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Vereins-Website: Mitglieder gewinnen ohne Budget zu verbrennen

Bei Vereinen scheitert die Website selten am Geld und fast immer an der Pflege. Jemand baut sie in einem engagierten Winter auf, zwei Jahre später steht dort noch das Sommerfest von damals, und der einzige Mensch mit Passwort ist weggezogen. Gleichzeitig ist die Website für viele Vereine der einzige Ort, an dem Interessenten nachsehen, ob es euch überhaupt noch gibt. Dieser Ratgeber zeigt, welche Funktionen sich nach Vereinsgröße lohnen, wie viel Pflegezeit realistisch anfällt, was Beitritt und Spenden brauchen, wie ihr mit Mitgliederfotos sauber umgeht und welche Wege günstig sind, ohne in eine Sackgasse zu führen.

Lesezeit
11 Min.
Stand
Juli 2026
Kapitel
8

Wofür eine Vereins-Website heute wirklich da ist

Vier Zielgruppen, die selten dasselbe suchen, aber alle auf derselben Startseite landen.

Die meisten Vereins-Websites sind für Mitglieder gebaut und für Interessenten unbrauchbar. Man sieht das an der Navigation: Vorstand, Satzung, Chronik, Protokolle, Ehrenmitglieder. Das sind legitime Inhalte, aber niemand, der beitreten will, sucht danach. Wer neu ist, hat drei Fragen: Passt das zu mir, wann und wo trefft ihr euch, und wie fange ich an, ohne mich zu blamieren. Stehen diese Antworten nicht in der ersten Bildschirmhöhe, ist der Rest der Seite egal.

Vier Gruppen landen bei euch. Interessenten, die probeweise mitmachen wollen. Mitglieder, die Termine, Ausfälle und Ergebnisse suchen. Eltern, die für ein Kind entscheiden und vor allem auf Verlässlichkeit und Ansprechpartner achten. Und Außenstehende mit Geld oder Reichweite: Sponsoren, lokale Presse, Stiftungen, die Gemeinde. Die letzte Gruppe schaut selten lange, aber sie schaut genau hin.

Daraus folgt eine unbequeme Priorisierung: Die Startseite gehört den Interessenten, nicht dem Vorstand. Was ihr macht, wann ihr euch trefft, wo genau, wie das erste Mal abläuft, wer der Ansprechpartner ist. Alles Interne kann eine Ebene tiefer liegen. Genauso wichtig ist Ehrlichkeit im Auftritt. Ein Verein mit vierzehn Aktiven, der wirkt wie ein Großverein, produziert Enttäuschung beim ersten Training. Kleine Vereine gewinnen mit dem Gegenteil: echte Zahl, echte Fotos, klare Ansage.

Der Realitätscheck in einer Minute

  1. Öffne eure Seite auf dem Handy. Steht dort ohne Scrollen, was ihr macht und wann das nächste Mal etwas stattfindet?
  2. Suche die Antwort auf "Wie werde ich Mitglied?". Mehr als zwei Klicks sind zu viel.
  3. Prüfe das Datum des jüngsten Beitrags. Alles älter als vier Monate liest sich wie "hier ist nichts mehr los".
  4. Tippe auf Telefonnummer und E-Mail-Adresse. Öffnet sich etwas, oder ist das nur Text?
  5. Schau, ob ein Ansprechpartner mit Namen genannt wird. Ein Postfach ohne Gesicht kostet spürbar Anfragen.

Funktionen nach Vereinsgröße: was ihr wirklich braucht

Der teuerste Fehler ist nicht die zu kleine Website, sondern die zu große.

Es gibt die Standarderzählung, nach der jeder Verein einen Mitgliederbereich, ein Buchungssystem, einen Newsletter und einen Shop braucht. In der Praxis nutzt ein Verein mit 60 Mitgliedern davon dauerhaft: nichts. Jede Funktion muss gepflegt, aktualisiert und erklärt werden, von Leuten, die das neben Beruf und Familie machen. Funktionen sind keine Anschaffung, sie sind ein Abo auf eure Zeit. Die folgende Einteilung ist ein Erfahrungswert: Ein Musikverein mit 80 Mitgliedern und drei Orchestern hat mehr Terminlogik als ein Schachverein mit 200 Mitgliedern und einem Spielabend.

