Was kostet eine Website? Ehrliche Zahlen statt Preisnebel
„Was kostet eine Website?" ist die häufigste Frage im Erstgespräch und die einzige, auf die es keine Zahl gibt, sondern eine Spanne. Zwischen 15 Euro im Monat für einen Baukasten und 40.000 Euro für eine Agenturproduktion liegt alles, und beides kann in der jeweiligen Situation richtig sein. Dieser Artikel schlüsselt auf, woraus sich der Preis zusammensetzt: was einmalig anfällt, was jedes Jahr wiederkommt, welche Faktoren die Rechnung wirklich bewegen und warum Festpreis und Stundensatz zwei völlig verschiedene Risiken bedeuten. Am Ende weißt du, welche Größenordnung zu deinem Vorhaben passt und welche Fragen du stellen musst, bevor du irgendwo unterschreibst.
- 12 Min.
- Juli 2026
- 9
Warum dir niemand eine einzige Zahl nennt
Und warum das kein Ausweichen ist, sondern der ehrlichere Weg.
Eine Website ist kein Produkt mit Stückpreis, sondern ein Bündel aus Arbeit, Technik und Inhalten. Wer nach dem Preis fragt, fragt eigentlich nach dem Umfang, und den kennt am Anfang meistens niemand genau. Deshalb stellen seriöse Anbieter im ersten Gespräch erst Fragen: Wie viele Seiten, welche Funktionen, wer liefert Texte und Bilder, gibt es ein bestehendes Corporate Design, wann soll es live gehen. Wer sofort eine Zahl nennt, ohne das zu wissen, rät entweder oder verkauft dir eine fertige Vorlage. Beides kann in Ordnung sein, du solltest nur wissen, was davon du gerade kaufst.
Damit du trotzdem nicht mit leeren Händen dastehst, hier die groben Größenordnungen, die im deutschsprachigen Markt üblich sind. Das sind Erfahrungswerte aus Angeboten und Projekten, keine Statistik und keine Preisliste:
- Baukasten, selbst gebaut und selbst befüllt: rund 12 bis 40 Euro im Monat plus deine eigene Arbeitszeit
- Einfache Visitenkarten-Website vom Profi, 3 bis 5 Seiten: in der Praxis meist zwischen 1.500 und 3.500 Euro
- Solide Firmen-Website mit 5 bis 10 Seiten, individuell gebaut: meist zwischen 3.000 und 8.000 Euro
- Website mit echten Funktionen (Buchung, Konfigurator, Mehrsprachigkeit, kleiner Shop): meist ab 8.000 Euro aufwärts
- Agenturproduktion mit Strategie, Fotoshooting, Text und Kampagnenanschluss: fünfstellig, oft ab 15.000 Euro
Diese Spannen verschieben sich regional, und der gleiche Betrag kauft je nach Anbieter sehr unterschiedliche Substanz. Zwei Websites können an der Oberfläche gleich aussehen und trotzdem 6.000 Euro auseinanderliegen. Merk dir deshalb einen Satz: Ein Preis ohne definierten Leistungsumfang ist keine Information. „4.000 Euro" sagt dir nichts, solange nicht schwarz auf weiß steht, wie viele Seiten, wie viele Korrekturschleifen, wer die Texte schreibt und was nach dem Launch passiert.
Die einmaligen Kosten: was im Bau tatsächlich steckt
Acht Blöcke, die jedes Projekt hat, ob sie im Angebot stehen oder nicht.
Jede Website durchläuft die gleichen Arbeitsschritte. Der Unterschied zwischen 2.000 und 20.000 Euro liegt selten darin, dass Schritte wegfallen, sondern darin, wie tief sie gemacht werden und wer sie macht. Wenn ein Angebot deutlich billiger ist als ein anderes, lohnt sich der Blick, welcher dieser Blöcke stillschweigend zu dir gewandert ist. Die folgende Tabelle zeigt die typischen Anteile bei einer Firmen-Website mit 5 bis 10 Seiten.
