Und genau das ist das Problem.

Eine ungepflegte Website bricht nicht am Tag nach dem letzten Update zusammen. Sie funktioniert weiter, oft monatelang. Der Verfall läuft in Stufen ab, und jede Stufe ist teurer als die davor.

Stufe eins ist kosmetisch: Inhalte veralten, ein Link ist tot, ein Bild fehlt. Stufe zwei ist funktional: Das Kontaktformular verschickt keine Mails mehr, weil der Hoster den Versand umgestellt hat, und niemand merkt es, weil keine Fehlermeldung kommt. Das ist der teuerste stille Defekt, weil Anfragen einfach verschwinden. Stufe drei ist technisch: Nach einem PHP- oder Datenbank-Update passt eine alte Erweiterung nicht mehr. Stufe vier ist Sicherheit: Eine bekannte Lücke in einem veralteten Plugin wird automatisiert ausgenutzt.

Die vierte Stufe hat Folgen über die Website hinaus. Google kann eine kompromittierte Seite mit einer Warnung markieren, der Hoster kann den Account sperren. Und wenn über die Seite personenbezogene Daten verarbeitet wurden, ist ein erfolgreicher Angriff potenziell ein meldepflichtiger Vorfall. Das ist der Punkt, an dem aus gesparten 99 Euro im Monat ein Thema für den Anwalt wird.

Selbst pflegen oder Care-Plan: der ehrliche Vergleich

Beides ist legitim. Es kommt darauf an, wer bei einem Ausfall wach wird.

Selbst pflegen ist kein Notbehelf. Wenn du technisch fit bist, deine Seite überschaubar ist und du dir alle vier bis sechs Wochen eine Stunde nimmst, sparst du real Geld. Der Haken liegt nicht im Können, sondern in der Regelmäßigkeit: Die Stunde fällt aus, wenn Auftragsspitze ist, und Auftragsspitze ist meistens.

Ein Care-Plan kauft dir Regelmäßigkeit und Zuständigkeit. Der zweite Punkt ist der wichtigere: Wenn die Seite am Samstag ausfällt, ist entweder klar, wen du anrufst, oder du beginnst mit der Suche. Preise für Wartungspakete liegen im deutschen Markt erfahrungsgemäß meist zwischen 30 und 250 Euro im Monat. Unten sind das reine Update- und Backup-Pakete, in der Mitte kommen Änderungskontingente und Monitoring dazu, oben Reaktionszeiten und Reporting.

Rechne beim Vergleich in Jahreskosten und inklusive der Änderungen, die du realistisch brauchst. Ein Paket für 39 Euro im Monat ohne enthaltene Änderungen kann teurer werden als eines für 99 Euro mit einer Stunde Arbeit inklusive. Wie du solche Angebote sauber gegenüberstellst, steht im Ratgeber zum Angebotsvergleich.

KriteriumSelbst pflegenCare-Plan beim DienstleisterFür wen sinnvoll
Direkte Kosten pro Jahr0 EUR plus eigene Zeitca. 360 bis 3.000 EURSelbst: knappes Budget, technische Affinität
Zeitaufwand für dich12 bis 30 Stunden pro Jahr1 bis 3 Stunden (Abstimmung)Care-Plan: wenn deine Stunde mehr wert ist
Updates und SicherheitspatchesNur so regelmäßig wie deine DisziplinFester Rhythmus, dokumentiertCare-Plan bei WordPress mit vielen Plugins
Backup und WiederherstellungMusst du selbst testenGetestet, mit WiederherstellungspunktCare-Plan, sobald Umsatz an der Seite hängt
Reaktion bei AusfallDu suchst am Wochenende einen DienstleisterDefinierte ReaktionszeitCare-Plan bei Terminbuchung, Shop, Bewerbungen
Kleine Änderungen (Text, Bild, Preis)Sofort, wenn du weißt wieMeist Kontingent enthaltenSelbst, wenn du gern selbst schreibst
Risiko bei längerer AbwesenheitHoch, niemand schaut hinLäuft weiterCare-Plan bei Solo-Selbstständigen

Die Jahresrechnung: drei realistische Beispiele

Konkrete Zahlen statt Spannen, damit du dein eigenes Budget danebenlegen kannst.

Die folgenden Rechnungen sind konservativ kalkuliert: keine Rabatte, keine Aktionspreise, sondern das, was in Jahr zwei abgebucht wird. Alle Beträge sind Erfahrungswerte, keine Listenpreise.