VereinsgrößeWirklich PflichtSinnvoll, wenn jemand es pflegtMeistens Overkill
bis ca. 50 MitgliederStartseite, Termine, Kontakt, Anfahrt, Impressum, DatenschutzKurze Bildergalerie, PDF-AufnahmeantragMitgliederbereich, Newsletter, Blog, Shop
50 bis 150Zusätzlich Gruppen und Abteilungen, Ansprechpartner mit Foto, Beiträge auf einer SeiteOnline-Aufnahmeformular, einfache News-ListeLogin-Bereich, Buchungssystem, Mitgliederdaten auf der Website
150 bis 400Abteilungsseiten, Terminkalender mit Filter, Beitragsübersicht, Kontakt je AbteilungNewsletter, Spendenseite, Sponsorenseite, Presse-DownloadsEigene App, Forum, Live-Ticker
400 bis 1.000Alles oben plus klare Redaktionsrechte je AbteilungGeschützter Bereich für Protokolle, Ergebnis-Import vom Verband, KursanmeldungSelbstgebaute Mitgliederverwaltung im Website-System
über 1.000 oder DachverbandRollen- und Rechtekonzept, gute Suche, mehrsprachig falls nötigSchnittstelle zur Vereinssoftware, Veranstaltungsanmeldung mit ZahlungAlles, was nur eine einzige Person bedienen kann

Besonders kritisch ist der geschützte Mitgliederbereich. Er klingt nach Ordnung und wird zur Karteileiche, weil Passwörter vergessen werden, niemand Zugänge pflegt und die Inhalte genauso gut per Mail hätten kommen können. Wenn ihr trotzdem einen wollt, beantwortet vorher schriftlich: Welche Dokumente liegen dort, die keinesfalls öffentlich sein dürfen, und wer setzt Zugänge zurück, wenn der Kassenwart im Urlaub ist? Unterschätzt wird dagegen fast immer die Anfahrtsseite. Adresse, Parksituation und der Hinweis, dass der Eingang auf der Rückseite liegt, sparen mehr Anrufe als jedes Buchungssystem.

Termine und Aktuelles: der Pflegeaufwand ehrlich gerechnet

Zwei bis vier Stunden im Monat sind realistisch. Wer mehr einplant, hört nach einem halben Jahr auf.

Die Frage vor der Technik lautet nicht "Was soll die Website können?", sondern "Wie viele Stunden im Monat hat die Person, die sie pflegt, wirklich übrig?". Bei ehrenamtlicher Pflege liegt die belastbare Antwort meist bei zwei bis vier Stunden. Alles, was regelmäßig mehr braucht, wird still eingestellt. Die Aufwandsrechnung ist deshalb kein Anhang, sondern die Planungsgrundlage.

AufgabeFrequenzZeit pro DurchgangAufwand pro Monat
Termine eintragen und korrigierenwöchentlich bis 14-täglich10 bis 20 Min.ca. 30 bis 60 Min.
Kurzer Beitrag mit zwei Fotosmonatlich30 bis 60 Min.ca. 30 bis 60 Min.
Ergebnisse oder Spielberichtewöchentlich in der Saison15 bis 30 Min.ca. 60 bis 120 Min. (saisonal)
Fotos auswählen, zuschneiden, Freigaben prüfennach Veranstaltungen30 bis 90 Min.stark schwankend
Anfragen aus dem Kontaktformular beantwortenlaufend5 bis 10 Min. je Anfrageca. 20 bis 60 Min.
Updates, Backups, technische Kontrollemonatlich20 bis 40 Min.ca. 20 bis 40 Min.
Jahres-Aufräumen: Vorstand, Beiträge, Dokumentejährlich3 bis 5 Std.umgelegt ca. 20 Min.