| Kostenblock | Was da wirklich passiert | Typische Spanne (einmalig) |
|---|---|---|
| Konzept und Struktur | Zielgruppe, Seitenstruktur, Nutzerführung, was auf welche Seite gehört | 300 bis 1.500 Euro |
| Design und UI | Layout, Typografie, Farbsystem, mobile Ansichten, Zustände wie Hover und Fehler | 600 bis 4.000 Euro |
| Umsetzung und Technik | Code, Responsivität, Performance, Browser-Tests, Formulare, CMS-Anbindung | 900 bis 6.000 Euro |
| Texte | Schreiben oder Überarbeiten aller Seitentexte, SEO-tauglich formuliert | 0 bis 2.500 Euro, je nachdem wer schreibt |
| Bildmaterial | Fotoshooting oder lizenzierte Bilder, Zuschnitt, Komprimierung | 0 bis 2.000 Euro |
| Setup und Deployment | Domain, Hosting einrichten, SSL, E-Mail, Weiterleitungen, Testumgebung | 150 bis 600 Euro |
| Recht und Datenschutz | Impressum, Datenschutz, Cookie-Handling, lokale Fonts statt US-CDN | 0 bis 800 Euro, Anwalt separat |
| SEO-Grundlage | Titel, Meta-Angaben, Struktur, Sitemap, Search Console, lokale Einträge | 200 bis 1.200 Euro |
Zwei Posten werden fast immer unterschätzt. Der erste ist das Konzept: Es fühlt sich an wie Reden statt Arbeiten, entscheidet aber, ob die Website hinterher etwas bringt. Der zweite ist der Aufwand nach dem ersten Entwurf, also Korrekturen, Testen auf echten Geräten, Ladezeit optimieren. Diese letzten zehn Prozent trennen ein Projekt, das in zwei Wochen steht, von einem, das sich sechs Monate zieht.
Was in vielen Angeboten NICHT enthalten ist, obwohl du es brauchst: Texte, Fotos, rechtssichere Datenschutztexte, die Migration alter Inhalte, Weiterleitungen von alten URLs und die Einweisung ins Pflegen. Frag jeden Punkt einzeln ab. Ein Angebot, das dazu schweigt, ist nicht billiger, es ist nur unvollständig.
Die laufenden Kosten: was jedes Jahr wiederkommt
Der Teil, der im Erstgespräch selten vorkommt und die Rechnung dreht.
Eine Website ist kein Möbelstück, das du einmal kaufst und dann stehen lässt. Sie läuft auf einem Server, sie hat eine Domain, sie hat Software, die aktualisiert werden will, und sie hat Inhalte, die veralten. Wer die einmaligen Kosten vergleicht und die laufenden ignoriert, vergleicht die Hälfte der Rechnung. Die folgenden Werte gelten für kleine bis mittlere Firmen-Websites in Deutschland.
| Laufender Posten | Realistische Kosten pro Jahr | Brauchst du das wirklich? |
|---|---|---|
| Domain (.de) | 10 bis 20 Euro | Ja, immer. Sollte auf deinen Namen registriert sein |
| Hosting | 60 bis 400 Euro | Ja. Statische Seiten günstiger, Shops deutlich teurer |
| SSL-Zertifikat | 0 bis 80 Euro | Ja, bei den meisten Hostern kostenlos enthalten |
| CMS-Lizenzen und Plugins | 0 bis 500 Euro | Nur bei WordPress, Shopify, Webflow. Individuell gebaut oft 0 |
| Wartung, Updates, Backups | 300 bis 1.800 Euro | Bei jedem CMS unverzichtbar, sonst Sicherheitslücken |
| Rechtstexte aktuell halten | 0 bis 150 Euro | Empfehlenswert, Datenschutzrecht ändert sich laufend |
| Inhaltspflege durch den Anbieter | 0 bis 1.500 Euro | Nur wenn du nicht selbst pflegen willst oder kannst |
| SEO und Sichtbarkeit | 0 bis 6.000 Euro | Optional, aber Sichtbarkeit wächst selten von allein |
Damit landest du bei einer normalen Firmen-Website realistisch bei 400 bis 2.500 Euro pro Jahr. Betreuungspakete beginnen in der Praxis meist bei 50 bis 100 Euro im Monat für Updates, Backups und kleine Änderungen. Wichtig ist nicht der Betrag, sondern dass du weißt, was genau darin steht.
Preisspannen nach Anbietertyp
Wer was verlangt, wofür das reicht und wann es die falsche Wahl ist.