Beispiel 1: kleine Firmenseite, fünf Seiten

Eine Handwerksfirma mit Startseite, Leistungen, Referenzen, Über uns und Kontakt. Individuell gebaut, keine Datenbank, lokale Schriften. Domain 15 Euro, Hosting 96 Euro, SSL 0 Euro, keine Lizenzen, Consent-Tool 0 Euro, Backup inklusive. Technische Grundlast: rund 111 Euro im Jahr. Dazu Content-Pflege selbst plus einmal jährlich zwei Referenzen extern einpflegen: rund 200 Euro. Gesamt: etwa 300 bis 350 Euro im Jahr.

Beispiel 2: mittlere Seite mit WordPress und Blog

Ein Dienstleister mit fünfzehn Seiten, Blog, Newsletter und Terminbuchung. Domain 15 Euro, Hosting 240 Euro, Lizenzen 280 Euro, Consent-Tool 120 Euro, Backup-Dienst 60 Euro, Newsletter-Tool 240 Euro, macht rund 955 Euro. Dazu Wartung mit monatlichen Updates und einer Stunde Änderungen: 1.188 Euro. Vier Blogtexte extern: 1.400 Euro. Gesamt: etwa 3.500 Euro, wobei die Hälfte Content ist, also eine bewusste Investition und keine Pflichtabgabe.

Beispiel 3: Shop-Anteil oder Buchungssystem

Sobald Zahlungen, Bestände oder Termine im Spiel sind, steigen Hosting und Wartung. Hosting 480 bis 900 Euro, Erweiterungen 400 bis 900 Euro, Zahlungsdienstleister mit variablen Transaktionsgebühren, Wartung mit kürzerer Reaktionszeit 1.800 bis 3.000 Euro. Ohne Transaktionsgebühren also erfahrungsgemäß 2.700 bis 4.800 Euro im Jahr. Hier ist Wartung Betriebsvoraussetzung, weil ein Ausfall direkt Umsatz kostet.

SzenarioTechnische Fixkosten pro JahrWartung pro JahrContent pro JahrSumme pro Jahr
Kleine Seite, statisch, selbst gepflegt100 bis 150 EUR0 EUR (Eigenleistung)0 bis 200 EUR100 bis 350 EUR
Kleine Seite mit Care-Plan100 bis 150 EUR1.188 EUR (99 EUR/Monat)0 bis 400 EUR1.300 bis 1.750 EUR
Mittlere WordPress-Seite, selbst gepflegt700 bis 1.000 EUR0 EUR plus 20 Std. Eigenzeit0 bis 1.500 EUR700 bis 2.500 EUR
Mittlere WordPress-Seite mit Wartung700 bis 1.000 EUR1.000 bis 2.000 EUR500 bis 1.500 EUR2.200 bis 4.500 EUR
Shop oder Buchungssystem900 bis 1.800 EUR1.800 bis 3.000 EUR500 bis 2.000 EUR3.200 bis 6.800 EUR
Baukasten-Abo (Hobby oder Verein)150 bis 720 EUR (alles inklusive)Im Abo enthaltenEigenleistung150 bis 720 EUR

Der größte Hebel ist nicht der Hoster, sondern die Systemwahl. Zwischen einer schlank gebauten Seite und einem WordPress-Aufbau mit einem Dutzend Erweiterungen liegen über fünf Jahre schnell 5.000 Euro Betriebskosten, bei identischem Nutzen für den Besucher. Die Frage "Was kostet der Bau?" ist ohne die Frage "Was kostet der Betrieb?" nur die halbe Entscheidung.

Fazit: rechne mit dem Betrieb, bevor du den Bau beauftragst

Eine halbe Stunde Nachrechnen ersetzt fünf Jahre Überraschungen.

Die Kurzfassung: Eine kleine, sauber gebaute Firmenwebsite kostet im Betrieb rund 100 bis 350 Euro im Jahr, wenn du sie selbst pflegst. Mit professioneller Wartung etwa 1.300 bis 1.800 Euro. Eine mittlere WordPress-Seite mit Blog und Tools bewegt sich zwischen 2.200 und 4.500 Euro, ein Shop darüber. Alles darunter ist möglich, aber dann fehlt meistens die Wartung oder der Content, und beides holt dich später ein.