Summiert landet ein aktiver Verein mit Saisonbetrieb bei drei bis sechs Stunden im Monat. Das ist machbar, wenn zwei Personen es teilen, und es scheitert zuverlässig, wenn es an einer hängt. Die wichtigste Entscheidung ist also organisatorisch: zwei Menschen mit Zugang, eine Zuständigkeit für Termine, eine für Beiträge, dazu ein Kalendereintrag am Monatsanfang, der schlicht "Website" heißt.

Technisch senken drei Dinge den Aufwand spürbar. Wiederkehrende Termine, damit das Training nicht vierzig Mal einzeln eingetragen wird. Automatisches Ausblenden vergangener Termine, damit die Seite nie veraltet wirkt. Und ein einziger Ort für Inhalte, die mehrfach auftauchen: Muss die Trainingszeit auf Startseite, Abteilungsseite und im Kalender getrennt gepflegt werden, ist sie nach einem Jahr dreimal unterschiedlich. Was laufende Betreuung sonst noch kostet, steht ausführlich im Ratgeber zu den laufenden Kosten einer Website.

Mitglied werden: den Weg vom Interesse zum Beitritt bauen

Der Beitritt ist eine Strecke mit fünf Stationen, und an jeder verliert ihr Leute.

Zwischen "interessant" und "ich bin dabei" liegen bei Vereinen mehr Schritte als bei einem Onlinekauf: neugierig werden, Bedingungen verstehen, sich zum Probetermin trauen, hingehen, beitreten. Die Website kann die ersten drei Schritte fast vollständig übernehmen. Der wichtigste Baustein ist dabei nicht das Formular, sondern eine Seite, die Unsicherheit abbaut. Nenne sie "Erstes Mal bei uns". Dort steht: Was ziehe ich an, was bringe ich mit, kostet das Probetraining etwas, wer nimmt mich in Empfang, wie lange dauert es. Diese Seite ist bei vielen Vereinen nach der Startseite die meistgelesene und kostet eine Stunde Schreibarbeit.

Beiträge offen zeigen

Vereine verstecken ihre Beiträge erstaunlich oft. Das ist ein Fehler, denn die Unsicherheit über die Kosten hält mehr Leute ab als die Kosten selbst. Zeigt die Struktur vollständig: Erwachsene, ermäßigt, Kinder und Jugendliche, Familien, passive Mitglieder, dazu Aufnahmegebühr, Zahlungsrhythmus, Kündigungsfrist und Zusatzkosten wie Verbandsabgaben, Trikot oder Instrumentenmiete. Genau über diese Zusatzkosten ärgern sich Neumitglieder später.

Beim Aufnahmeantrag gibt es zwei brauchbare Wege. Der einfache: ein PDF zum Herunterladen, Ausdrucken, Unterschreiben, Abgeben. Unelegant, aber es funktioniert und ist rechtlich unkompliziert. Der bequemere: ein Onlineformular, dessen Eingaben als Mail an den Mitgliederwart gehen, plus ein geklärter Weg für das SEPA-Lastschriftmandat. Hier lohnt eine Rückfrage bei eurer Bank, denn viele Institute verlangen dafür weiterhin eine Unterschrift. Kläre das, bevor jemand ein rein digitales Verfahren baut, das ihr am Ende nicht nutzen dürft.

In jedem Fall braucht ihr eine Empfangsbestätigung. Wer ein Formular abschickt und danach eine weiße Seite sieht, ist verunsichert. Eine kurze Bestätigungsseite plus eine automatische Mail mit Namen und Telefonnummer des Ansprechpartners kostet in der Umsetzung fast nichts und rettet spürbar Anmeldungen. Und dann muss sich tatsächlich jemand melden, am besten innerhalb von 48 Stunden.