Der größte Preisunterschied entsteht nicht durch die Website, sondern durch die Struktur dahinter. Eine Agentur mit Büro, Projektleitung, Designer und Entwickler muss mehr verlangen als eine Einzelperson, weil mehr Menschen an der Rechnung hängen. Das ist kein Vorwurf, sondern Mathematik. Die folgende Übersicht bezieht sich auf eine Firmen-Website mit etwa 5 bis 10 Seiten ohne Shop, alle Werte sind Erfahrungswerte.
| Anbietertyp | Typische Spanne | Passt, wenn | Passt nicht, wenn |
|---|---|---|---|
| Baukasten selbst gebaut | 150 bis 500 Euro pro Jahr | Hobby, Verein, Test einer Idee, du hast Zeit dafür | Die Seite Kunden gewinnen soll und du keine Zeit hast |
| Baukasten, aufgesetzt vom Dienstleister | 800 bis 2.500 Euro einmalig | Kleines Budget, Standardanforderung, du pflegst selbst | Du brauchst Individualität, Tempo oder besondere Funktionen |
| Freelancer, breit aufgestellt | 1.500 bis 5.000 Euro | Klarer Umfang, du kannst Zwischenstände beurteilen | Du brauchst Verbindlichkeit bei Terminen und Erreichbarkeit |
| Solo-Werkstatt oder kleines Studio | 2.000 bis 9.000 Euro | Eine Ansprechperson, Festpreis, individuelles Handwerk | Du brauchst zehn Sprachen oder ein 20-Kopf-Team |
| Mittelständische Agentur | 8.000 bis 25.000 Euro | Mehrere Abteilungen reden mit, Marke und Kampagne hängen dran | Es geht um fünf Seiten und eine Kontaktanfrage |
| Große Agentur oder Digitalunternehmen | ab 25.000 Euro | Konzern, Portal, komplexe Systeme, mehrere Länder | Du bist ein Betrieb mit 3 bis 30 Mitarbeitern |
Und jetzt der Teil, den du selten von jemandem hörst, der Websites baut: Für ein Hobbyprojekt, einen kleinen Verein oder eine Idee, die du erst testen willst, reicht ein Baukasten völlig. Wenn deine Aufträge ohnehin über Empfehlung oder eine Plattform kommen, ist es rausgeworfenes Geld, dafür 4.000 Euro auszugeben. Schau erst ein Jahr, ob überhaupt jemand über die Seite anfragt.
Sobald deine Website aber ein Vertriebskanal ist, kippt die Rechnung. Ein einziger gewonnener Auftrag im Handwerk oder in der Beratung deckt bei vielen Betrieben die komplette Website. Wie du zwei Angebote sauber gegeneinanderstellst, ohne dich von langen Positionslisten blenden zu lassen, findest du im Ratgeber zum Angebotsvergleich.
Was den Preis wirklich treibt
Nicht die Seitenanzahl, sondern acht Faktoren mit sehr unterschiedlicher Hebelwirkung.
Wenn zwei Angebote für „dieselbe" Website 3.000 Euro auseinanderliegen, liegt es fast immer an einem der folgenden Punkte. Manche kannst du selbst beeinflussen und dabei echtes Geld sparen, andere nicht. Die Spalte rechts sagt dir, wo dein Hebel liegt.