Konkret, in dieser Reihenfolge: Erstens, hol dir eine Liste aller laufenden Positionen mit Betrag, Fälligkeit und Anbieter. Wenn du sie nicht in einer Woche zusammenbekommst, ist das schon das Ergebnis. Zweitens, prüfe die Inhaberschaft von Domain, Hosting und Systemzugang. Drittens, teste einmal, ob dein Backup wirklich funktioniert. Viertens, setz vier Termine pro Jahr für die Inhalte in den Kalender.

Wenn du neu baust, verlang neben dem Festpreis eine schriftliche Aufstellung der jährlichen Betriebskosten: Domain, Hosting, Lizenzen, Dienste, Wartung, mit Beträgen. Ein Anbieter, der das nicht liefern kann, hat entweder nicht nachgerechnet oder will es nicht sagen. Bei Pixylmedia steht der Festpreis vor Projektstart fest und die laufenden Kosten daneben, weil sonst nur die halbe Zahl auf dem Tisch liegt.

Und der wichtigste Satz zum Schluss: Wenn deine Website nichts einbringt, ist jeder Euro Betriebskosten zu viel. Dann ist ein Baukasten die richtige Entscheidung, und niemand sollte dir einen Wartungsvertrag verkaufen. Wenn über die Seite aber Anfragen, Termine oder Bestellungen kommen, ist der Betrieb keine Kostenstelle, sondern der Preis dafür, dass dieser Kanal morgen noch funktioniert. Rechne beides einmal im Jahr ehrlich gegeneinander. Das reicht.

Häufige Fragen

Was kostet eine Website im Jahr an laufenden Kosten?
Eine kleine, sauber gebaute Firmenwebsite kostet erfahrungsgemäß 100 bis 350 Euro im Jahr, wenn du sie selbst pflegst. Mit professioneller Wartung liegst du bei etwa 1.300 bis 1.800 Euro. Eine mittlere WordPress-Seite mit Blog und Tools bewegt sich zwischen 2.200 und 4.500 Euro, ein Shop oder Buchungssystem darüber. Die Systemwahl beim Bau bestimmt diese Zahl stärker als der Hoster.
Was kostet Hosting für eine Firmenwebsite pro Monat?
Für eine Firmenwebsite mit fünf bis fünfzehn Seiten reicht erfahrungsgemäß ein solides Hosting-Paket zwischen 5 und 20 Euro im Monat. WordPress mit vielen Plugins oder ein Shop mit echtem Traffic liegt eher bei 20 bis 60 Euro. Achte auf den Preis ab Jahr zwei: Viele Aktionspakete starten bei 1 Euro und kosten danach das Fünf- bis Zehnfache.
Brauche ich einen Wartungsvertrag für meine Website?
Ein Wartungsvertrag lohnt sich, sobald an deiner Seite Anfragen, Termine oder Umsatz hängen und niemand im Haus bei einem Ausfall das Problem finden könnte. Bei einer einzelnen statischen Landingpage ohne Formular, Login und Datenbank reicht es dagegen, einmal im Jahr draufzuschauen und die Domain zu verlängern. Wartungspakete kosten in Deutschland erfahrungsgemäß 30 bis 250 Euro im Monat.
Was kostet ein SSL-Zertifikat für eine Website?
Ein SSL-Zertifikat kostet für normale Websites nichts. Let’s Encrypt liefert kostenlose Zertifikate, die jeder seriöse Hoster automatisch einrichtet und alle 90 Tage erneuert. Wenn dir jemand 80 Euro im Jahr für ein Standard-Zertifikat berechnet, ohne dass ein Wildcard- oder EV-Fall vorliegt, kannst du diese Position streichen. Ohne gültiges Zertifikat zeigen Browser eine Warnung, was Vertrauen und Rankings kostet.
Was passiert, wenn ich meine Website nicht pflege?
Eine ungepflegte Website bricht nicht sofort zusammen, sie verfällt in Stufen. Zuerst veralten Inhalte und Links, dann fällt still das Kontaktformular aus und Anfragen verschwinden unbemerkt. Später passt nach einem PHP-Update eine alte Erweiterung nicht mehr, am Ende wird eine bekannte Sicherheitslücke automatisiert ausgenutzt. Die Wiederherstellung kostet in solchen Fällen erfahrungsgemäß 800 bis 2.500 Euro plus die Tage ohne Anfragen.

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