Spenden und Sponsoren: was auf die Website gehört

Gemeinnützig heißt nicht automatisch spendenfähig. Drei Dinge müssen zusammenpassen.

Wenn euer Verein gemeinnützig ist und einen gültigen Freistellungsbescheid hat, dürft ihr Zuwendungsbestätigungen ausstellen, umgangssprachlich Spendenquittungen. Das ist der eigentliche Hebel, denn Spender fragen früher oder später danach. Auf die Website gehören drei Dinge: wofür das Geld verwendet wird, wie man spendet, wie man die Bestätigung bekommt. Häufigster Fehler ist die nackte IBAN ohne Kontext. Selten erwähnt und nützlich: Bis 300 Euro genügt dem Finanzamt in der Regel der vereinfachte Zuwendungsnachweis aus Kontoauszug und Vereinsbeleg.

SpendenwegAufwand für euchKostenPasst für
Überweisung mit Verwendungszwecksehr geringkeinejeden Verein, sollte immer vorhanden sein
Zahlungsdienstleister mit Spendenfunktionmittel (Konto, Prüfung, Abgleich)in der Praxis meist 1,5 bis 3 Prozent plus Fixbetrag je ZahlungSpenden von außerhalb der Mitgliedschaft
Spendenplattform eines Drittengering im Aufbau, Abhängigkeit dauerhaftGebühr oder freiwilliges Trinkgeld je nach PlattformKampagnen mit Reichweitenbedarf
Dauerspende per Lastschrifthöher (Mandate, Verwaltung)BankentgelteVereine mit Fördermitgliedschaften
Sachspenden und Sponsoringhoch (Bewertung, Verträge)keine direkten GebührenVereine mit lokalen Unternehmenskontakten

Sponsoring ist steuerlich etwas anderes als eine Spende, und diese Grenze wird auf Vereins-Websites regelmäßig verwischt. Sobald ihr für Geld eine Gegenleistung erbringt, also ein Logo prominent platziert, aktiv bewerbt oder verlinkt, kann das in den wirtschaftlichen Geschäftsbetrieb fallen. Kein Grund, keine Sponsoren zu zeigen, aber ein Grund, das vor dem Bau der Sponsorenseite mit Steuerberatung oder Verbandsjustiziar zu klären.

Auf der Spendenseite wirkt vor allem Konkretheit. "Für die Jugendarbeit" bewegt weniger als "70 Euro finanzieren einen Satz Trikots, 250 Euro einen Turniertag inklusive Schiedsrichter". Nennt zwei oder drei solcher Beträge mit echtem Gegenwert, dazu ein Foto der Gruppe und einen Satz dazu, wer die Verwendung kontrolliert. Wer am Jahresende berichtet, was aus dem Geld geworden ist, bekommt dieselben Spender wieder. Für größere Investitionen gibt es zusätzlich Töpfe bei Kommunen, Bank-Stiftungen und Landessportbünden, wobei viele Programme nur fördern, wenn vor der Bewilligung nichts beauftragt wurde. Details dazu stehen im Ratgeber zu Förderung und Zuschüssen.

Datenschutz und Mitgliederfotos: der unangenehme Teil

Keine Panik, aber auch keine Sorglosigkeit. Mit einem klaren Verfahren ist das in einer Vorstandssitzung erledigt.

Vereine verarbeiten reichlich personenbezogene Daten: Namen, Geburtsdaten, Adressen, Bankverbindungen, bei Sportvereinen teils Gesundheitsangaben, dazu Fotos. Das meiste gehört ohnehin nicht auf die Website. Die Faustregel: Öffentlich wird nur, was dort einen Zweck erfüllt. Eine Mitgliederliste erfüllt keinen. Ergebnislisten mit vollem Namen, Geburtsjahr und Wohnort erfüllen selten einen, der die Veröffentlichung trägt.