| Kostentreiber | Auswirkung auf den Preis | Dein Hebel |
|---|---|---|
| Seitenanzahl | Gering bis mittel. Jede weitere Seite im gleichen Layout kostet wenig | Nicht künstlich Seiten sparen, das bringt kaum etwas |
| Individualität des Designs | Hoch. Vorlage anpassen gegen eigenes Konzept kann sich verdoppeln | Ehrlich entscheiden, ob deine Marke ein eigenes Gesicht braucht |
| Funktionen | Sehr hoch. Buchung, Konfigurator, Login oder Shop sind eigene Projekte | Nur bauen, was du in den ersten 12 Monaten wirklich nutzt |
| Mehrsprachigkeit | Hoch. Pro Sprache kommen Technik, Übersetzung und Pflege dazu | Mit einer Sprache starten, zweite bei echter Nachfrage |
| Content-Zulieferung | Sehr hoch. Selbst liefern spart oft 1.000 bis 2.500 Euro | Realistisch einschätzen, ob du es wirklich schaffst |
| Schnittstellen zu Fremdsystemen | Hoch. CRM, Warenwirtschaft, Kalender, Zahlung kosten Testzeit | Vor dem Angebot klären, was zwingend angebunden wird |
| Barrierefreiheit | Mittel. Sauber gebaut fast kostenlos, nachträglich teuer | Von Anfang an mitbestellen, nicht nachrüsten |
| Termindruck | Mittel bis hoch. Express kostet Aufschlag oder Qualität | Früh anfragen, drei bis sechs Wochen Vorlauf einplanen |
Der wichtigste Punkt in dieser Tabelle ist nicht der erste. Fast alle Interessenten fragen zuerst nach der Seitenanzahl, weil sie sich am leichtesten zählen lässt. Tatsächlich kostet die zehnte Unterseite in einem bestehenden Layout einen Bruchteil der ersten, weil Design, Technik und Struktur längst stehen. Wirklich teuer sind Funktionen: Ein Buchungssystem mit Verfügbarkeiten, Bestätigungsmails und Stornologik ist kein Feature, das ist ein zweites Projekt neben der Website.
Der zweite große Hebel ist die Individualität. Ein gekauftes Theme, ordentlich angepasst, reicht für viele Betriebe aus. Es hat nur zwei Preise, die nicht auf der Rechnung stehen: Du siehst aus wie tausend andere, und du schleppst Code mit, der die Ladezeit drückt.
Festpreis oder Stundensatz: der entscheidende Unterschied
Es geht nicht darum, was billiger ist, sondern darum, wer das Risiko trägt.
Beide Modelle sind seriös, sie verteilen nur das Risiko unterschiedlich. Beim Festpreis trägt der Anbieter das Risiko, dass es länger dauert als gedacht. Beim Stundensatz trägst du es. Deshalb ist ein Festpreis fast immer etwas höher kalkuliert als die reine Stundenschätzung, er enthält einen Puffer. Das ist kein Aufschlag für nichts, das ist der Preis für Planbarkeit.
| Abrechnungsmodell | Vorteil für dich | Risiko für dich | Sinnvoll bei |
|---|---|---|---|
| Festpreis vor Projektstart | Du weißt am Tag null, was am Ende auf der Rechnung steht | Wünsche außerhalb des Umfangs kosten extra | Klar umrissene Projekte, Firmen-Websites, Relaunch |
| Stundensatz (meist 60 bis 150 Euro) | Du zahlst nur, was tatsächlich anfällt, sehr flexibel | Endsumme offen, Nachträge summieren sich unbemerkt | Laufende Betreuung, kleine Änderungen, unklarer Umfang |
| Tagessatz-Paket | Planbare Blöcke, gut für begrenzte Arbeitspakete | Ohne Zieldefinition schnell teuer | Beratung, Workshops, Optimierungsphasen |
| Hybrid: Festpreis plus Stundenbudget | Kernprojekt fix, Extras transparent auf Abruf | Nur gut, wenn das Budget für Extras gedeckelt ist | Projekte mit absehbaren, aber offenen Zusatzwünschen |
Beim Stundensatz solltest du immer nach einer Obergrenze fragen, oft „Cap" genannt: Du rechnest nach Aufwand ab, der Anbieter garantiert aber, dass ein bestimmter Betrag nicht überschritten wird. Wer das ablehnt, sollte gut begründen können, warum.
Für Firmen-Websites mit absehbarem Umfang ist der Festpreis meist das ehrlichere Modell, weil er den Anbieter zwingt, vorher nachzudenken statt hinterher nachzurechnen. Pixylmedia arbeitet genau so: Der Preis steht vor Projektstart fest, Basic beginnt bei 2.000 Euro, Pro liegt bei 4.500 Euro, komplexere Projekte werden individuell ab 5.000 Euro kalkuliert. Entscheidend ist dabei nicht die Zahl, sondern dass es keine Position „Sonstiges" gibt und dass Website, Domain und Code am Ende dir gehören.
Content: der Posten, den fast alle unterschätzen
Die häufigste Ursache dafür, dass ein Website-Projekt sich um Monate verzögert.