Bei Fotos ist der sichere Weg die Einwilligung: freiwillig, verständlich, für einen konkreten Zweck, jederzeit widerrufbar, bei Minderjährigen von den Erziehungsberechtigten. Der Widerruf muss praktisch funktionieren, ihr braucht also eine Ablage, aus der hervorgeht, wer auf welchem Bild zu sehen ist. Das klingt bürokratisch, ist aber der Unterschied zwischen einer Anfrage, die zehn Minuten dauert, und einer, für die ihr 600 Bilder durchseht.

AufnahmeEinwilligung nötig?RisikoPraxis-Empfehlung
Übersichtsfoto vom Turnier, Personen nicht erkennbarin der Regel neingeringunbedenklich nutzen, Gesichter nicht heranzoomen
Gruppenfoto mit erkennbaren Erwachsenenja, schriftlich einholenmittelim Aufnahmeantrag abfragen, separat ankreuzbar
Einzelfoto eines Kindes mit Namenja, von den Erziehungsberechtigtenhochnur mit klarer Freigabe, im Zweifel nur Vorname
Foto mit Startnummer, Verein und Ergebnisja bei erkennbaren Personenmittel bis hochBilder und Ergebnisse trennen, Geburtsdaten nie ausschreiben
Foto eines inzwischen ausgetretenen MitgliedsWiderruf beachtenmittelbeim Austritt aktiv fragen, ob Bilder entfernt werden sollen
Archivbild von vor zwanzig JahrenEinzelfall, oft unklarmittelzurückhaltend einsetzen, auf Zuruf entfernen, Verfahren festhalten

Der zweite Block betrifft die Technik. Vier Punkte sind bei Vereinen fast immer offen. Schriften, die von einem externen Server geladen werden und dabei IP-Adressen der Besucher abfließen lassen: Die gehören lokal auf euren Server. Eingebettete Karten und Videos, die sofort Verbindungen nach außerhalb der EU aufbauen: erst nach Klick laden oder schlicht verlinken. Social-Media-Feeds, die dasselbe Problem hübsch verpacken. Und ein Auftragsverarbeitungsvertrag mit eurem Hoster, den ihr in den meisten Kundenkonten mit zwei Klicks abschließt. Dienstleister wie Pixylmedia setzen genau das standardmäßig um, aber prüfen könnt ihr es auch selbst.

Zum Impressum: Die Pflicht ergibt sich heute aus dem Digitale-Dienste-Gesetz, das 2024 das Telemediengesetz abgelöst hat. Für einen eingetragenen Verein gehören hinein: Name mit Rechtsform, ladungsfähige Anschrift, vertretungsberechtigter Vorstand, Registergericht und Vereinsregisternummer, dazu E-Mail und ein zweiter Kontaktweg. In fünfzehn Minuten erledigt und einer der häufigsten Angriffspunkte, wenn es fehlt.

Was es kostet und welche günstigen Wege es gibt

Der billigste Weg ist selten der günstigste, aber manchmal doch. Es hängt daran, wer bei euch mitzieht.

Für Vereine gibt es vier ernstzunehmende Wege, und alle vier sind legitim. Die Frage ist nicht, welcher besser ist, sondern welcher zu eurer Personallage passt. Ein Verein mit einem Mitglied, das beruflich mit Webtechnik zu tun hat, hat andere Optionen als einer, in dem der Kassenwart der Einzige ist, der einen Drucker einrichten kann.

WegEinmaligLaufend pro JahrPasst, wenn
Baukasten selbst gebaut0 bis ca. 300 Euro (Zeit nicht gerechnet)ca. 100 bis 350 Eurokleiner Verein, jemand hat Lust darauf, Anspruch überschaubar
Portallösung des Fachverbandsoft 0, in der Mitgliedschaft enthalten0 bis ca. 300 EuroTermine und Ergebnisse kommen ohnehin vom Verband
WordPress von einem Mitglied aufgesetzt0 bis ca. 500 Euro für Theme und Pluginsca. 80 bis 250 Euro Hosting und Domainjemand kann es und bleibt absehbar dabei
Individuell gebaut vom Dienstleisterin der Praxis meist 2.000 bis 6.000 Euroca. 150 bis 1.500 Euro je nach Betreuungab ca. 150 Mitgliedern, Website hat echte Aufgaben
Agentur mit laufender Betreuungmeist ab 5.000 Euro aufwärtsoft ab 1.200 EuroGroßverein, mehrere Redakteure, hohe Anforderungen

Die Zahlen sind Erfahrungswerte aus dem deutschen Markt, keine Preisliste. Sie schwanken nach Umfang, Region und danach, wie viele Inhalte ihr selbst liefert. Wenn du Angebote nebeneinanderlegst, achte weniger auf die Endsumme als darauf, ob Texte, Bilder, Rechtstexte und Einweisung enthalten sind. Wie du Angebote strukturiert vergleichst, steht im Ratgeber zum Angebotsvergleich.

Wo Vereine tatsächlich sparen

  • Inhalte selbst liefern. Texte, Bilder und Termine sind bei jedem Dienstleister der teuerste Posten, und ihr habt sie ohnehin im Haus.
  • Eigene Fotos statt Stockbilder. Sieht besser aus, kostet nichts.
  • Vor der Angebotsanfrage auf einen Seitenumfang einigen. Fünf gute Seiten schlagen zwanzig halbfertige.
  • Domain und Hosting selbst halten, auf den Verein registriert. Spart wenig Geld, verhindert aber Abhängigkeit von einer Person.
  • Google Ad Grants prüfen. Gemeinnützige Organisationen können unter Bedingungen ein Werbebudget bei Google Ads bekommen.
  • Rechtstexte nicht doppelt bezahlen. Viele Dachverbände stellen Mitgliedsvereinen Muster bereit.

Und jetzt der Teil, den Dienstleister ungern schreiben: Wenn euer Verein 30 Mitglieder hat, sich einmal pro Woche trifft und die Website vor allem sagen soll, wann und wo das ist, reicht ein Baukasten vollkommen. Dafür 3.000 Euro auszugeben wäre Geldverbrennung. Ein individuell gebautes Projekt lohnt erst, wenn die Website Arbeit übernimmt: mehrere Abteilungen mit eigenen Redakteuren, ein Beitrittsprozess, der funktionieren muss, Spendenaktionen, viele Fotos mit sauberer Rechtelage. Darunter ist der ehrliche Rat, das Geld in die Jugendarbeit zu stecken.

Noch eine Warnung zum Ehrenamt: Oft baut ein Mitglied die Seite kostenlos. Das ist großzügig und funktioniert, solange die Person da ist. Regelt vorher drei Dinge schriftlich, auch wenn es unter Freunden komisch wirkt. Die Domain läuft auf den Verein, die Zugangsdaten liegen beim Vorstand, die Inhalte lassen sich exportieren. Wer das versäumt, steht irgendwann vor einer Website, an die niemand mehr herankommt.

Fazit: klein anfangen, verbindlich pflegen

Was du nach diesem Artikel konkret tun kannst, in der Reihenfolge, die funktioniert.

Die ehrliche Zusammenfassung: Technik ist bei Vereins-Websites selten das Problem. Was Projekte scheitern lässt, ist eine zu groß geplante Seite und eine ungeklärte Zuständigkeit. Fünf gepflegte Seiten schlagen fünfundzwanzig veraltete in jeder Hinsicht, bei Interessenten, bei Suchmaschinen und bei der Laune derer, die das Ganze betreuen.

Konkret lohnt sich diese Reihenfolge. Erst zwei Personen benennen, die Zugang haben und je eine feste Aufgabe übernehmen. Dann festlegen, welche fünf bis acht Seiten ihr wirklich pflegen könnt. Danach Beitritt und Beiträge vollständig darstellen, inklusive Zusatzkosten. Anschließend das Foto-Thema in einer Vorstandssitzung abräumen. Und erst zum Schluss über Technik und Anbieter reden.