In fast jedem Angebot steht sinngemäß „Texte werden vom Kunden geliefert". Das klingt harmlos und ist die größte Falle im ganzen Projekt, allerdings keine finanzielle, sondern eine zeitliche. Design und Technik sind nach zwei bis drei Wochen fertig, dann steht das Projekt still, weil die Texte für sechs Unterseiten fehlen. Aus einem Sechs-Wochen-Projekt wird ein Sechs-Monate-Projekt, und in dieser Zeit verdient die Website nichts.
Rechne ehrlich mit dir selbst: Ein guter Seitentext von 400 bis 600 Wörtern kostet dich als Nichtprofi zwei bis vier Stunden, inklusive Umschreiben. Bei sieben Seiten sind das schnell 20 Stunden, die du abends nach dem eigentlichen Job aufbringst. Wenn du weißt, dass du das nicht schaffst, ist es billiger, das Texten mitzubeauftragen. In der Praxis liegen die Preise dafür meist zwischen 120 und 400 Euro pro Seite.
- Bilder: eigene Handyfotos schlagen Stockfotos, aber nur bei gutem Licht. Ein halber Tag Fotograf liegt meist bei 400 bis 900 Euro
- Bestehende Texte: aus alten Broschüren und Angeboten lässt sich viel recyceln, das spart echte Stunden
- Referenzen und Bewertungen: sammeln kostet nichts, wirkt aber stärker als jeder Werbetext
- Rechtstexte: Impressum und Datenschutzerklärung nie irgendwo kopieren, das ist abmahnfähig
Ein Trick, der oft funktioniert: Sprich deine Texte ein, als würdest du einem Kunden am Telefon erklären, was du machst. Die Transkription ist danach nur noch zu ordnen, und sie klingt nach dir statt nach Werbebroschüre. Was gute Website-Texte sonst ausmacht, steht im Ratgeber zu Texten für die Website.
Vier Rechenbeispiele über drei Jahre
Weil die einmaligen Kosten nur die halbe Wahrheit sind.
Die ehrlichste Zahl ist nicht der Angebotspreis, sondern das, was dich die Website über ihre Lebensdauer kostet. Eine gute Firmen-Website hält bei ordentlicher Pflege vier bis sechs Jahre. Deshalb hier vier Szenarien mit Drei-Jahres-Blick, alle Werte gerundete Erfahrungswerte.
| Szenario | Einmalig | Pro Jahr | Summe nach 3 Jahren |
|---|---|---|---|
| Baukasten, selbst gebaut, Verein oder Hobby | ca. 0 Euro | ca. 250 Euro | ca. 750 Euro plus 30 Stunden Eigenarbeit |
| Handwerksbetrieb, 6 Seiten, individuell, Texte selbst geliefert | ca. 2.500 Euro | ca. 450 Euro | ca. 3.850 Euro |
| Dienstleister, 10 Seiten, Blog, Terminanfrage, Texte beauftragt | ca. 5.500 Euro | ca. 1.400 Euro | ca. 9.700 Euro |
| Mittelstand, zweisprachig, CRM-Anbindung, laufende SEO-Betreuung | ca. 14.000 Euro | ca. 5.000 Euro | ca. 29.000 Euro |
An dieser Tabelle siehst du zwei Dinge. Erstens ist der Abstand zwischen Baukasten und Profi-Website über drei Jahre kleiner, als er beim ersten Angebot wirkt, weil die laufenden Kosten die Lücke schließen. Zweitens passiert der Sprung nicht bei der Seitenanzahl, sondern bei Funktionen und laufender Betreuung. Plane dein Budget deshalb über drei Jahre.
Fazit: so gehst du konkret vor
Weniger Bauchgefühl, mehr definierter Umfang.
Es gibt keine richtige Zahl für „Was kostet eine Website". Es gibt nur eine Zahl, die zu deinem Vorhaben passt, und die findest du, indem du zuerst den Umfang klärst und erst danach den Preis. Wer umgekehrt vorgeht, also mit einem Budget startet und schaut, was er dafür bekommt, bekommt meistens genau das: irgendetwas für das Budget.
- Schreib in fünf Sätzen auf, was die Website leisten soll. Anfragen, Bewerbungen, Termine, Vertrauen. Ohne dieses Ziel kann dir niemand ein sinnvolles Angebot machen.
- Zähl die Seiten, die du wirklich brauchst, und notiere zu jeder eine Zeile, was darauf steht.
- Entscheide ehrlich, wer die Texte schreibt. Bei Unsicherheit lass es mitkalkulieren und entscheide beim Angebot.
- Hol zwei bis drei Angebote mit identischer Beschreibung ein, sonst vergleichst du Äpfel mit Birnen.
- Prüf jedes Angebot auf die fünf Warnsignale oben und rechne die Drei-Jahres-Summe aus, nicht nur den Einmalpreis.
- Frag nach Referenzen aus einer ähnlichen Situation und öffne diese Seiten auf dem Handy. Ladezeit und Lesbarkeit sagen mehr als jedes Portfolio-Bild.
Die unbequeme Empfehlung zum Schluss: Wenn deine Website heute keine Kunden bringt und du auch keine erwartest, weil dein Geschäft über Empfehlungen läuft, dann gib kein großes Geld aus. Nimm einen Baukasten, halte ihn aktuell, und investiere das Geld dort, wo es messbar wirkt.
Ist deine Website dagegen der erste Eindruck, den Interessenten von dir bekommen, lautet die Frage nicht mehr, ob du 2.000 oder 5.000 Euro ausgibst. Dann lautet sie, ob du am Ende eine Seite hast, die schnell lädt, auf dem Handy funktioniert, dir gehört und in drei Jahren noch wartbar ist. Genau das lass dir vor der Unterschrift schriftlich geben, egal bei welchem Anbieter.
Häufige Fragen
- Was kostet eine Website für ein kleines Unternehmen?
- Eine Firmen-Website mit 5 bis 10 individuell gebauten Seiten liegt nach Erfahrungswerten meist zwischen 3.000 und 8.000 Euro einmalig, eine einfache Visitenkarten-Website mit 3 bis 5 Seiten zwischen 1.500 und 3.500 Euro. Bei Pixylmedia startet der Festpreis bei 2.000 Euro, das Pro-Paket liegt bei 4.500 Euro. Entscheidend ist nicht die Zahl, sondern der schriftlich definierte Leistungsumfang dahinter.
- Welche laufenden Kosten hat eine Website pro Jahr?
- Rechne bei einer normalen Firmen-Website realistisch mit 400 bis 2.500 Euro pro Jahr. Darin stecken Domain (10 bis 20 Euro), Hosting (60 bis 400 Euro), Wartung, Updates und Backups (300 bis 1.800 Euro) sowie optional Rechtstexte und Inhaltspflege. Das sind Erfahrungswerte. Betreuungspakete beginnen in der Praxis meist bei 50 bis 100 Euro im Monat, bei Pixylmedia ab 99 Euro monatlich.
- Wie lange dauert es, bis eine Website fertig ist?
- Design und Technik stehen bei klar umrissenem Umfang oft schon nach zwei bis drei Wochen. Der eigentliche Zeitfresser sind die Texte: Aus einem Sechs-Wochen-Projekt wird schnell ein Sechs-Monate-Projekt, wenn die Inhalte fehlen. Plane drei bis sechs Wochen Vorlauf ein. Bei Pixylmedia geht die Seite in 14 Tagen live, wenn die Inhalte zum Start bereitliegen.
- Reicht ein Baukasten oder brauche ich eine professionelle Website?
- Ein Baukasten reicht für Hobbyprojekte, Vereine oder eine Idee, die du erst testen willst, und kostet rund 150 bis 500 Euro pro Jahr plus deine Arbeitszeit. Sobald die Website ein Vertriebskanal ist und Anfragen bringen soll, kippt die Rechnung: Ein einziger gewonnener Auftrag deckt bei vielen Betrieben die kompletten Kosten der Seite.
- Was ist besser: Festpreis oder Abrechnung nach Stunden?
- Der Unterschied liegt nicht im Preis, sondern im Risiko. Beim Festpreis trägt der Anbieter das Risiko, dass es länger dauert als geplant, beim Stundensatz trägst du es. Für Firmen-Websites mit absehbarem Umfang ist der Festpreis meist das ehrlichere Modell. Übliche Stundensätze liegen erfahrungsgemäß bei 60 bis 150 Euro. Frag bei Stundenabrechnung immer nach einer Obergrenze.
Genug gesehen?
Festpreis. Zwei Wochen. Direkt mit dem Macher. Kein Vorgespräch-Marathon, keine Newsletter-Falle.