  1. Handytest machen: Steht oben, was ihr macht und wann das Nächste stattfindet?
  2. Zwei Zuständige benennen und im Protokoll festhalten.
  3. Seitenliste auf das reduzieren, was gepflegt wird. Jede Seite braucht einen Namen dahinter.
  4. Beiträge und Zusatzkosten vollständig veröffentlichen.
  5. Einwilligungstext für Fotos in den Aufnahmeantrag aufnehmen und den Altbestand einmal durchgehen.
  6. Schriften lokal einbinden, externe Einbettungen erst nach Klick laden.
  7. Domain auf den Verein registrieren, Zugangsdaten im Vereinspostfach ablegen.
  8. Erst dann entscheiden: selbst machen, Verbandslösung oder Dienstleister.

Wenn ihr klein seid und jemand Lust hat, macht es selbst. Wenn ihr größer seid und die Website Arbeit abnehmen soll, holt zwei bis drei Angebote ein und achtet darauf, dass Domain, Inhalte und Zugänge dem Verein gehören. Stellt dabei eine Frage, die viel verrät: Was passiert, wenn wir in drei Jahren wechseln wollen? Die Antwort sagt mehr als jedes Portfolio.

Häufige Fragen

Was kostet eine Website für einen Verein?
Eine Vereins-Website kostet als Baukasten-Lösung rund 100 bis 350 Euro pro Jahr, individuell gebaut in der Praxis meist 2.000 bis 6.000 Euro einmalig plus 150 bis 1.500 Euro laufend. Das sind Erfahrungswerte aus dem deutschen Markt. Bei Pixylmedia startet eine individuelle Website zum Festpreis ab 2.000 Euro, die Pro-Variante ab 4.500 Euro.
Wie viel Zeit kostet die Pflege einer Vereins-Website im Monat?
Rechne mit zwei bis vier Stunden im Monat, bei aktiven Vereinen mit Saisonbetrieb eher drei bis sechs. Termine eintragen braucht rund 30 bis 60 Minuten, ein kurzer Beitrag mit Fotos nochmal so viel, dazu Updates und Anfragen. Erfahrungsgemäß funktioniert das nur, wenn zwei Personen sich die Aufgaben teilen statt einer allein.
Brauchen wir einen geschützten Mitgliederbereich auf der Website?
Meistens nicht. Ein Login-Bereich lohnt sich erfahrungsgemäß erst ab etwa 400 Mitgliedern und nur, wenn es Dokumente gibt, die keinesfalls öffentlich sein dürfen. Bei kleineren Vereinen wird er zur Karteileiche: Passwörter werden vergessen, niemand pflegt Zugänge, und die Inhalte hätten genauso gut per Mail kommen können. Kläre vorher, wer Zugänge zurücksetzt.
Dürfen wir Fotos von Mitgliedern auf die Vereins-Website stellen?
Nur mit Einwilligung, sobald Personen erkennbar sind. Sie muss freiwillig, verständlich und jederzeit widerrufbar sein, bei Minderjährigen holst du sie von den Erziehungsberechtigten ein. Übersichtsaufnahmen ohne erkennbare Gesichter sind in der Regel unproblematisch. Wichtig ist eine Ablage, aus der hervorgeht, wer auf welchem Bild zu sehen ist, sonst dauert jeder Widerruf ewig.
Lohnt sich eine professionelle Website für einen kleinen Verein?
Bei unter etwa 50 Mitgliedern selten. Wenn die Website vor allem sagen soll, wann und wo ihr euch trefft, reicht ein Baukasten. Ein individuell gebautes Projekt lohnt erfahrungsgemäß ab rund 150 Mitgliedern, also wenn mehrere Abteilungen eigene Redakteure haben, ein Beitrittsprozess funktionieren muss oder viele Fotos mit sauberer Rechtelage anfallen.

Genug gesehen?

Festpreis. Zwei Wochen. Direkt mit dem Macher. Kein Vorgespräch-Marathon, keine Newsletter-Falle.